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Am Kommandostand: Der Spielberg Strecken-Guide

Am Kommandostand: Der Spielberg Strecken-Guide

Aus Paddys Sicht:

Die Performance unseres Autos war in Kanada erneut sehr stark. Leider konnten wir diese Performance im Rennen nicht voll ausschöpfen. Nico zeigte eine außergewöhnliche Leistung und sicherte den zweiten Platz mit einem angeschlagenen Fahrzeug ab. Es war großes Pech, dass wir den Defekt am Auto von Lewis nicht genauso umgehen konnten. Dies brachte Lewis ohne eigenes Verschulden erneut einen beachtlichen Punkterückstand ein. Wir geben natürlich weiterhin unser Bestes, um beiden Fahrern die Möglichkeit zu bieten, gleichberechtigt um die WM zu fahren. Wir haben viel Arbeit in die Analyse des Problems aus Kanada gesteckt, um sicherzustellen, dass sich dies in Österreich nicht wiederholen wird. Nach so vielen Jahren freuen wir uns sehr auf die Rückkehr nach Spielberg und hoffen, dass wir dort auch bei den Ergebnissen wieder zu alter Form zurückkehren werden. Die Strecke ist sehr kurz. Es gibt viele Bremsmanöver und einen hohen Benzinverbrauch. Uns erwartet also erneut ein forderndes Rennen. Der Kurs liegt sehr hoch, was durch den geringen Luftdruck eine andere Belastung für die Power Units als bei den bisherigen Rennen in dieser Saison darstellt. Es wird interessant sein zu sehen, wie wir und wie unsere Mitbewerber damit umgehen werden.

Spielberg: Am Kommandostand

Eine "neue" Strecke

Seit 2003 fand kein Formel 1-Rennen mehr in Österreich statt. Die Teams gehen das Rennwochenende deshalb wie einen neuen Grand Prix an, da ihre elf Jahre alten Daten vom letzten Rennen dort in der heutigen Formel 1 nicht mehr relevant sind. Neue Rennen oder wie in diesem Fall welche, die als solche angesehen werden müssen, stellen stets interessante Herausforderungen dar. Dabei haben jene Teams einen entscheidenden Vorteil, die besonders versiert bei der Rennvorbereitung im Simulator sind und sich dynamisch mittels Live-Daten am Rennwochenende anpassen können. Die Abstände zwischen den Teams dürften größer als normalerweise sein, ganz besonders zu Beginn des Rennwochenendes. Wer gut ins Wochenende startet, erhält eine gute Chance, seine direkten Gegner zu überholen.

Nur eine Handvoll der aktuellen Fahrer ist in der Vergangenheit - in verschiedenen Rennserien - bereits auf dieser Strecke gefahren. Entsprechend könnte die unbekannte Charakteristik der Strecke das Feld ausgleichen. Ähnlich wie auf Strecken wie Monaco, wo Streckenkenntnisse ein entscheidender Vorteil sein kann, werden auch hier die erfahrenen Piloten vor dem Wochenende einen Vorteil haben. Allerdings werden sich hier jene Fahrer am meisten auszeichnen können, die ein natürliches Gefühl für die Abstimmung des Autos besitzen.

Simulation

Die Herangehensweise an eine relativ unbekannte Strecke wie jene in Österreich verlangt nach ausgiebigen Simulationsarbeiten. Die Zeit im Fahrsimulator ist entscheidend, um so genaue Daten wie möglich zu liefern, auf denen das Team seine Arbeit bis zum ersten Training aufbauen kann. Moderne Simulationswerkzeuge sind ausreichend präzise, um eine solide Basis zu legen. Dennoch gibt es einige Feinheiten, die nicht berücksichtigt werden können. Erst im Laufe der Fahraktivitäten sammeln die Teams Informationen darüber, wie alt der Asphalt ist, wie unterschiedlich der Grip an verschiedenen Stellen der Strecke ist und wie sich die Streckenoberfläche und die Balance im Verlauf des Wochenendes sowie des Rennens verändern. All diese Informationen müssen die Teams am Freitag und Samstag zusammentragen. Dies dürfte höchstwahrscheinlich zu mehr Fahrbetrieb in den Trainings führen.

Streckenverlauf

Ähnlich wie das letzte Rennen in Montreal ist dies eine Strecke mit relativ wenigen Kurven und mehreren Geraden, sodass erneut die Leistung gefragt ist. Dieses Streckenlayout unterstreicht auch den Benzinverbrauch: Beides Charakteristiken, die den Stärken der Mercedes-Benz Power Unit entgegenkommen. Genau wie in Montreal spielt auch die Bremsstabilität eine entscheidende Rolle. Von den zehn Kurven der Strecke sind sieben als Bremsmanöver ausgewiesen, drei davon werden als stark bewertet. Die erste Kurve ist fantastisch und lässt sich auf viele Weisen mit jener in Austin vergleichen. Der Anstieg mag im Fernsehen nicht allzu groß wirken, aber in der Realität ist es eine knifflige, blinde Rechtskurve, die stark bergauf geht. Die erste Kurve in Austin ist sicherlich steiler, dafür ist diese stärker überhöht und für den Fahrer schlechter einzusehen. Das macht es umso spannender.

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