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    EIGENE WORTE: Lewis und Valtteri nach Baku Lewis und Valtteri blicken ...

Lewis und Valtteri blicken auf einen Sonntag voller gemischter Emotionen in Aserbaidschan zurück...

'Niemals aufgeben'

Lewis hatte Sebastian Vettel das gesamte Rennen über im Blick und schlug dann zu, als der Ferrari-Fahrer einen Fehler machte. Danach nutzte er den Ausfall von Valtteri in Folge eines Reifenschadens aus.

"Es war ein demütiges Gefühl, weil ich mir gestern (am Samstag) gesagt hatte: Vielleicht hast du beim dritten Mal Glück und dann kam es auch so", sagte der Brite.

"Es gab Zeitpunkte im Rennen, zu denen ich das Gefühl hatte, dass ich vielleicht eine Siegchance haben könnte und dann verbremste ich mich und dachte mir, dass es nun vorbei wäre."

"Aber ich sagte mir immer wieder: Gib weiter alles, nicht aufgeben, vielleicht passiert etwas - und so war es. Als ich klein war, hat mir mein Vater immer gesagt, dass ich niemals aufgeben sollte. Das war heute der Beweis dafür."

"Das Rennen war wie eine Lotterie und ich hatte das Glück auf meiner Seite. Aber als ich auf dem Podium gestanden habe, dachte ich mir, dass eigentlich Valtteri hier stehen sollte. Denn er hatte den Sieg verdient."

"Ich fuhr dennoch gut und bin sehr dankbar für den Sieg. Aber die Performance schien nicht auf dem Niveau zu sein, zu dem ich im Stande bin. Diese Lehre nehme ich mit aus Baku und werde versuchen, beim nächsten Rennen gestärkt zurückzukommen, denn wir müssen uns weiter verbessern."

'10 halbe Maß und alles ist gut'

Valtteris Rennen verlief zunächst recht unauffällig, aber der Finne fuhr einen beeindruckend langen Stint auf den superweichen Reifen und brachte sich so in Stellung. Es war die perfekte Position, um die späte Safety Car-Phase auszunutzen.

Er ging als Führender in den Re-Start, überstand den späten Angriff von Sebastian Vettel und fuhr einen kleinen Vorsprung auf Lewis hinter sich heraus. Und dann ereilte ihn in Runde 49 ein Reifenschaden hinten rechts, der zu seinem Ausfall führte.

"Das zeigt, dass das Rennen erst vorbei ist, wenn die Flagge gefallen ist", gab er zu. "Es ist schwierig und war einfach Pech."

"10 halbe Maß und alles ist wieder gut. Ich werde das überstehen, das gelingt mir immer in schwierigen Zeiten. Das gehört zum Rennsport dazu, aber im Moment scherzt es nun einmal sehr."

"Bis dahin war es ein richtig gutes Rennen. Die Pace am Ende des ersten Stints war gut und wir konnten richtig lange draußen bleiben."

"Beim Safety Car Re-Start fühlte es sich so an, als ob ich alles unter Kontrolle hatte. Das Auto fühlte sich richtig gut an und ich konnte sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren. Dann ist es passiert."

"Es war herzzerreißend, den Sieg so zu verlieren tut sehr weh. Aber was soll ich machen?"

'Es war eines der härtesten Rennen'

Baku wurde seinem Ruf als "Stadt der Winde" gerecht. Für Lewis war das einer der Gründe dafür, warum es eines der schwierigsten Rennen war, an die er sich erinnern kann.

"Ferrari schien die Reifen im ersten Stint besser aufwärmen zu können", sagte er. "Sebastian fuhr einen Vorsprung von 2,8 Sekunden heraus."

"Danach funktionierte das Auto auf einmal etwas besser und ich begann, ihn einzuholen. Ich kam bis auf 2,2 Sekunden an ihn heran. Es sah gut aus und ich dachte mir: Wenn es so weitergeht, kann ich ihn schnappen."

"Danach verbremste ich mich und war komplett verblüfft, was passiert ist. Normalerweise würde man mir von oben nur sagen, dass es ein Fehler gewesen ist. Ich hatte 25 km/h Gegenwind und auf der Geraden danach 15 km/h Rückenwind."

"Das war richtig seltsam. Ich habe gebremst, das Auto funktionierte und plötzlich haben die Räder blockiert."

"Das war etwas frustrierend, weil ich dachte, dass ich zu diesem Zeitpunkt recht gut im Rennen lag. Und danach hatte ich etwas zu kämpfen."

"Wir mussten an die Box gehen und danach war ich natürlich aus dem Rhythmus. Der superweiche Reifen funktionierte weiter und ich kämpfte gegen Valtteri. Er lag in meinem Boxenstoppfenster und dann wieder nicht."

"Ich war sicher und dann wieder nicht. Ich hatte Verkehr und dann wieder nicht. Dann: Rückenwind. Es war wahrscheinlich das schwierigste Rennen, an das ich mich erinnern kann, vor allem wegen des Windes. Er machte das Rennen richtig hart."

'Ich habe nichts gesehen'

Auf Straßenkursen gibt es immer mehr Zwischenfälle und somit auch Trümmerteile auf der Strecke. Aber es ist unmöglich, kleine Karbonteile zu sehen.

Valtteri war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber die Wunde ist noch frisch, er wird jedoch stärker denn je zurückschlagen.

"Ich denke, diese Strecke ist schwierig", erklärte Valtteri. "Auf Straßenkursen gibt es immer viele Unfälle. Das ist immer ein Problem und diesmal hatte ich einfach Pech."

"Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine Ahnung, dass ich etwas überfahren habe. Ich habe nichts gesehen und nichts gespürt. Es war wirklich einfach nur Pech."

"Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, wo das Teil gelegen hat. Mir ist plötzlich der Hinterreifen explodiert und das ist natürlich ein fürchterliches Gefühl, wenn du den Sieg so verlierst. Aber so ist der Motorsport."

"Ein kleines Teil hat heute unser Rennen zerstört. Das ist schade, denn bis dahin lief alles gut. Wir waren konkurrenzfähig. Wir hätten heute einen Doppelsieg holen können. Immerhin hat Lewis das Rennen gewonnen, das ist positiv, aber das Endergebnis schmerz sehr."

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