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    EIGENE WORTE: Es fühlt sich nicht echt an - Lewis Lewis spricht über den hart...

Lewis spricht über den harten Titelkampf, einen bemerkenswerten fünften WM-Titel und wie er in Erinnerung behalten werden möchte...

'Es war ein schwieriges Jahr'

Er hat es geschafft: Lewis ist FIA Formel 1-Weltmeister 2018!

Es wird einige Zeit dauern, bis er das verarbeitet hat: "Im Moment fühlt es sich nicht echt an. Ich habe das Gefühl, dass ich jeden Moment aufwachen könnte."

"Es war ein schwieriges Jahr und ein großartiger Kampf, aber auch viel Arbeit."

"Ich habe hart gearbeitet, um sicherzustellen, dass ich genügend Energie habe, die richtige Balance in meinem Leben. All diese verschiedenen Aspekte haben mir dabei geholfen, bessere Leistungen zu bringen."

"Ich denke, dass letztes Jahr großartig gewesen ist und ich dachte mir: Wie kann ich die Messlatte noch höher legen, wie kann ich noch mehr aus mir herausholen?"

"Ehrlich gesagt, kenne ich die Formel nicht und es gibt auch kein Geheimrezept, aber irgendwie konnte ich diese Balance und diesen Fluss finden. Ich habe einige der besten Rennen in meiner Karriere gezeigt und ich denke, genau deshalb sitze ich jetzt hier."

'Noch gibt es die Konstrukteurs-WM zu gewinnen'

Während ein Titel im Kasten ist, ist ein weiterer noch offen: "Ich habe noch Arbeit vor mir", sagte Lewis. "Ich muss zurück in die Fabrik und alle antreiben, um in den nächsten Wochen herauszufinden, wie wir noch stärker zurückkommen und die nächsten Rennen gewinnen können."

"Es gibt noch die Konstrukteurs-WM zu gewinnen, die den Jungs in der Fabrik noch mehr bedeutet. Darauf konzentrieren wir uns jetzt."

Im Verlauf der Saison mussten wir etliche Hindernisse überwinden. "Selbst an Wochenenden, an denen wir nicht das Paket hatten und im Hintertreffen waren, konnten wir gewinnen, obwohl wir nicht die Schnellsten waren."

"Dafür muss man besondere Runden fahren, einige dieser ganz besonderen Momente im Auto und ich könnte diese Momente ständig durchleben."

"Einige dieser Erfahrungen im Auto waren richtig magisch. Ich glaubte immer daran, dass wir diesen Titel gewinnen konnten, aber es war einer der härtesten, den wir gemeinsam als Team geholt haben."

"Im Hintergrund wurde so viel Arbeit hineingesteckt. Die Jungs in der Box haben jedes Wochenende fehlerfrei gearbeitet, bei unseren Boxenstopps, bei unseren Entscheidungen im Hintergrund, der Strategie und dem Setup. Das war der Schlüssel."

"Ich habe das Gefühl, dass ich das Auto in Bereichen bewegen kann, die niemand anderes erreicht. Aber dafür muss es richtig stimmen und das bedeutet, dass man mit dem Team zusammenarbeiten muss, um ihr großartiges Potenzial zu entfalten, damit man sein eigenes Potenzial ausschöpfen kann."

'Wir haben riesigen Respekt voreinander'

Trotz all der Freude über seinen fünften Weltmeister-Titel in der Formel 1 vergisst Lewis seinen Teamkollegen Valtteri nicht.

"Er kam gerade zu mir und wir haben einen riesigen Respekt voreinander", sagte Lewis. "Ich sehe, wie hart er arbeitet, wie hart ich arbeite, wir machen keine Spielchen, um den anderen auf eine falsche Fährte zu locken. Wir arbeiten tatsächlich zusammen."

"Es gibt Zeiten, in denen ich etwas mit meinem Setup herausgefunden habe und ich habe es ihm gesagt und dann gibt es Zeiten, in denen ich offen mit ihm reden kann."

"Es ist die beste Partnerschaft mit Blick auf Respekt und Teamwork, die jemals zwischen zwei Fahrern in der Formel 1 existiert hat."

"In diesem Jahr gab es definitiv schwierige Zeiten, in denen er Rennen hätte gewinnen müssen."

"Er hatte einen starken Saisonstart und dann einige richtig schwierige Rennen. Ich denke da an Baku, das war ein heftiger Rückschlag für ihn."

"Er hätte diesen Sieg verdient gehabt und dann platzte sein Reifen. Ja, ich bin sehr dankbar, ihn als Teamkollegen zu haben und für seine Unterstützung, die er mir gegeben hat, um diesen unglaublichen Traum wahr zu machen. Vielen Dank an ihn."

'Ein Moment voller Stolz'

Jeder Sportler, der sich glücklich schätzen kann, in seiner Karriere mehr als einen Titel zu gewinnen, wird unweigerlich danach gefragt, welcher Titel für ihn am schönsten, emotionalsten oder besten war. Entsprechend wurde natürlich auch Lewis nach dem Rennen in Mexiko danach gefragt, welchen seiner fünf WM-Titel er als etwas ganz Besonderes einordnen würde?

"Der erste Titelgewinn in Brasilien, in der letzten Kurven, das war schon etwas ganz Besonderes", sagte Lewis.

"Sie haben alle unterschiedliche Dinge verlangt. Andere Vorgehensweisen, andere Agilität, andere Ansätze, sie waren alle einzigartig und ich sah mich anderen Dingen gegenüber."

"Ich würde sagen, dass dieser Titel mich am stolzesten macht. Es ist definitiv der stolzeste Moment, weil es ein Jahr war, in dem wir bei der Mehrzahl der Rennen nicht das schnellste Auto hatten."

"Und dennoch haben wir mehre Siege, mehr Pole Positions eingefahren, als ich mir hätte erhoffen können. Und ich liebe es, zu fahren. Es hat mir in diesem Jahr wirklich viel Spaß gemacht."

"Ich denke mir jedes Jahr, dass ich älter werde und meine Arbeit richtig genießen kann. Ich mache mir weniger Sorgen. Ich kann Dinge schneller gehen lassen und nach vorne blicken. Ich glaube, das liegt am Alter."

'Fangio steht über allen'

Nach dem Gewinn seines fünften Weltmeister-Titels gehört Lewis nun zu einem erlesenen Kreis an Fahrern, die mehr als fünf Weltmeisterschaften gewonnen haben. Unweigerlich fragen sich viele Fans und Journalisten, ob er vielleicht sogar der GOAT, der größte Fahrer aller Zeiten ist? Lewis selbst bleibt aber lieber bescheiden...

"Zunächst würde ich mich selbst niemals als den Besten bezeichnen. Natürlich kenne ich meine Fähigkeiten und wo ich stehe, aber mein Vater hat mir immer gesagt: Lass deine Ergebnisse auf der Strecke für dich sprechen. Und genau das mache ich."

"Jetzt kann ich einen weiteren Punkt auf meiner To-Do-Liste abhaken, der in jedem Jahr darauf steht. Und zwar immer ganz oben: WM-Titel gewinnen, alles dafür tun."

Mit Sieben WM-Titeln und 91 Siegen steht Rekordchampion Michael Schumacher immer noch an der Spitze der ewigen Bestenlisten.

"Michael liegt noch weit vor mir bei den Rennsiegen, also würde ich schon sagen, dass er noch der GOAT ist", sagte Lewis.

"Fangio steht über allem und wird es aus Fahrersicht auch immer. Was er in dieser Zeit geschafft hat, als es so gefährlich war, dafür kann man ihn gar nicht genug loben."

"Ich fühle mich sehr geehrt, dass mein Name neben seinem steht. Das ist sicher. Natürlich bin ich sehr stolz darauf, dass der Name Hamilton da oben steht."

'Ich möchte nicht, dass meine Zeit hier umsonst war'

Schon jetzt steht der Name Lewis Hamilton auf ewig in den Geschichtsbüchern der Formel 1. Aber wie sollen sich zukünftige Generationen an Lewis erinnern?

"Der Rennsport steht immer im Mittelpunkt von allem, was ich tue. Natürlich wird man sich immer als Rennfahrer an mich erinnern, aber dieser großartige Sport und diese großartige Gelegenheit, die ich habe, bietet mir die Grundlage und die Chance gegeben, andere Dinge zu tun."

"Ich wollte schon immer einen positiven Einfluss haben. Ich möchte nicht nur nehmen. Ich möchte die Zukunft auch positiv beeinflussen."

"Wenn man sich also an mich erinnert, dann soll es darum gehen, wie ich Kindern geholfen habe, durch die Schule zu kommen, schwierige Zeiten zu überstehen."

"Egal, ob es darum geht, eine Schule zu bauen, zur Ausbildung zu ermuntern oder einfach nur Leuten dabei zu helfen, schwierige Zeiten zu bewältigen."

"Es ist schwierig, in Worte zu fassen, aber natürlich möchte ich nicht, dass meine Zeit auf Erden nichts bedeutet."

"Ich bin mir sicher, dass wir alle so fühlen. Man möchte immer wissen, dass man seine Zeit gut verbracht hat und sie nicht verwendet hat. Das ist mein Ziel."

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