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    EIGENE WORTE: Lewis blickt auf seine größten Mercedes-Momente zurück Der viermalige Formel 1-Wel...

Der viermalige Formel 1-Weltmeister Lewis Hamilton nimmt uns auf eine bemerkenswerte Reise in die Vergangenheit mit. Erlebt gemeinsam mit ihm noch einmal seine größten und besten Mercedes-Momente bis heute.

Es ist kaum zu glauben, dass 2018 bereits die zwölfte Formel 1-Saison von Lewis und die sechste mit dem Team aus Brackley ist. Die Zeit scheint tatsächlich wie im Fluge zu vergehen, wenn man in der Königsklasse des Motorsports in aller Welt gegen die Besten antritt.

Der Brite stieß 2013 zu Mercedes. Damals enthüllte das Team seinen W04 an einem kalten Tag Anfang Februar im südspanischen Jerez. Es war ein Meilenstein für Lewis, der nicht nur zum ersten Mal Als Fahrer bei der Präsentation eines Mercedes dabei war, sondern auch ein neues Kapitel in seiner Karriere aufschlug.

"Ich war schon ewig bei McLaren und es war ein richtig großer Schritt für mich", sagt er zu seinen Beweggründen für den Wechsel zu Mercedes. "Viele Leute sind zu mir hergekommen und haben gesagt: "Bleib bei McLaren." Ich musste mich wirklich zusammenreißen und sagen: "Ich lasse meine Entscheidung von niemandem beeinflussen." Ich musste selbst die Vor- und Nachteile herausfinden, um meine eigene Entscheidung zu treffen."

"Zu dieser Zeit war Mercedes das fünftbeste Team. Aber ich hatte keine Angst, zu versagen, weil Mercedes keine Niederlagen kennt. Sie hatten jahrelang Erfolge und sie sind eine Traditionsmarke. Ich wusste, dass wir irgendwann dahinkommen würden und ich dachte mir, dass es cool sein würde, ein Teil des Ganzen zu sein. Ich hätte bei McLaren bleiben können. Aber als Underdog von hinten anzugreifen und etwas mitaufzubauen, als eine Familie zusammenzuwachsen, ist eine ganz andere Dynamik und Herausforderung."

Während die Saison 2013 nicht auf Anhieb Erfolge einbrachte, stieg Lewis beim Großen Preis von Ungarn zum ersten Mal gemeinsam mit dem Team auf die oberste Podeststufe. Es war ein Jahr des Umbruchs und es dauerte eine Weile, bis er sich an die Arbeitsweise von Mercedes gewöhnt hatte. "Ich hatte ein neues Auto und ein neues Team, jeder arbeitet anders", erklärt Lewis. "Die Kommunikation ist entscheidend, es dauert einfach, bis man neue Beziehungen aufgebaut hat."

"Die größte Aufgabe in diesem Jahr war es, mich an neue Technologien zu gewöhnen. Das Auto fühlte sich großartig an, aber es passte nicht ganz zu meinem Fahrstil. Ich musste mich stark anpassen. Ich bin recht unverblümt und geradeheraus. Ich kam hierher und sagte: "Schaut, ich werde nicht sagen, dass alles wunderbar ist. Ich werde euch immer sagen, wie es ist, und so werden wir gewinnen. Und umgekehrt genauso. Versucht mich nicht in Watte zu verpacken - sagt es mir geradeheraus." So machen wir es. Es war ein klasse Übergangsjahr und danach kam eine super erfolgreiche Saison."

Diese super erfolgreiche Saison brachte Lewis 2014 seinen zweiten Fahrer-Weltmeistertitel ein. "Es hat lange gedauert", sagt er rückblickend auf seinen Titelgewinn in Abu Dhabi. "Aber ich hatte das Vertrauen, ebenso wie meine Fans. Es war großartig."

"Ich hatte nie damit gerechnet, dass es so schnell gelingen würde. Ich dachte mir: "Okay, es ist ein Langzeitprojekt." Ich denke eher langfristig. Es war ein großes Risiko, aber wenn man den einfachen Weg einschlägt, ist das Leben langweilig. Es war aufregend, so viel steht fest."

'Es macht dich so stolz, das Menschenmeer zu sehen und die viele positive Energie, die von ihnen ausgeht.'

Lewis Hamilton

Die Erfolge setzten sich 2015 fort und Mercedes blieb weiterhin die erste Kraft. Einer der herausragenden Momente der Saison war der dritte Heimsieg von Lewis in Silverstone - sein zweiter in Folge. "Es ist verrückt", sagt er über diese ganz besondere Erinnerung. "Man realisiert es gar nicht, man steckt so in dem Moment. Es macht dich so stolz, das Menschenmeer zu sehen und die viele positive Energie, die von ihnen ausgeht."

"Als ich aufwuchs, hoffte ich, dass ich eines Tages beim Großen Preis von Großbritannien mitfahren würde. Egal wie oft du ihn schon gewonnen hast, du willst immer weiter Ergebnisse einfahren. Du weißt, dass die Fans hier sind, in guten wie in schlechten Zeiten. Die meisten davon haben mich auf meinem Weg begleitet. Sie haben die Niederlagen und Siege, die Aufs und Abs miterlebt, sie haben mit mir Tränen vergossen und die Glücksgefühle geteilt. Das ist sehr cool."

Nach seinem dritten Fahrer-Titel belegte er 2016 nach einem harten Kampf gegen seinen Teamkollegen Nico Rosberg WM-Platz zwei. Aber während der Titel ihm verwehrt blieb, gewann er den prestigeträchtigen Monaco Grand Prix - und das mit Stil.

"Abtrocknende Bedingungen zählen zu meinen liebsten", erinnert er sich. "Es gibt viele von uns, die bei einem Trockenrennen einen Start-/Zielsieg einfahren können. Aber wenn du all diesen verschiedenen kniffligen Szenarien gegenüberstehst, musst du dich nicht nur auf dein Team verlassen, sondern auch die Stopps und bestimmte Entscheidungen hinbekommen... das war ein richtig gut geführtes Rennen. Natürlich lief es nicht so gut für Daniel (Ricciardo), aber er hat mich stark unter Druck gesetzt. Schlussendlich waren wir auf unterschiedlichen Reifen und es war hart, ihn hinter mir zu halten. Darauf kommt es wirklich an."

Mercedes blieb 2017 trotz großer Regeländerungen an der Spitze des Feldes. Das Team musste sich allerdings der scharfen Konkurrenz von Ferrari stellen. Beim Großen Preis von Spanien duellierten sich die beiden Titelaspiranten von Angesicht zu Angesicht. Es war ein Kampf, auf den sich Lewis schon seit dem Beginn des Jahres gefreut hatte.

"Alle Rennfahrer - Sportler und Sportlerinnen - müssen von ganzem Herzen daran glauben, dass sie die Besten sind", sagt Lewis. "Es sollte keine Fragen geben, keine Zweifel in deinem Kopf. So ist es bei allen Top-Athleten. Bei mir ist es so: 'Setzt mich mit jedem anderen Fahrer in jedes beliebige Auto und ich weiß, dass ich es in mir habe. Kopf runter und daran arbeiten - dann kann ich gewinnen'."

"Ich konnte es nicht erwarten, mit Sebastian (Vettel) auf die Strecke zu gehen. Es waren Jahre vergangen, seit wir die Chance hatten, wirklich gegeneinander zu fahren. Er hatte ein schnelles Auto und wir hatten ein paar tolle Rennen. Es ist großartig, Jagd auf einen Ferrari zu machen. Ich denke, dass es dieses Jahr eng werden wird. Ich hoffe, dass es so eng zugeht, dass es wirklich auf diese kleinen Details ankommt. Diese halbe Zehntel hier und eine halbe Zehntel dort, um Geschwindigkeit beim Kurvenscheitelpunkt, um Fokus und darum, keine Fehler zu machen. Das macht den Unterschied."

Lewis ging zum Ende des Rennens als Sieger aus dem Kampf gegen Sebastian hervor. Damit sorgte er für eine auf den Tisch hauende, freudige Reaktion von Teamchef Toto Wolff, die - glücklicherweise - von der Kamera eingefangen wurde. Wie ist Lewis' Beziehung zu Toto?  

'Toto und ich haben eine wirklich besondere Beziehung zueinander. Es lief nicht immer perfekt, aber innerhalb des Teams war er ein Visionär.'

Lewis Hamilton

"Er hat solch einen großen Einfluss auf mich und das Team", verrät er. "Toto und ich haben eine wirklich besondere Beziehung zueinander. Es lief nicht immer perfekt, aber innerhalb des Teams war er ein Visionär."

"Wir hatten ein paar Aufs und Abs, aber man kann sehen, wie viel Leidenschaft in ihm steckt. Toto ist meist sehr entspannt, aber er hat so viel Feuer in sich, und das brauchst du bei deinem Chef. Er ist auch einige Rennen gefahren und kann etwas einschätzen, unter welchem Druck wir stehen. Und auf der geschäftlichen und politischen Seite ist er erstklassig." 

Im späteren Verlauf der Saison erlebte die F1 auf dem Marina Bay Street Circuit eines der spannendsten Rennen der letzten Jahre. Lewis ging zur Überraschung aller als Sieger daraus hervor: "Das war verrückt. Ich hatte die Führung in der Weltmeisterschaft übernommen, bevor wir dort ankamen. Wir wussten, dass dort unsere Achillesferse sein würde. Wir wussten, dass wir wie in den vorangegangenen Jahren in Schwierigkeiten geraten würden - aber es war ein neues Auto, also würde es vielleicht weniger ein Problem werden."

"Es stellte sich heraus, dass wir nicht schnell genug waren. Ich bin also Fünfter und weiß, dass das Überholen auf dieser Strecke schwierig ist. Vielleicht könnte ich über die Strategie nach vorne kommen. Ich erinnere mich aber noch, wie ich ins Büro ging und sagte: 'Jungs, wir brauchen Regen'. Beim Rennen in Singapur regnet es nie - doch plötzlich tat es das. Ich erwischte einen großartigen Start und war überzeugt, dass ich auf Senna-Art jeden in der ersten Runde überholen würde. Ich wusste genau, wo ich das Auto platzieren muss, welche Linien ich überall wählen würde und dass ich ein bisschen weiter gehen muss als die anderen. Wir hatten ein paar starke Fahrer vor uns, also würde es so vielleicht auch nicht klappen. Aber das war der verrückte Gedankenprozess, den ich hatte." 

Zum Schluss holten Lewis und Mercedes 2017 natürlich ihre vierte Weltmeisterschaft. Lewis wird sich ewig an die Feierlichkeiten und Emotionen mit dem Team nach dem Rennen in Mexiko erinnern: "All diese Jungs, die das ganze Jahr lang wie verrückt gearbeitet haben, um uns alles zu geben, das Auto vorzubereiten und sicherzustellen, dass in der Box und auch in der Hospitality alles funktioniert - das ist eine gut geölte Maschine und jeder Einzelne ist dabei entscheidend." 

"Ich hatte bislang eine großartige Reise mit ihnen. In ihren Gesichtern die Freude und das Lächeln zu sehen, ist eine Erfahrung, an die ich mich noch erinnern werde, wenn ich 80 Jahre alt bin."

Und wie sehen Lewis' Ziele für 2018 aus? "Ich muss den fünften Titel holen. Das ist nur Fangio und Michael gelungen. Nach meiner ersten Weltmeisterschaft und den darauffolgenden schwierigen Jahren muss man einfach dankbar sein, denn die meisten Leute haben noch nicht mal einen Titel."

"Jetzt habe ich vier - aber höre ich auf? Verdammt noch mal, nein! Ich mache weiter. Diese fünf gemeinsamen Jahre waren wie ein Traum. Glaube ich daran, dass wir noch mehr schaffen können? Ja. Ich muss mich noch mehr reinhängen als in der Vergangenheit, weil es enger werden wird. Alles muss noch besser werden."

"Ich schöpfe Kraft aus der Energie meines Teams und ich denke, dass sie das andersherum auch tun. Also glaube ich fest daran, dass wir diesen Weg gemeinsam beschreiten können."

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