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    EIGENE WORTE: Es gibt kein Allheilmittel - Toto Der Chef fasst ein Wochenen...

Der Chef fasst ein Wochenende zusammen, an dem der intensive Titelkampf so deutlich wie nie wurde...

'Wir können die Defizite sehen'

Das Team kehrt fest entschlossen aus der Sommerpause zurück, um als Sieger aus dem Duell mit Ferrari hervorzugehen. Aber bei der Zieldurchfahrt am Sonntag überquerte ein rotes Auto die Ziellinie als Erster. Es liegt also noch viel Arbeit vor dem Team...

"Zunächst einmal müssen wir uns an einem Tag wie heute selbst hinterfragen und sehen, wo wir uns verbessern können", sagte Toto. "Wenn ich mir das heutige Rennen ansehe, erkenne ich viele Defizite. Wir sind ein starkes Team, aber es gibt offensichtliche Defizite, die uns daran gehindert haben, die erwartete Leistung zu zeigen. Insofern geht es nicht darum, dass jemand besser als wir war, sondern dass wir verstehen müssen, warum wir uns unter Wert geschlagen haben."

"Man kann die Defizite sehen. Es sind die langsamen Kurven und die Traktion. Das würde ich im Moment als unsere größten Schwächen beschreiben. Heute waren wir im Vergleich zu den Ferrari, Red Bull und Force India eindeutig das Team, das die Reifen am meisten überhitzt hat."

"Sie (Ferrari) haben einen Leistungsvorteil. Das haben wir gestern im Qualifying gesehen. Man erkennt es auf verschiedenen Teilen der Geraden, selbst wenn sie nicht schlechter herauskommen als wir, zieht ihr Motor weiter."

"Wenn man das zu unserer Schwäche in Kurve 1 hinzurechnet, kommt es zum Doppelschlag. Wenn du keine sehr gute Traktion hast und dir Leistung fehlt, dann passiert etwas wie auf Runde eins."

'Es wird Strecken geben, auf denen wir der Herausforderer sind'

Spa war schon 2017 eine der härteren Strecken für das Team. War es also vielleicht nur eine Ausnahme? Und wie sieht es bei den verbleibenden Strecken im Kalender aus?

"Die letzte Strecke, auf der wir die Schnellsten bei der reinen Pace waren, war Silverstone", fuhr Toto fort. "Wir waren richtig gut in Frankreich und in Österreich und seitdem war Ferrari schneller. Budapest war keine Überraschung und Spa war für uns schon immer knifflig."

"Ich bin sehr gespannt darauf, wie es in Monza aussehen wird. Im vergangenen Jahr hatten wir dort das gesamte Wochenende über alles weitestgehend unter Kontrolle und Ferrari hatte mit Blick auf die Performance das schlechteste Wochenende der Saison."

"Es wird einige Strecken geben, die uns liegen oder besser gesagt mehr liegen sollten. Und dann wird es Strecken geben, auf denen wir der Herausforderer sind, wie in Singapur und vielleicht auch in Mexiko. Trotzdem stehen noch acht Rennen an, es sind noch viele Punkte zu vergeben und jetzt ist es an der Zeit, Leistung zu zeigen und einige Fragen zu beantworten."

'P4 war das Maximum'

Nachdem Valtteri in Folge einer neuen Power Unit-Komponente ans Ende des Feldes versetzt wurde, kämpfte er sich im Rennen bis auf Platz vier zurück. Diese hart erarbeitete Aufholjagd machte Valtteri für viele Zuschauer zum Fahrer des Rennens.

"Es war eine sehr gute Leistung", sagte Toto. "Natürlich hat ihm der gebrochene Flügel am Anfang nicht geholfen, aber man konnte sehen, wie schwierig das Überholen ist. In einer Phase rund um Runde 10 oder so war es richtig schwierig, sich den Weg durch das Feld zu bahnen und das gegen Autos, die zwei Sekunden langsamer waren."

"Wir haben den anderen Reifen aufgezogen, der nicht neu war, und er konnte gegen Ende die schnellste Rennrunde fahren und auf P4 vorkommen. Das war das Maximum, das ohne ein Safety Car zur Rennmitte heute drin war. Deshalb bin ich mit seiner Leistung zufrieden."

"Wir sind es den beiden und der F1 schuldig, nicht einzugreifen"

Für den Finnen war es ein weiteres hartes Wochenende, obwohl es nicht an ihm gelegen hat. Jetzt liegt er 87 Punkte hinter seinem Teamkollegen. Zeit, um eine Teamorder zu Gunsten von Lewis auszusprechen? Toto sieht das anders...

"Ich hasse das", sagte er, als er gefragt wurde, ob die Zeit dafür gekommen sei. "Es widerspricht komplett meinem Rennfahrerinstinkt. Wir versuchen, unsere beiden Fahrer sehr neutral zu behandeln."

"Wir haben es noch nicht gemacht und wir haben noch nicht darüber gesprochen. Warten wir Monza ab und dann werden wir die Frage angehen, ob wir uns mit aller Kraft hinter einen Fahrer stellen müssen. Wir sind es beiden und der F1 schuldig, nicht ins Renngeschehen einzugreifen."

'Es gibt kein Allheilmittel'

Während der Titelkampf von Rennen zu Rennen härter wird, steigt auch der Druck, jedes bisschen Performance aus dem Paket herauszuholen. Jetzt kommt es drauf an - am Steuer, in der Box und in der Teamzentrale.

"Ich denke, dass wir an diesem Wochenende einen ordentlichen Schritt gemacht haben und ich bin zufrieden damit, was wir auf der Strecke gesehen haben", fasste Toto zusammen. "Jetzt müssen wir das Paket optimieren, es kalibrieren. Deshalb erwarte ich, dass wir weiter Performance zulegen werden. Monza sollte ein weiteres gutes Upgrade sein."

"Es gibt kein Allheilmittel. Wir werden keine Performance finden, die das Auto oder den Motor plötzlich drei Zehntel schneller macht, sodass wir in den Sonnenuntergang enteilen können. Es ist ein Performance-Rennen und das wird den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage in der WM ausmachen."

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