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    BERICHT: Sechster Podestplatz für Lewis in Austin Was für ein Rennen! Spannen...

Was für ein Rennen! Spannende Duelle beim Großen Preis der USA in Austin: Lewis als Dritter auf dem Podium, Valtteri belegt Platz fünf.

Was ist passiert?

- Nach dem verregneten Freitag und dem trockenen Samstag fand auch das Rennen am Sonntag bei trockenen Streckenverhältnissen statt.

- Lewis ging zum 81. Mal in seiner Karriere von der Pole Position ins Rennen, Valtteri startete von Startplatz drei aus der zweiten Reihe.

- Lewis verlor die Führung am Start gegen Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen, der im Gegensatz zu den beiden Silberpfeil-Fahrern (SuperSoft) auf den UltraSoft-Reifen ins Rennen ging.

- Valtteri stoppte in Runde 23 und wechselte auf die Soft-Reifen.

- In Runde 11 ging Lewis während eines VSC an die Box und wechselte auf die Soft-Reifen. Später übernahm er nach Räikkönens Stopp die Führung. Diese musste er nach seinem zweiten Stopp in Runde 37 wieder abgeben.

- Lewis versuchte in der Schlussphase alles, kam aber nicht mehr an Max Verstappen vorbei. Er beendete das Rennen auf Platz drei.

- Valtteri verlor in der Schlussphase einen Platz an den angreifenden Sebastian Vettel und überquerte die Ziellinie als Fünfter.

- Damit ist die Titelentscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft zumindest bis zum nächsten Wochenende in Mexiko vertagt.

- Für Lewis war es der sechste Podestplatz im siebten Rennen auf dem Circuit of the Americas und der siebte beim Großen Preis der USA. Damit zieht er in dieser Disziplin mit Rekordhalter Michael Schumacher gleich.

- Lewis (346 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft mit 70 Zählern Vorsprung auf Sebastian Vettel (276 Punkte) an, Valtteri (217 Punkte) liegt auf Rang vier - in dieser Saison sind noch 75 Punkte zu vergeben

- Mercedes (563 Punkte) führt die Konstrukteurs-Wertung mit 66 Zählern Vorsprung auf Ferrari (497 Punkte) an - in der Saison 2018 sind noch 129 Punkte zu vergeben

Was haben wir gelernt?

"Das Rennen ist nicht wie erhofft verlaufen, aber wir wussten von Anfang an, dass uns am Start mit Kimi auf den weicheren Reifen und einem starken Sprint den berghinauf eine Herausforderung erwarten würde," sagte der Technische Direktor James Allison.

"Allerdings glaubten wir, dass wir so oder so die Pace haben würden, um dem Rennen unseren Stempel aufzudrücken. Das ist heute leider nicht aufgegangen."

"Die absolute Pace des Autos blieb stark, aber wir haben unsere Reifen schneller als die anderen aufgebraucht. Dadurch kamen wir über die Renndistanz ins Hintertreffen. Das konnte man sowohl bei der Zwei-Stopp-Strategie von Lewis, bei der uns eine virtuelle Safety-Car-Phase geholfen hat, als auch bei der Ein-Stopp-Strategie von Valtteri erkennen."

"Beide Fahrer starteten gut in ihre Stints, fielen dann aber mit ihren abbauenden Reifen wieder ab. Normalerweise bekommen wir das Auto besser hin, aber nach dem verregneten Freitag gingen wir blind in die heutigen Probleme."

"Das hat sich im Rennen erbarmungslos gezeigt und zu diesem enttäuschenden Ergebnis geführt. Jetzt blicken wir auf das kommende Wochenende in Mexiko, wo wir fest entschlossen sind, eine bessere Performance als heute abzuliefern."

Was wir zu sagen hatten

"Zunächst möchte ich Kimi zu seinem Sieg gratulieren," sagte Toto. "Es ist lange her, seit wir ihn das letzte Mal ganz oben auf dem Podium gesehen haben und es war großartig für die Formel 1, dass er es geschafft hat."

"Wir haben heute fantastischen Rennsport und eine großartige Show für die amerikanischen Fans erlebt. Es gab viele Rad-an-Rad-Duelle, aber es war kein guter Tag für uns bei Mercedes."

"Die ganze Woche über haben uns die Leute stark und Ferrari schlecht geredet, als ob die Saison bereits entschieden sei. Aber das stimmt nicht mit der Realität der Formel 1 überein."

"Wir waren mit Blick auf Ferrari bei jedem Rennen in diesem Jahr wachsam und respektvoll und wir wussten, dass sie hierherkommen würden, um zurückzuschlagen - und das ist ihnen gelungen. Das war gegen einen Gegner von ihrer Stärke keine Überraschung."

"Auf unserer Seite drehte es sich im Rennen nicht unbedingt um die Strategie. Wir hatten nicht die nötige Balance beim Speed und dem Reifen-Management, die wir heute Nachmittag für den Sieg benötigt hätten. Als Lewis auf Platz zwei lag und es zur VSC-Phase kam, nutzten wir die Gelegenheit, eine andere Strategie zu wählen, um so nach dem Sieg zu greifen. Es wäre sehr schwierig geworden, das Rennen zu gewinnen, wenn wir es Kimi vor uns gleichgetan hätten."

"Es sah eine Weile ganz gut aus, aber wir wussten, dass wir dadurch in den Schlussrunden andere Autos überholen mussten - und das ist nicht aufgegangen."

"Lewis konnte die Lücke schließen, aber wir stellten ihn damit vor eine zu schwierige Aufgabe. Die Reifen hatten nicht mehr den Pace-Vorteil, den er in den Schlussrunden zum Überholen benötigt hätte - obwohl er es gegen Max trotzdem spektakulär versuchte."

"Bei Valtteri versuchten wir es mit einer Ein-Stopp-Strategie, aber auch hier hielten die Reifen nicht durch. Jetzt müssen wir unsere Lehren aus dem heutigen Tag ziehen, aus der Niederlage gestärkt hervorgehen und entschlossen nach Mexiko reisen, um dort unser Potenzial bei der Rennperformance besser auszuschöpfen. Kein einziges Teammitglied sieht etwas als selbstverständlich an."

"Das Rennen hat richtig Spaß gemacht," sagte Lewis. "Es war eng gegen Kimi und ich hatte auch kleine Zweikämpfe gegen ihn und Max. Es war ziemlich cool, dass Ferrari, Red Bull und wir um die Positionen gekämpft haben - das muss auch für die Zuschauer aufregend gewesen sein."

"Natürlich bin ich von unserer Performance etwas enttäuscht. Ich bin als Erster gestartet, aber als Dritter ins Ziel gekommen. Dennoch bin ich dankbar dafür, dass ich vor Seb gelandet bin."

"Ohne Freitagstraining kann man nicht am Setup arbeiten und das Optimum aus dem Auto herausholen. Alle saßen im gleichen Boot, aber ich glaube, dass Ferrari uns mit den Änderungen nähergekommen ist. Im Rennen fehlte uns die Pace auf den Geraden, aber ich habe alles gegeben."

"Ich habe wie verrückt gepusht und genau darum geht es im Rennsport. Ich hatte am Ende eine kleine Chance, aber ich musste Max viel Raum lassen, weil es besser ist, Dritter zu werden, als von jemandem rausgeworfen zu werden, der nicht im WM-Kampf steckt. Dieses Risiko wollte ich nicht eingehen."

"Wir sind heute auf Sieg gefahren, aber es hat nicht sollen sein. Jetzt geht es nach Mexiko. Das ist ein wundervoller Ort, aber ich hatte dort nicht immer die besten Ergebnisse. Entsprechend möchte ich dieses Rennen unbedingt gewinnen."

"Uns war schon vorher klar, dass es ein schwieriger Nachmittag werden würde," sagte Valtteri. "Ferrari sah gestern sehr schnell aus und es hingen jede Menge Fragezeichen über dem Rennen, da wir nur wenig im Trockenen fahren konnten. Dadurch war es sehr schwierig, Prognosen für das Setup und die Reifen abzugeben."

"Wir hatten nicht ganz die Pace, die wir uns gewünscht hatten, besonders auf den weichen Reifen. Wir hatten ein Ein-Stopp-Rennen geplant und das haben wir umgesetzt. Aber rückblickend war der zweite Stint ein bisschen zu lang."

"Meine Reifen bauten drei oder vier Runden bevor mich Sebastian überholt hat ab. Schließlich waren sie komplett am Ende. Deshalb konnte er in nur wenigen Runden so einen großen Vorsprung herausfahren. Aber wir konnten mit Lewis auch die Zwei-Stopp-Strategie nicht umsetzen."

"Alles in allem hat uns heute einfach die Pace gefehlt. Jetzt werden wir die üblichen Analysen durchführen, um zu verstehen, warum wir heute nicht schneller gewesen sind. Danach können wir in Mexiko hoffentlich gestärkt zurückschlagen. In dieser Saison stehen nur noch drei Rennen an und der Kampf ist noch lange nicht vorbei. Entsprechend werde ich alles geben, um die bestmöglichen Ergebnisse einzufahren."

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