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    BERICHT: Lewis siegt in Monza, Valtteri auf P3 Lewis stürmt zum Sieg in It...

Lewis stürmt zum Sieg in Italien, Valtteri steht mit ihm auf dem Podium...

Was ist passiert?

-  Lewis verteidigte P3 am Start, Valtteri fiel hingegen hinter den Red Bull von Max Verstappen auf P5 zurück.

-  In der zweiten Schikane griff Lewis Sebastian Vettel außen herum an und wurde von diesem getroffen. Er kam mit dem Schrecken davon, Sebastian drehte sich und fiel zurück.

-  Nach einem Zwischenfall im Mittelfeld ging das Safety Car auf die Strecke. Beim Re-Start ging Lewis am Führenden Kimi Räikkönen im Ferrari vorbei, verlor die Führung aber in der zweiten Schikane wieder an ihn.

-  Lewis blieb dem Finnen auf den Fersen, der in Runde 20 hereinkam. Lewis blieb bis Runde 28 draußen und wechselte von SuperSoft auf Soft.

-  Valtteri ging derweil in Führung und hielt Kimi sowie Lewis hinter sich - bis er in Runde 36 selbst zum Boxenstopp hereinkam. Danach griff er Max im Kampf um den letzten Podestplatz an.

-  Lewis holte auf Kimi auf und attackierte diesen in Runde 45 außenherum in der ersten Schikane. In den Schlussrunden zog er dem Ferrari-Fahrer davon.

-  Der Brite überquerte die Ziellinie zum 68. Mal als Sieger, Valtteri kam als Vierter ins Ziel, machte aber einen Platz gut, da Max eine Zeitstrafe erhielt, da er Valtteri in Kurve eins abgedrängt hatte

Was haben wir gelernt?

"Wir hatten nicht damit gerechnet, dass der heutige Tag so verlaufen würde. Uns war jedoch bewusst, dass sich Chancen auf den Sieg ergeben würden, wenn wir sie unter Druck setzen konnten", sagte Trackside Engineering Director Andrew Shovlin.

"Die erste Runde war sehr dramatisch. Wir hatten mit beiden Autos gute Starts und Lewis konnte sich vor Kurve vier in eine richtig gute Position bringen, um die Nase vor Vettel zu haben. Dabei hatten wir das Glück, dass Sebastian sein eigenes Auto mehr beschädigt hat als unseres, das nicht besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde."

"Das Rennen zwischen Lewis und Kimi war interessant und wir hatten uns schon am Vormittag in unserem Strategie-Meeting Gedanken darüber gemacht. Sie konnten das Boxenstoppfenster nicht offenlassen und das führte dazu, dass wir einen Unterschied bei den Reifen herbeiführen konnten, der schlussendlich für uns rennentscheidend war."

"Die Reifen waren am Limit und die Arbeit, die wir erledigt haben, um die Blasenbildung in Spa zu verstehen, hat uns heute geholfen. Die starke Pace unserer Autos am Ende des Stints rührte von der harten Arbeit, die wir in der zurückliegenden Woche in der Fabrik geleistet haben. Beide Fahrer haben heute fantastische Leistungen gezeigt und sehr gut auf ihre Reifen geachtet."

"Valtteri hatte ein hartes Duell mit Verstappen, aber sobald wir von der Strafe gegen Max wussten, machte es keinen Sinn mehr, ihn weiter anzugreifen. Deshalb steckten wir zurück, da wir wussten, dass wir das Podium sicher hatten. Jetzt geht es nach Singapur auf eine Strecke, die uns in den vergangenen Jahren nicht besonders gelegen hat."

"Deshalb machen wir uns nichts vor, es wird sicher eine schwierige Herausforderung für uns. Wir haben jedoch ein gutes Auto, ein fantastisches Team und zwei großartige Fahrer. Deshalb werden wir alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um die Führung in beiden Weltmeisterschaften zu behalten."

Was wir zu sagen hatten

Lewis: "Das war ein hartes, aber richtig schönes Rennen. Darüber bin ich wirklich sehr glücklich. Der heutige Nachmittag sollte sich als einer der besten entpuppen. Es ist sehr eng zwischen Ferrari und uns und in diesem Rennen kam es wirklich darauf an, wer die wenigsten Fehler macht und am besten auf die Reifen achtet."

"Valtteri hat großartige Arbeit geleistet und seinen Stint verlängert, wodurch ich auf Kimi aufholen konnte. Das war heute richtig starkes Teamwork mit einem großartigen Boxenstopp und einer klasse Kommunikation innerhalb der Mannschaft. Die erste Runde war richtig spannend."

"Wir hatten ähnliche Starts und als wir in Kurve vier einbogen, war ich etwas überrascht, dass Sebastian die Innenseite wählte und nicht nach außen ging. Das war meine Chance und ich musste sicherstellen, dass ich weit genug vor ihm lag. Wir haben uns ganz kurz berührt und mein Auto war danach leicht beschädigt, aber zum Glück konnte ich weiterfahren und mit Kimi mithalten."

"Sobald ich im zweiten Stint den Rückstand auf Kimi aufgeholt hatte, konnte ich sehen, wie seine Reifen Blasen warfen. Deshalb achtete ich mehr auf meine Pneus und stellte sicher, dass sich auf diesen keine Blasen bildeten. Als Valtteri dann zu seinem Boxenstopp abbog, war es ein wenig schwierig, mit Kimi mitzuhalten. Aber ich wusste, dass meine Reifen in einer besseren Verfassung waren."

"Ich musste alles geben, um die Lücke zu schließen, besonders in den Lesmos und Ascari. Aber diese Strecke ist einfach unglaublich, es ist so ein phänomenaler Kurs mit vielen schnellen Kurven. Und hier kann man dem Vordermann auch durch die Kurven und Schikanen hindurch folgen. Das macht es zu einem der besten Kurse auf der Welt. Es ist immer ein echtes Privileg, hier in Italien zu gewinnen. Aber wir müssen hart weiterarbeiten und dafür sorgen, dass wir ihnen auch in Singapur einen guten Kampf liefern."

Valtteri: "Das war ein sehr erfolgreicher Tag - sowohl für Lewis als auch für mich. Es fühlt sich gut an, wieder auf dem Podium gestanden zu haben. Wir wussten, dass Ferrari heute schnell sein würde. Deshalb wollten wir 100 Prozent geben und sie unter Druck setzen."

"Uns war klar, dass wir heute als Team zusammenarbeiten mussten und das hat wunderbar funktioniert. Nach den Ereignissen mit Sebastian in Runde eins wusste ich, dass dies eine gute Chance für mich war, um auf das Podium zu fahren. Dennoch war es alles andere als ein einfaches Rennen. Ich fuhr einen sehr langen ersten Stint und versuchte, Kimi auf meinen alten Reifen hinter mir zu halten."

"Dabei konnte ich ordentliche Rundenzeiten aus den Reifen herausholen, sodass Kimi nie nah genug herankam, um mich zu überholen. Schlussendlich hat diese Strategie sowohl Lewis als auch mir geholfen. Nach dem langen ersten Stint hatte ich die Möglichkeit, Max mit frischen Reifen anzugreifen und dadurch bin ich aufs Podium gekommen."

"Das war eine richtig gute Mannschaftsleistung und wir haben mehr Punkte eingefahren als Ferrari, obwohl wir hinter ihnen gestartet sind. Aber uns ist bewusst, dass wir weiter angreifen müssen, um sie auch weiterhin unter Druck zu setzen."

Toto: "Das ist das Besondere am Rennsport: die Punkte werden erst am Sonntag und nicht schon am Samstag vergeben. Und heute durften wir das gesamte Rennen über einen fantastischen Kampf zwischen zwei Champions erleben. Lewis hat eine fehlerlose Leistung gezeigt. Er war mit seinem Auto immer am richtigen Ort, zeigte Geduld, wenn es nötig war, und fuhr einen fantastischen Sieg ein - seinen fünften hier in Monza."

Aber wir dürfen auch Valtteri nicht vergessen: er ist ein großartiges Rennen gefahren und hat es verdient, auf dem Podium zu stehen. Die Plätze eins und drei sind für uns ein fantastisches Ergebnis und eine großartige Belohnung für all die harte Arbeit, welche die Mannschaft in Brixworth und Brackley in den vergangenen Wochen geleistet hat. Vergangene Woche hatten wir mit den Reifen zu kämpfen, heute warfen die weichen Reifen bei Ferrari Blasen."

"Ich glaube, dass wir heute Nachmittag mit Blick auf die Rennpace das schnellste Auto hatten - obwohl wir etwas vorsichtig sein müssen, weil wir nie Sebastians Pace ohne Schäden an seinem Auto gesehen haben. Aber wir konnten Kimi das gesamte Rennen über unter Druck setzen. Außerdem haben wir die Strategie genau richtig gewählt: Bei den Stopps von Kimi und Lewis waren wir darauf eingestellt, dass Gegenteil von Ferrari zu machen. Danach haben wir den Stint verlängert, um den größten Unterschied beim Alter der Reifen zu haben, nachdem Kimi an der Box gewesen ist."

"Bei Valtteri war es genauso: es war die richtige Strategie, ihn auf der Strecke zu lassen und so einen Unterschied zu Verstappen zu haben. So konnte er ihn in den Schlussrunden mit frischen Reifen angreifen. Genau das hat er geschafft und sich so seinen Podestplatz geholt."

"Alles in allem war es in jeder Hinsicht ein sehr guter Tag für das Team. Jetzt geht es nach Singapur, das in den vergangenen Jahren nicht zu unseren stärksten Strecken gezählt hat. Aber wir werden in den nächsten Wochen keinen Stein auf dem anderen lassen, um noch mehr Performance zu finden und weiter mit Volldampf daran arbeiten, unsere Führung in beiden Weltmeisterschaften auszubauen."

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