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F1 W07 Hybrid

Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass der zweite aufeinanderfolgende Winter mit nur wenigen Regeländerungen den Druck auf die Formel 1-Gemeinschaft reduzieren würde. Tatsächlich ist jedoch das genaue Gegenteil der Fall. Unter solchen Bedingungen unterliegt der Fortschritt dem Gesetz sinkender Erträge. Umso entscheidender ist die Suche nach jeder Millisekunde an Performance.

„Während des Winters war es für das Team die größte Herausforderung, herauszufinden, wie wir noch mehr Performance aus einem ohnehin schon sehr starken Power Unit- und Chassis-Konzept herausholen konnten“, bestätigt Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff. „Das Reglement blieb für ein weiteres Jahr relativ stabil. Aus diesem Grund beginnt die Entwicklungskurve erwartungsgemäß leicht zu verflachen. Aber als Gruppe von wettbewerbsorientierten Racern ist dies eine Herausforderung, die wir mögen – das letzte Bisschen Performance zu finden.“

„Nach den Erfolgen der letzten beiden Saisons ist es offensichtlich unser Ziel, darauf aufzubauen, was wir bislang erreicht haben – wir wollen weiter Rennen und Weltmeisterschaften gewinnen. Aber in diesem Sport darf man nichts als selbstverständlich ansehen – oder sich auf vergangenen Erfolgen ausruhen. Alle Punkte wurden wieder auf null zurückgesetzt. Die Testfahrten haben noch nicht einmal begonnen, also haben wir auch noch keine Messlatte für die Konkurrenz. Wir können aber sicher sein, dass sie stärker denn je sein werden. Demnach müssen wir unser Bestes geben. In Melbourne werden wir es dann sehen. Wie heißt es so schön? Wenn die Flagge fällt...“

„Nach dem Gewinn unseres ersten Titels 2014 haben wir Selbstvertrauen hinzugewonnen. Somit gingen wir 2015 etwas anders an. Aber unsere Grundsatz-Philosophie blieb dieselbe und das ändert sich auch 2016 nicht. Wir vertrauen unseren Leuten, aber wir haben stets einen „das Glas ist halb leer“-Ansatz. Wir bleiben bescheiden, mit beiden Füßen auf dem Boden, und geben alles, um angefangen bei den Autos bis zu unseren Möglichkeiten als Unternehmen alles langfristig weiterzuentwickeln.“

Was waren also die wichtigsten Lektionen aus der Saison 2015? Und wie werden diese dem Team dabei helfen, 2016 Fortschritte zu erzielen? In einem Jahr mit einem relativ stabilen Reglement geht alles um Mini-Revolutionen...

„Nach einer insgesamt höchsterfolgreichen Saison 2015 lag unser Hauptaugenmerk darauf, jene Bereiche zu identifizieren, in denen wir am schwächsten waren - in diesen wollten wir uns steigern.´“, sagt Paddy Lowe, Executive Director (Technical). „Unser Ziel ist es, Spitzenleistung in allen Bereichen zu erreichen. Obwohl wir im vergangenen Jahr fantastische Ergebnisse erzielt haben, gab es viele Gebiete, in denen wir noch viel besser werden können. Diese Kultur möchten wir innerhalb des gesamten Unternehmens etablieren. Wir wollen uns stetig verbessern. 2015 gab es einige Rennen, die nicht nach Plan verlaufen sind, ganz besonders Singapur. Demnach gab es viele Dinge, die wir für 2016 verbessern mussten. Wir streben überall nach dem Optimum.“

„Es ist schwierig, eine große Revolution anzustreben, wenn die Regeln Jahr für Jahr relativ gleich bleiben. Aber es ist unser Ziel, kleinere Revolutionen anzustreben, wo immer dies möglich ist – selbst in einem kleineren Zusammenhang. Zum Beispiel sehen wir uns vielleicht eine gänzlich neue Lösung für das Packaging oder ein neues Aufhängungskonzept an. Während das Auto von außen also seinem Vorgänger sehr ähneln mag, was ein stabiles Reglement eben mit sich bringt, gibt es unter der Haube ziemlich viele Mini-Revolutionen, die zu einer Gesamt-Evolution für die neue Saison führen.“

„Es ist sehr schwierig, unter einem stabilen Reglement Performance zu finden“, fährt Paddy fort. „Im vergangenen Winter standen wir vor derselben Situation und wir waren hinterher wirklich zufrieden, was aus dem Auto für 2015 geworden ist. Das Team hat fantastische Arbeit abgeliefert und in Bereichen, die man vielleicht als statisch hätte ansehen können, sehr viele Innovationen hervorgebracht. Auch 2016 ist aus Regelsicht ein Übergangsjahr. Unter diesen Umständen sind potentielle Zugewinne schwieriger zu erreichen. Das ist die größte Herausforderung für eine Gruppe an Ingenieuren und ich muss sagen, dass dieses Team darin sehr gut gewesen ist. Es ist gewiss viel einfacher, mehr Performance zu finden, wenn man ein neues Reglement hat.“

„Auf mechanischer Seite ist die größte Regeländerung die Teilung des Auspuffendrohrs und des Waste-Gates. Tatsächlich hatte das aber keinen großen Einfluss. Die größte strukturelle Änderung liegt auf der Chassis-Seite. Wir haben den Fahrerschutz um 20 mm angehoben und die Stärke des seitlichen Crash-Tests von 15 auf 50 kN erhöht. Das ist eine deutliche Erhöhung der wirkenden Kräfte, die an dieser Stelle vom Chassis absorbiert werden müssen. Das sorgt aber für einen viel besseren Schutz des Fahrers."

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