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EIGENE WORTE: “Wir haben Ferrari einen Schlag versetzt” – Lewis

EIGENE WORTE: “Wir haben Ferrari einen Schlag versetzt” – Lewis

Lewis dominierte den Kanada Grand Prix und erzielte seinen sechsten Sieg auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Insgesamt war es sein 56. Grand Prix-Sieg. Neben dem Sieg fuhr er auch die Pole, die schnellste Runde und alle Führungsrunden ein - damit schnappte er sich seinen vierten Grand Slam in der F1 - und all das in einem seiner besten Rennen, wie er selbst sagte.

Lewis: Ich bin überglücklich

Lewis, ein weiterer Sieg auf einer Strecke, die dir sehr viel bedeutet, nicht wahr?

LH: Das tut sie! Ich habe hier meine erste Pole geholt, vor zehn Jahren meinen ersten Sieg eingefahren. Das an diesem Wochenende zu wiederholen ist wirklich etwas extrem Besonderes. Ich muss dem Team dafür danken, dass sie mir das ermöglicht haben. Die Jungs in der Fabrik haben sehr hart daran gearbeitet, um unsere Probleme vom letzten Rennen zu beheben, hierher zu kommen und Ferrari zu schlagen. Das ist toll. Valtteri hat auch großartige Arbeit abgeliefert und viele Punkte geholt. Ich bin überglücklich.

Dies war wohl einer dieser Tage, an denen es alles für dich gelaufen ist. Sobald du durch die erste Kurve durch warst, verlief die Strategie nach deinem Geschmack und du hast das Rennen kontrolliert. Das muss ein großartiger Tag für dich gewesen sein, oder?

LH: Es war ein unglaubliches Wochenende. Ich könnte nicht glücklicher sein. Zunächst für das Team, das sich nach Monaco zurückgemeldet hat. Alle haben sich am Kopf gekratzt, aber jeder wollte arbeiten, hat an einem Strang gezogen. Ich glaube nicht, dass ich sie in den fünf Jahren, die ich jetzt beim Team bin, so sehr gemeinsam auf ein Ziel habe hinarbeiten sehen. Wir mussten das Auto verstehen lernen und kamen dann hierher, zeigten diese Leistung - das ist ein harter Schlag für Ferrari. Valtteri war ebenfalls fantastisch und der Doppelsieg - unser erster Doppelsieg als Teamkollegen - ist sehr wichtig für das Team. Und hochverdient. Es ist verrückt, wenn man bedenkt, dass ich hier vor vielen Jahren auch schon meine erste Pole und meinen ersten Sieg geholt habe. Es fühlte sich großartig an und hat mich sehr an 2007 erinnert. So wie das Rennen verlaufen ist. Nach dem Re-Start, sobald ich an der Box vorbei war, hatte ich alles unter Kontrolle. Ich achtete auf das Auto, die Reifen, es war ein langes Rennen! Wenn du da draußen bist, fühlt es sich sehr lang an. Wenn noch 35 Runden zu fahren sind, denkst du dir: Das ist aber lang. Und du hoffst, dass das Auto hält - und das hat es.

Lewis: Der Motorsport hat mir einige großartige Erinnerungen gegeben

Lewis, nach all dem, was an diesem Wochenende passiert ist, der Wahnsinns-Pole-Runde, dem Helm, wie es heute zusammengekommen ist, würdest du dies al seines deiner besten Wochenende beschreiben?

LH: Das ist immer schwer zu sagen. Ich hatte viel Glück. Der Motorsport hat mir einige großartige Erinnerungen gegeben. Von den Anfängen, als ich acht Jahre alt war, über die Formel 1 bis heute. Es gibt so viele Erinnerungen. Ich möchte nicht sagen, dass einer besser war als ein anderer. Mein erster Grand Prix-Sieg war hier. Bei meinem ersten Grand Prix wurde ich Dritter und sah meinen Dad aus der Box kommen und wir konnten es nicht glauben, dass wir hier waren. Dann mein erster WM-Titel. Es gibt so viele fantastische Erinnerungen. Du möchtest einfach an jedem Wochenende ein noch soliderer, kompletterer Fahrer werden. Ich denke, an diesem Wochenende möchte ich glauben, dass ich älter, erfahrener und weiter bin. Ich hoffe, dass ich ein kompletterer Fahrer bin. Aber mit Blick auf die Performance denke ich, dass es eines meiner besten Wochenenden war.

Du bist kurz vor Rennende die schnellste Runde gefahren. War das nur zum Spaß für dich als Fahrer?

LH: Nein, es war nicht nur zum Spaß. Ich musste mit dem Auto bis ans Limit gehen. Ich muss hinterher meinen Ingenieuren Feedback geben. Es gibt viele Lagen, in die wir das Auto versetzen müssen, um dann zu sehen, wie die Reifen reagieren oder wie es sich über den Kerbs anfühlt. Diese Runde hat mir viele Informationen über das Auto gegeben und auch, wie wir es für das Rennen abstimmen müssen. Wenn ich sie nicht gefahren wäre, hätte ich nach dem Rennen etwas weniger Informationen gehabt.

Lewis: Es war unglaubliches Teamwork

Bedeutet dieses Ergebnis, dass schwierige Wochenenden wie in Monaco Geschichte sind?

LH: Das Team hat großartige Arbeit geleistet, um zu analysieren, was schief gelaufen ist. All die verschiedenen Punkte und dann haben sie uns eine Zusammenfassung gegeben: "Das ging schief, das müssen wir unserer Meinung nach tun, um es zu beheben." Dann haben wir es umgesetzt. Es war unglaubliches Teamwork. Wir kamen hierher und das Auto war wieder dort, wo es sein sollte. Das bedeutet nicht, dass es jedes Mal so sein wird. Aber wir haben viel gelernt. Und ich bin happy, dass es so früh in der Saison war - obwohl Monaco ein besonderer Sieg gewesen wäre... Aber wir haben diese Dinge nun gelernt. Das sollte uns ab sofort stärker machen. Wir wissen, in welche Richtung wir gehen müssen, um das Auto weiterzuentwickeln.

Hat sich die Situation zwischen Monaco und Montreal etwas wie damals vor Singapur 2015 angefühlt?

LH: Nein, ich denke in Singapur war es eine größere Unbekannt, was passiert ist. Nach zwei Wochen hatte ich es immer noch nicht ganz verstanden. Wir kamen davon zurück, aber diesmal waren das Teamwork und das Ingenieurswissen viel besser. Wir haben wirklich verstanden, was schief gelaufen ist und wo wir mit dem Auto falsch abgebogen sind. Wir kamen hier mit echtem Wissen zurück und einer Vorstellung davon, was der Fall gewesen ist und wir haben einige Dinge ausprobiert.

Lewis: Ich glaube, die Reifen werden der kniffligste Teil

Jetzt geht es zum dritten Straßenrennen in Folge - nach Monaco und Kanada. Baku ist quasi eine Mischung aus beiden. Wie gehst du Baku an und wirst du die Erkenntnisse aus Monaco und hier dort anwenden können?

LH: Definitiv. Du nimmst jede Erfahrung und speicherst sie ab. Was wir in Monaco gelernt haben, wird sich definitiv auf Baku auswirken. Die Strecke ist viel länger. Sie ist sehr glatt, viel flacher. Die Effizienz des Abtriebs wird dort wichtig sein. Du musst dort nicht so weich fahren, wie zum Beispiel bei den Bodenwellen hier. Im vergangenen Jahr war ich dort sehr schnell, ich habe es nur nicht hinbekommen. Das will ich diesmal ändern. Der kniffligste Teil werden die Reifen sein. Ich bin nicht ganz sicher, welche Reifen uns zur Verfügung stehen. Es wird sicher ähnlich wie hier sein. Aber das wird knifflig, mit diesen Reifen. Sie ins Fenster zu bekommen auf so einer glatten Oberfläche. Das wird für alle die Herausforderung sein.

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