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    BERICHT: Doppelpodium in der Wüste Valtteri Bottas und Lewis H...

Valtteri Bottas und Lewis Hamilton erzielten in einem spannenden und action-geladenen Bahrain GP die Plätze zwei und drei.

Was ist passiert?

-  Valtteri startete auf den superweichen Reifen von Platz drei, Lewis begann das Rennen unterdessen mit den weichen Reifen von Platz neun

-  Valtteri ging mit einem Blitzstart an Kimi Räikkönen vorbei. Lewis hielt derweil seine Position und hatte danach eine Berührung mit Max Verstappen.

-  Valtteri blieb in der Anfangsphase in Sichtweise zum Führenden Sebastian Vettel, während Lewis sich durch das Feld nach vorne arbeitete - dabei überholte er in Runde fünf drei Fahrer auf einmal.

-  Unser schneller Finne ging in Runde 20 zum einzigen Mal an die Box und wechselte auf die Medium-Reifen. Lewis übernahm die Führung, bevor er in Runde 26 zu seinem Stopp hereinkam und ebenfalls auf die Medium-Mischung wechselte.

-  Kimis Ausfall brachte Lewis auf das Podium. In der Folge holte er auf das Führungsduo auf, während auch Valtteri Sebastian im Ferrari immer näherkam.

-  Der Bahrain GP endete mit einer spannungsgeladenen Schlussphase, in der Valtteri im Heck des Ferrari hing, aber schlussendlich nicht genügend Zeit hatte, um vorbeizugehen.

-  Valtteri überquerte die Ziellinie 0,7 Sekunden hinter Sebastian auf Platz zwei - das brachte ihm sein 23. F1-Podium ein. Lewis komplettierte die Top-3 in seinem 100. Rennen für das Team. Es war sein insgesamt 119. Podestplatz in der Formel 1.

-  In der Fahrer-WM liegen Lewis und Valtteri mit 33 respektive 22 Punkten auf den Plätzen zwei und drei. Das Team belegt mit 55 Punkten den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM.

Was haben wir gelernt?

Nach einem schwierigen Qualifying ist ein Doppelpodium ein positives Ergebnis. Dennoch kommen wir nicht umhin, uns zu fragen, was auf dem Bahrain International Circuit noch möglich hätte sein können...

"Dieser Grand Prix gehört für uns in die Kategorie der "verpassten Chancen"", sagte der Technische Direktor James Allison.

"Nach einem schwierigen Qualifying war es jedoch ermutigend, dass unsere Long Run-Pace extrem konkurrenzfähig war, besonders, weil uns diese vor einem Jahr auf dieser Strecke schwer im Stich gelassen hat."

"Entsprechend kommen wir nicht umhin, uns zu fragen, was wohl gewesen wäre, wenn Valtteri noch eine weitere Runde hinter Sebastian gehabt hätte - oder wenn Lewis ohne das Handicap seiner Getriebestrafe ins Rennen gegangen wäre."

"Diese Gedankenspiele müssen wir nun hinter uns lassen und fest entschlossen nach China reisen, um dort unseren ersten Saisonsieg 2018 einzufahren."

Was wir dazu sagen

Valtteri: "Am Ende wurde es richtig knapp. Schade, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat. Wenn es so eng zugeht, denkst du nach dem Rennen über jede Runde und jede Kurve nach und versuchst herauszufinden, ob du irgendetwas hättest besser machen können."

"Aber ich glaube, dass ich ein gutes Rennen gefahren bin. Ich habe keinen Fehler gemacht und mein Bestes gegeben. Ich bin vor dem Rennen nicht mit den Medium-Reifen gefahren, aber es ging gut und wir konnten einen richtig langen Stint fahren."

"Erst in den letzten drei Runden hatte ich mit den Reifen zu kämpfen und sobald ich nah an Sebastian herankam, wurde alles schwieriger."

"Die Pace war heute besser als erwartet, so dass wir Ferrari unter Druck setzen konnten. Es war sehr eng und wird ganz sicher eine interessante Saison."

"Es liegt noch Arbeit vor uns, besonders bei Bedingungen wie hier in Bahrain. Wir konnten etwas Positives mitnehmen, aber am wichtigsten ist es, die richtigen Lehren aus diesem Wochenende zu ziehen."

Lewis: "Das war kein einfaches Rennen, aber mit etwas Abstand bin ich damit ziemlich zufrieden. Heute ging es allen voran um Schadensbegrenzung und ich glaube, ein Platz in den Top-3 ist ein großartiges Ergebnis für das Team und mich."

"Natürlich hätten wir es vorgezogen, wenn wir das Getriebe nicht hätten wechseln müssen, aber ich war mit meiner Rennpace wirklich happy. Ich hatte einen richtig guten Start, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Ich konnte am Start ein paar Autos überholen und wechselte dann auf die Innenseite."

"Aber der Fahrer vor mir entschied sich, nach rechts zu ziehen, weshalb ich ausweichen musste, wodurch mich links wieder Autos überholten. Dadurch fiel ich auf der ersten Runde zurück. Mir war klar, dass ich diese Gruppe an Fahrzeugen sehr früh passieren musste."

"Aber bis ich vorbei war, waren die Jungs vorne 15 Sekunden vor mir. Ich habe das Rennen also in den ersten Runden verloren."

"Ferrari hat in den letzten beiden Rennen gezeigt, dass sie momentan die Oberhand haben. Aber es geht eng zu und wir müssen einfach bessere Arbeit abliefern. Schanghai war schon immer ein gutes Pflaster für mich, entsprechend hoffe ich, dass wir dort stark sein können."

Toto: "Es ist wahnsinnig frustrierend, so nah am Sieg dran zu sein und ihn dann ganz am Schluss doch zu verpassen. Bei diesem Rennen haben wir bis zur letzten Kurve mitgefiebert."

"Wenn uns gestern jemand die Plätze zwei und drei angeboten hätte, hätte ich sofort zugeschlagen. Aber wenn man bedenkt, dass beide Red Bull und ein Ferrari ausgeschieden sind, dann ist das auch das Minimum, das wir von uns in diesem Rennen erwarten."

"Rückblickend ist es einfach, auf das Rennen zu schauen und Siegchancen auszumachen. Als wir nach den ersten Stopps herauskamen und auf den Medium-Reifen fuhren, lag Valtteri möglicherweise in einer aussichtsreichen Position für den Sieg. Aber Ferrari und Sebastian hatten das Rennen extrem gut im Griff und verdienen den Sieg"

"Unser Auto war heute auf den Soft- und Medium-Reifen richtig gut. Das ist möglicherweise ein Anzeichen dafür, dass sich das Kräfteverhältnis in dieser Saison von Strecke zu Strecke verschieben wird."

"Für Lewis ist ein Podestplatz von Startrang neun besser als es unsere Prognosen vorhergesagt haben. Sein Überholmanöver gegen drei Autos war ein echter Höhepunkt des Rennens."

"Insgesamt war es eine gute Schadensbegrenzung, nachdem wir uns mit der Strafe selbst ins Hintertreffen manövriert hatten. Jetzt müssen wir uns auf die Details konzentrieren, die in so hart umkämpften Rennen den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen."

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