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    ANALYSE: Die Geschichte des Jahres - Die Junioren Hinter den Mercedes-Benz Ju...

Hinter den Mercedes-Benz Junioren Pascal Wehrlein, Esteban Ocon und George Russell liegt eine fantastische Saison - und so ist 2017 für sie verlaufen!

Pascal Wehrlein

Wenn man um Punkte kämpft und sich mit einem problematischen Auto auseinandersetzen muss, ist es schwierig, sein Talent zu zeigen. Trotz einer schwierigen zweiten Formel 1-Saison kämpfte Pascal Wehrlein hart und erzielte die einzigen Punkte des Sauber Teams in der Saison 2017.

Schon zu Beginn der Saison an einem kühlen Testtag in Barcelona war klar, dass Sauber keine einfache Saison erwarten würde. Für Pascal wurde sie jedoch umso schwieriger, da er den ersten Test wegen einer Rückenverletzung von seiner Teilnahme am Race of Champions im Januar absagen musste.

Die Verletzung beeinträchtigte seine Saisonvorbereitung und sein Training stark und obwohl Pascal am zweiten Test teilnehmen konnte, musste er die ersten beiden Rennen in Australien und China auslassen. Seine Fitness war nicht auf dem nötigen Stand.

Der Deutsche arbeitete hart, um sich für das nächste Wochenende in Bahrain vorzubereiten und schlug dort seinen Teamkollegen Marcus Ericsson im Qualifying und schaffte es ins Q2 - einer der seltenen Auftritte eines Sauber-Piloten in der zweiten Qualifying-Session.

Bei seiner Rückkehr beendete er das Rennen auf P11. In Russland erlebte Sauber ein schwieriges Rennen, in dem Pascal nicht über P16 hinauskam. In Spanien schlug er jedoch zurück und erzielte die ersten Punkte des Teams in dieser Saison und sein bestes Ergebnis des Jahres als Siebter (Achter nach einer 5-Sekunden-Zeitstrafe).

Es war eine bemerkenswerte Leistung in einem Auto, das nur selten für die Top-10 gut war. Es war also ein ganz besonderes Ergebnis für das Team. Es folgten einige schwierige Rennen in Monaco und Kanada, aber in einem verrückten Rennen in Baku kehrte Pascal in die Top-10 zurück und nahm einen Punkt mit.

Es war seine letzte Fahrt in die Punkte in diesem Jahr. Sauber hatte weiterhin Schwierigkeiten, den Entwicklungsrhythmus mit ihrem Auto und der Vorjahres-Power-Unit von Ferrari mitzugehen. Während die anderen Teams deutliche Fortschritte erzielten, machte Sauber nur kleine Schritte.

Nichtsdestotrotz gab Pascal niemals auf und versuchte, das Maximum aus dem herauszuholen, was ihm zur Verfügung stand. Nach einem kleinen Formtief zu Beginn der zweiten Saisonhälfte machte das Team später in der Saison etwas an Boden gut, aber zu diesem Zeitpunkt war es schon zu spät.

Pascal war in der Schlussphase des Jahres mit dem Fahrverhalten seines Autos nicht ganz glücklich, aber er schlug Ericsson dennoch elf Mal im Qualifying und kam sieben Mal vor ihm ins Ziel. Zudem beendete er die Saison mit einer starken Aufholjagd in Abu Dhabi.

Es ist einfach, seine Leistung in dieser Saison zu unterschätzen, da er nur fünf Punkte eingefahren hat. Aber Pascal hat mit dem Material, das ihm zur Verfügung stand, eine klasse Leistung abgeliefert.

Esteban Ocon

Während das Duell zwischen Mercedes und Ferrari im Mittelpunkt des Interesses stand, lieferten sich die beiden Force India-Fahrer einen der spannendsten Zweikämpfe der Saison. Sergio Perez und Mercedes-Junior Esteban Ocon lagen gleichauf, kamen sich aber manchmal etwas zu nahe, wenn es nach unseren Freunden bei Force India geht.

Für Esteban war es seine erste komplette Formel 1-Saison. Dennoch war das Fahrerlager für ihn keine Unbekannte. Schon 2016 absolvierte er eine halbe Saison an der Seite von Mercedes-Junior Pascal Wehrlein bei Manor. Entsprechend war es keine Überraschung, dass er seinem Teamkollegen Perez auf ihm bekannten Strecken Feuer machte.

Er legte einen soliden Start mit drei aufeinanderfolgenden zehnten Plätzen hin. Danach folgten ein siebter und ein fantastischer fünfter Platz in Russland und Spanien. Monaco war eines von zwei Rennen, bei denen er keine Punkte holte. Aber er schlug mit sechsten Plätzen in Kanada und Aserbaidschan zurück. Alles andere als ein schlechter Saisonstart!

Platz sechs in Baku war ein ordentliches Ergebnis, aber Esteban hatte sich mehr erhofft. Aber eine Berührung mit seinem Teamkollegen Perez beeinträchtigte das Rennen für beide Fahrer und verhinderte ein stärkeres Ergebnis. Es war das erste Anzeichen eines teaminternen Duells bei Force India.

Die Punkteserie ging bis Brasilien weiter, darunter starke Vorstellungen wie P6 in Italien, Japan und den USA sowie ein beeindruckender fünfter Rang in Mexiko. Dabei profitierte er natürlich von dem ganzen Drama der Startrunde.

Er legte aber nicht nur eine beeindruckende Serie in den Punkten hin, sondern brach in Austin auch den Rekord für die meisten Zielankünfte seit dem Debüt in der Formel 1. Der vorherige Rekordhalter war Max Chilton. Der beeindruckende Rekord sorgte dafür, dass sich Esteban bei einigen den Spitznamen 'Oconsistency' einhandelte.

In Mexiko baute er diesen Meilenstein weiter aus, bevor er in Brasilien zu einem abrupten Ende kam, als ihn Romain Grosjean in der ersten Runde abschoss. "Ich bin mit dem Ausfall nicht happy", sagte er hinterher. "Ich wusste, dass dieser Tag irgendwann kommen würde, aber heute hatte ich es nicht erwartet. Es ist schade, weil mein letzter Ausfall in einem Formelauto drei Jahre zurückliegt (2014). Aber ich konnte nichts dagegen unternehmen."

Zum Glück war das noch nicht das Ende der Saison und er konnte zum Abschluss in Abu Dhabi noch einen achten Platz einfahren. Damit beendete er eine außergewöhnliche Debütsaison in der Formel 1. Esteban kämpfte gegen Perez und schloss das Jahr nur 13 Punkte hinter seinem Teamkollegen ab - trotz seines Erfahrungsrückstands.

Esteban zeigte eine reife Leistung und hofft, diesen Schwung nach 2018 mitzunehmen.

George Russell

Nach seiner zweiten Saison in der Formel-3-Europameisterschaft weckte George das Interesse der Silberpfeile und stieß Mitte Januar als Junior zum Team. Der Brite gab seinen Wechsel zum Spitzenteam ART in der GP3 Serie bekannt und war zu Saisonbeginn einer der Titelfavoriten.

George startete mit einer Bestzeit beim ersten Test in die Saison. Aber das erste Rennwochenende verlief mit den Plätzen vier und fünf nicht nach Plan. Wenn man allerdings bedenkt, dass dies eines der schlechtesten Wochenende seiner gesamten Saison war, zeigt dies, wie beeindruckend das Jahr des jungen Briten verlaufen ist.

Nach dem Barcelona-Wochenende ohne Podiumsbesuch schlug George mit je einem Sieg in Österreich und bei seinem Heimrennen in Silverstone zurück. In Ungarn konnte er jedoch keine Punkte einfahren. Er konnte im ersten Rennen nicht starten und beendete das zweite auf P11. Dennoch führte er die Meisterschaft immer noch mit neun Punkten Vorsprung an.

Noch gab es aber keine Zeit zum Entspannen für George - sein erster Formel 1-Test mit Mercedes stand an. Zwei Tage lang durfte er den W08 in Ungarn fahren. "Ich war mit dem Test sehr zufrieden", sagte er. "Es ist natürlich extrem schwierig, ein 2017er Auto zu fahren. Ich ging auf Nummer sicher, weil ich wusste, dass ich zwei Tage im Auto hatte, an denen viele Kilometer geplant waren. Ich wollte gute Arbeit für das Team abliefern und alle ihre Tests abschließen. Wir haben bei diesem Test viel gelernt."

Die Sommerpause war die perfekte Zeit, um über die erste Saisonhälfte nachzudenken und er kehrte in Spa-Francorchamps mit einem Sieg im ersten Rennen sowie P2 im zweiten zurück auf die Strecke.

Es folgte ein chaotisches Wochenende in Monza. Das erste Rennen wurde wegen des starken Regens, der auch das F1-Qualifying am Samstag in die Länge gezogen hatte, auf Sonntagvormittag verlegt. Das zweite Rennen fiel gänzlich aus. Es war ein typisches Chaosrennen einer Nachwuchsklasse, aber George blieb cool und holte einen überlegenen Sieg.

Die Plätze zwei und vier in Jerez genügtem ihm, um den GP3-Titel zwei Rennen vor Saisonende einzufahren.
Mit dem gleichen Ergebnis schloss er die Saison in Abu Dhabi ab - mit 79 Punkten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger. Ein enormer und beinahe einzigartiger Vorsprung in einer Nachwuchsserie.

Die Schlussphase der Saison brachte ihm noch einen weiteren Meilenstein: seine ersten Runden in einem F1-Auto an einem Rennwochenende. George durfte in Brasilien und Abu Dhabi zweimal im 1. Training für Force India ins Lenkrad greifen. Er belegte dabei die Plätze zwölf und elf. Was für ein Abschluss für die Saison!

Der 19-Jährige schickt sich jetzt an, die nächste Stufe auf der Nachwuchsleiter emporzuklettern und hat sich

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