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Albert Park: Am Kommandostand – Der Tech-Guide

Albert Park: Am Kommandostand – Der Tech-Guide

Klima

Melbourne besitzt ein interessantes Klima. Für die meisten Orte auf der Welt ist ein Temperaturwechsel von 10-15 Grad innerhalb weniger Tage oder Wochen ungewöhnlich, in Melbourne ist dies hingegen häufig der Fall. Die Herausforderung dieser Temperaturschwankungen ist die richtige Kühlung für die Autos zu finden. Die Teams versuchen, die Kühlungspakete auf ein bis zwei Grad feinzutunen, weshalb sie eine riesige Anzahl an Variablen vorhersagen müssen. Wenn das Auto zu stark gekühlt wird, kann das Performance kosten. Andererseits kann eine unzureichende Kühlung zu einem Ausfall führen. Es ist nicht schwer, zu erraten, welcher dieser beiden Wege zu bevorzugen ist. Dabei müssen die Ingenieure jedoch so nah wie möglich am Limit arbeiten.

Reifen

Die Reifen können von geringen Veränderungen der Streckentemperatur beeinflusst werden. Bei den Wintertestfahrten in Bahrain gab es einen Rundenzeitunterschied von über eineinhalb Sekunden zwischen den schlechtesten und den besten Bedingungen des Tages. Mit der Streckentemperatur verändern sich auch die Fahrzeugbalance, die Performance der Reifen und das Fahrgefühl des Fahrers. Das Rennen in Melbourne beginnt erst um 17:00 Uhr Ortszeit. So werden die Bedingungen im Training am Freitagvormittag viel wärmer sein und damit ein anderes Reifenverhalten verursachen als während des Rennens. Das zweite Training wird repräsentativere Bedingungen bieten, da die Strecke während der Session auskühlen wird und die Teams ein Setup finden müssen, das mit dieser Variable umgehen kann.

Safety Cars

Im Albert Park gab es in den vergangenen zehn Jahren elf Safety Car-Einsätze verteilt auf fünf verschiedene Rennen. Melbourne ist das erste Rennen des Jahres. Dadurch sind die Autos grundsätzlich noch weniger zuverlässig. Gleichzeitig sind die Fahrer beim Saisonstart auch besonders heiß darauf, so viele Punkte wie möglich zu holen. Ihnen ist zwar klar, dass die WM noch nicht im ersten Rennen entschieden wird, aber es ist solch ein psychologischer Vorteil, mit einem Sieg aus Melbourne abzureisen. Dies führt unweigerlich zu einigen zusätzlichen Zwischenfällen. Die eigentliche Ursache für die Safety Car-Phasen liegt jedoch daran, dass es relativ wenig Platz neben der Strecke gibt. Deshalb wird das Safety Car benötigt, um das Rennen nach einem Zwischenfall zu neutralisieren. Nur so können die Streckenposten die Strecke von Teilen säubern oder ein ausgefallenes Auto bergen.

Streckenentwicklung

Der Albert Park ist kein permanenter Kurs. Das zeigt sich vor allem im Nassen. Dann unterlaufen den Fahrern regelmäßig Fehler auf den weißen Linien der Strecke. Bei schwierigen Mischbedingungen ist viel mehr Variabilität gefordert als auf einer "normalen" Strecke - das müssen die Teams ausnutzen so gut es geht. Anders als an den meisten Rennwochenenden fahren in Melbourne viele weitere Rennserien im Rahmenprogramm der Formel 1. Jede Strecke verändert sich im Laufe eines Wochenendes weiter, aber in Melbourne spielt dies eine geringere Rolle als man meinen könnte, weil so viele andere Autos auf der Strecke fahren und diese relativ gut säubern.

Überholen

Überholmanöver sind hier nicht so verbreitet wie auf anderen Strecken. Die Geraden sind kürzer und der Streckenverlauf wurde nicht mit den gleichen Designprinzipien im Hinterkopf entwickelt wie die modernen Strecken in Malaysia, Bahrain oder China. Die Strecke ist recht eng, aber Überholmanöver sind dennoch möglich. Die beste Stelle ist nach der DRS-Zone vor Kurve drei, aber glasklare Überholmöglichkeiten gibt es nur wenige. Ein Fahrer muss mutig und entschlossen sein, Risiken einzugehen, um diese Chancen zu ergreifen. Die Gefahr von Unfällen ist dabei hoch.

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