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    EIGENE WORTE: Fans befragen Toto zur F1-Saison 2018 Am Tag unserer Präsentation...

Am Tag unserer Präsentation konfrontierten wir den Chef mit einer Reihe an fantastischen Fragen. Wie immer gab er einige faszinierende Antworten…

Frage: Hi Toto. Wie führst Du ein Team, das vier Jahre in Folge die Weltmeisterschaften gewonnen hat? (Leopoldo Bala, Facebook)

Toto Wolff: "Nun ja, es ist einfacher, ein Team zu führen, das vier Mal in Folge gewonnen hat, als einen Underdog. Es gibt verschiedene Herausforderungen. Man muss sich die richtigen Ziele setzen, motiviert und engagiert dabei sein. Weil wir so ziemlich genau die Messlatte vorgegeben haben, ist es vielleicht etwas schwieriger, uns zu strecken, als das bei einem Team der Fall ist, das sich nach oben orientiert."

Frage: Du wurdest dahingehend zitiert, dass Du "den Halo gerne mit einer Kettensäge absägen" würdest. Ist da das letzte Wort schon gesprochen? Oder kann eine Fanpetition oder die Teams diesen Schandfleck noch abwenden? (Rishca Abrahams, Twitter)

TW: "Nein, ich denke, es bleibt leider ziemlich genau so, wie es aktuell ist. Fest steht, dass wir einen Schutz für den Kopf des Fahrers brauchen. Daran führt kein Weg vorbei. Wir haben in der Vergangenheit schreckliche Unfälle gesehen, als umherfliegende Gegenstände die Fahrer am Kopf getroffen haben. Ich denke nur, dass die Ästhetik des Halo für die Formel 1 falsch ist. Das müssen wir uns zusammen mit der FIA und dem kommerziellen Rechteinhaber genauer ansehen, um vielleicht eine Lösung zu finden, die ästhetisch besser ist, den Fahrer aber weiterhin vor herumfliegenden Teilen schützt."

"Wir alle wollen nur das Beste für die Formel 1 und ich glaube, wenn man es sich ansieht, ist glasklar, dass es nicht perfekt ist. Vielleicht gewöhnen wir uns alle daran und in einer Weile sprechen wir gar nicht mehr darüber. Warten wir ab, wie es läuft. Wie ich schon gesagt habe, am wichtigsten ist es, den Kopf des Fahrers zu schützen."

Frage: Wird der W09 wieder eine "Diva" wie der W08 oder wird das Auto in diesem Jahr einfacher? (Martin Bashforth, Facebook)

TW: "Wenn ich mich zwischen einer Diva und einer langweiligen Dame entscheiden müsste, würde ich die Diva wählen. Sie (der W08) war ziemlich schnell. Sie war das schnellste Auto des letzten Jahres und fuhr die meisten Pole Positions und Siege ein. Manchmal war der Umgang mit ihr aber sehr schwierig. Wir versuchen, diese Charakterzüge der Diva zu behalten. Wir wollen sie nicht einbremsen, aber die Ecken und Kanten etwas glätten. Du möchtest die grundlegenden Gene deines Autos nicht verlieren. Wir müssen nur verstehen, warum sich das Auto auf einigen Strecken nicht so verhalten hat, wie wir es wollten."

Frage: Du warst ein Racer, bevor Du auf die Business- und Management-Seite gewechselt bist. Hilft Dir diese Erfahrung als Teamchef? (Irin Joy, Facebook)

TW: "Es hilft und dann auch wieder nicht. Es hilft, weil ich verstehe, was sich in einem Rennauto abspielt und wie das Unternehmen aussehen muss, um Leistung zu bringen. Auf der anderen Seite habe ich nie das erlebt, was ein Formel 1-Fahrer durchmacht. Ich bin nie ein Formel 1-Auto gefahren und habe nicht die Fähigkeiten, um ein F1-Auto zu fahren. Dessen muss man sich sehr bewusst sein. Denn du willst dich nicht zu sehr einmischen."

Frage: Hättest Du Niki Lauda als Fahrer unter Vertrag genommen, wenn Du in den 70ern Teamchef gewesen wärst? (Yoel Aranguren, Facebook)

TW: "Absolut. Er war in seiner Zeit herausragend. Er ist sehr engagiert und ambitioniert, absolut unkompliziert und immer geradeheraus. Du weißt immer, was in seinem Kopf vorgeht. Es gibt keinen Filter zwischen seinen Gedanken und dem, was er sagt. Das ist richtig gut. Ich hätte ihn ganz sicher sehr gerne unter Vertrag nehmen wollen."

Frage: Erleben wir 2018 einen glücklichen oder einen verärgerten Toto? (Gemma Worthington, YouTube)

TW: "Es braucht beides. Ich bin stets skeptisch über unser eigenes Performance-Niveau, das macht meine Tage nicht besser. Gleichzeitig macht es mir viel Spaß, wenn wir einen guten Tag haben und konkurrenzfähig sind. Es ist also beides. Wenn du einfach weitermachst, ist es sehr schwierig, den Moment zu verstehen und zu genießen. Andererseits schmerzen Niederlage viel länger."

"Die glücklichen Momente sind genau genommen eine sehr kurze Momentaufnahme. Du genießt den Sonntagabend, wenn es gut gelaufen ist. Dann hast du auf dem Heimflug vielleicht ein wenig Zeit, um zu denken: "Das war ein guter Tag." Aber am Montagmorgen geht es schon wieder weiter mit dem Debriefing. Jeder blickt nach vorne auf das nächste Rennen und du hast den Moment vergessen."

Frage: Hat Valtteri in dieser Saison eine echte Chance gegen Lewis? (JP, YouTube)

TW: "Er ist sehr motiviert. Er hat seine Lehren gezogen, sich die Daten angesehen und sie über den Winter studiert. Er weiß, dass er die Reifen viel besser als im letzten Jahr verstehen muss. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sein erstes Jahr in einem Mercedes war und er gegen den besten F1-Fahrer der Gegenwart angetreten ist. Ich erwarte, dass er sich sehr steigern wird. Wir unterhalten uns, aber wir wissen ja, dass Finnen nicht allzu viel reden."

Frage: Die Erfolge müssen großartig sein, aber wünschst Du Dir insgeheim vielleicht doch etwas mehr Konkurrenz durch die anderen Teams? (Neven Milev, Facebook)

TW: "Wir treten alle im Motorsport an, weil wir den Wettkampf mögen und wir gerne hart gegeneinander kämpfen. Wir machen uns die schwierigen Tage zu eigen, weil sie dafür sorgen, dass wir die guten umso mehr genießen können. Sie treiben uns an die Grenzen, sie sorgen dafür, dass wir bessere Leistungen bringen und sie sind ein notwendiger Teil des Rennsports. Gleichzeitig versuchen wir hier ständig, das Unternehmen und das Auto zu optimieren, um uns zu verbessern, ein besseres Produkt und bessere Ergebnisse abzuliefern."

"Wir hoffen nur, dass der Kampf auf der Strecke stattfindet. Im Herzen sind wir echte Racer. Wenn du die Weltmeisterschaft und alle Rennen überlegen gewinnst, leidet die Formel 1 darunter. Auch die Motivation innerhalb des Teams leidet darunter. Es ist nicht gut für unsere Marke, weil die Fans und wir alle nicht ständig die gleichen Sieger sehen möchten. Deshalb bin ich diesbezüglich gespalten."

Frage: Das Team verwendet den Hashtag #DrivenByEachOther. Was steckt dahinter? (Sundar Sreenivasan, Twitter)

TW: "#DrivenByEachOther bedeutet, dass es nicht nur um einen Einzelnen geht. Es geht nicht um die Fahrer, mich, James (Allison) oder Andy (Cowell). Wir sind eine Gruppe, die sich auf einer gemeinsamen Reise befindet und die ohne die anderen keine Leistung erbringen könnte. Wir brauchen uns alle gegenseitig. Es gibt einige, die nach außen hin sichtbarer sind, aber es gibt so viele verborgene Champions, die einen wesentlichen Anteil an der Performance des Teams haben. Deshalb geht es um uns alle und um unser aller Arbeit, die in diesen Autos steckt."

16:20

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