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    EIGENE WORTE: Harte Entscheidung, aber einer muss sie treffen - Toto Toto bespricht die großen G...

Toto bespricht die großen Gesprächsthemen des Großen Preises von Russland...

'Vernünftig betrachtet, die richtige Entscheidung'

Nachdem wir Lewis vor seinem Boxenstopp eine Runde zu lange draußen gelassen hatten, fanden wir uns in einer kniffligen Situation wieder, die dafür gesorgt hat, dass er hinter Sebastian herausgekommen ist.

"Das Rennen ist anders verlaufen, als wir es erwartet hatten", gab Toto zu. "Wir haben am Vormittag viel Zeit damit verbracht, verschiedene Szenarien durchzugehen. Was tatsächlich eingetreten ist, war der gegenseitige Windschatten, aber dann haben wir uns bei den Boxenstopps verhaspelt."

"Es war richtig, Valtteri zuerst hereinzuholen. Das sicherte seine Position, aber wir waren bei Lewis eine Runde zu spät dran."

"Das nehme ich auf meine Kappe, weil ich James (Vowles) angesprochen habe, als er die Entscheidung hätte treffen müssen. Deshalb kam er eine Runde zu spät herein und verlor einen Platz."

"Lewis musste hart kämpfen, um Sebastian zu überholen. Das war ein fantastisches Manöver, aber es führte zu Blasen an seinen Reifen und dann befanden wir uns in einer Situation, in der Valtteri vor ihm fuhr und auf die Reifen achtete."

"Lewis lag mit Blasenbildung an seinen Hinterreifen dahinter und Sebastian kam von hinten. Zu diesem Zeitpunkt gab es zwei Möglichkeiten. Der Idealfall war, dass es so blieb und Lewis hinter Valtteri Zweiter wird."

"Der schlimmste Fall war, dass die Reifen von Lewis nicht bis zum Ende halten würden und er von Sebastian überholt worden wäre, weil er auf seine Reifen achten musste."

"Deshalb entschieden wir uns, Valtteri zwischen den beiden zu platzieren. Vernünftig betrachtet, war das die richtige Entscheidung, aber unser Sportlerherz sagt uns, dass es das nicht war."

'Jemand muss es machen'

Als Racer war es eine schwierige Entscheidung. Aber wie Toto sagt, wenn es um WM-Titel geht, muss jemand die Entscheidung treffen.

"Ich habe die ganze Stunde darüber nachgedacht, genauso wie ich es in Budapest getan habe", erklärte er. "In Budapest haben wir gesagt: Wenn wir an Räikkönen nicht vorbeikommen, drehen wir es wieder um."

"Ich wollte zu meinem Wort stehen. Selbst wenn es uns die Position gekostet hätte. Aber das war Budapest, zur Saisonmitte und jetzt sind wir in Sotschi zum Saisonende."

"Ich habe die ganze Zeit darüber nachgedacht, aber man muss an die WM denken. Und wenn am Ende fünf oder drei Punkte fehlen, bist du der größte Idiot auf dem Planeten, weil du das Ergebnis von Valtteri bei einem Rennen über die Weltmeisterschaft gestellt hast."

"Es geht um sieben Punkte hin oder her und so schwer eine solche Entscheidung auch ist, jemand muss sie treffen. Jemand muss der Böse sein und in diesem Fall bin ich das."

"Du musst die Situation abschätzen. Willst du am Sonntagnachmittag aus vielen richtigen Gründen der Böse sein oder willst du am Ende der Saison in Abu Dhabi der Idiot sein?"

"Ich bin lieber heute der Böse als am Ende des Jahres der Idiot."

'Es fühlt sich nicht richtig an'

Die vernünftige Entscheidung mag sich nicht immer richtig anfühlen, aber in einer schwierigen Situation zeigte Valtteri, dass er eine seltene Qualität besitzt und ein unglaublicher Teamkollege ist.

"Er ist ein intelligenter Kerl und versteht, wie die Dynamik im Team funktioniert und was wir am Vormittag besprochen haben", sagte Toto. "Wenn er in der Situation von Lewis gewesen wäre, würde er dann erwarten, dass das Team für ihn arbeitet?"

"Die Antwort ist ganz klar ja. Diese Antwort gebietet die Vernunft. Das versteht er, aber in seinem Herzen, in meinem, dem von Lewis und den Herzen von uns allen, fühlt es sich einfach nicht richtig an, dass er heute nicht gewonnen hat, denn er war in Führung."

"Wir haben lange darüber diskutiert, das machen wir jeden Tag, um zu versuchen, innerhalb des Teams so transparent wie möglich zu sein, selbst wenn es unbequeme Wahrheiten sind. Wir besprechen es und sagen: Wie wollen wir damit umgehen?"

"Damit sind wir in den vergangenen sechs Jahren gut gefahren. Wir hatten eine richtig schwierige Zeit mit Nico und Lewis und es gibt schwierige Momente wie heute, aber dann triffst du die Entscheidung und musst dazu stehen."

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