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    EIGENE WORTE: Lewis & Valtteri über Mexiko Unsere Fahrer sprechen über...

Unsere Fahrer sprechen über die fantastische Atmosphäre, ihre Ziele für das Rennwochenende und eine mögliche WM-Entscheidung.

Die Formel 1-Saison 2018 biegt in Mexiko auf die Zielgerade ein. Nur noch drei Rennen sind in diesem Jahr zu fahren.

Lewis geht mit 70 Punkten Vorsprung auf seinen WM-Rivalen Sebastian Vettel in das drittletzte Rennwochenende der Saison. Bereits am Sonntag könnte die WM-Entscheidung fallen, doch noch ist nichts entschieden.

"Wenn ich daran zurückdenke, wie ich mir die Rennen zuhause im Fernsehen angesehen habe, während ich morgens Toast gebacken habe, dann wollte ich, dass es bis zum bitteren Ende geht", sagt Lewis. "Aber jetzt, wo ich beteiligt bin, es am eigenen Leib erlebe, da möchte ich es natürlich abschließen."

Natürlich kann Lewis verstehen, dass sich die Fans am liebsten einen Titelkampf bis zur letzten Zielflagge in Abu Dhabi wünschen würden. "Es gab Zeiten, in denen wir etwas früher im Jahr festgestanden haben und der Rest der Saison dann nicht so spannend war, als wenn es bis zum Ende ging."

"Aber wenn man dabei ist, ist der Druck so stark, dass man mehr Spaß daran hat, wenn der Druck früher abfällt", betont Lewis. "Weil der Druck ist richtig hoch. Selbst wenn man einen Vorsprung hat wie jetzt, es gibt noch viele Punkte zu holen und viel kann schiefgehen."

Dabei geht es nicht nur für Lewis in der Fahrer-Weltmeisterschaft um alles. "Viele Leute vertrauen auf mich", erinnert Lewis an den unermüdlichen Einsatz des gesamten Teams. "Ich möchte auch die Konstrukteurs-WM für das Team gewinnen. Im letzten Rennen haben wir Boden verloren. Es gibt so viele Leute im Team, man spürt den Schmerz förmlich, weil man für jeden Leistung abliefern möchte."

"Ich habe mein Bestes gegeben, aber vor diesem Wochenende und den nächsten Rennen habe ich das Gefühl, dass das Team die Position, in der es ist, verdient hat. Ich möchte ihnen diesen Titel sichern, weil das für sie einen großen Unterschied ausmacht."

Trotz des großen Drucks, der auf den Schultern der Fahrer und des Teams lastet, gehen sie alle den Großen Preis von Mexiko wie jeden anderen auch an.

"Natürlich möchten wir als Team so viele Punkte wie möglich an diesem Wochenende mitnehmen und ganz klar, Lewis hat eine große Chance, hier den Titel zu gewinnen", sagte Valtteri. "Zunächst möchte ich mich aber darauf konzentrieren, eine gute Leistung im Qualifying abzuliefern und dann sehen wir, wie es am Renntag läuft."

Valtteri hat in diesem Jahr noch kein Rennen gewonnen, entsprechend steht ein Sieg weit oben auf seiner Liste. "Ich freue mich auf die letzten Rennen und möchte mindestens eines in diesem Jahr noch gewinnen - wenn das nicht klappt, freue ich mich auch auf das nächste Jahr."

Die letzten Rennen haben jedoch gezeigt, dass die Konkurrenz immer stärker wird. Neben Ferrari erwartet Valtteri auch ein starkes Wochenende von Red Bull.

"Es könnte ein hartes Wochenende werden", betont unser schneller Finne. "Red Bull war letztes Jahr hier sehr konkurrenzfähig und auch Ferrari war im Qualifying und Rennen gut. Sieg hatten eine gute Rennpace."

Valtteri ist aber davon überzeugt, dass das Team den Herausforderungen des Autódromo Hermanos Rodríguez gewachsen ist. "Wir haben uns seit dem letzten Jahr in vielen Bereichen verbessert. Wir hatten letztes Jahr ähnliche Schwierigkeiten in Singapur, aber in diesem Jahr war es dort mit unserem Auto okay. Hoffentlich haben wir die Probleme aus dem letzten Jahr gelöst und können diesmal konkurrenzfähiger sein."

Wie Valtteri erwartet auch Lewis einen Dreikampf um die Spitze. "Ferrari war im letzten Rennen schnell, also müssen wir davon ausgehen, dass sie es hier auch sein werden", sagte der viermalige Champion am Donnerstag in Mexiko. "Red Bull hat ein tolles Auto und sie werden ebenfalls richtig schnell sein an diesem Wochenende. Es wird schwer, sie zu schlagen. Sie waren im letzten Rennen Zweite und ich glaube, dass sie im Qualifying und Rennen stark sein werden."

Sorgen macht sich Lewis deshalb aber keine: "Ich bin sogar gespannt darauf."

Mexiko-Stadt kehrte 2015 in den Rennkalender zurück und hat sich seitdem rasch als einer der Lieblingsaustragungsorte für Fahrer, Teams und Fans etabliert. "Ich freue mich sehr, wieder in Mexiko zu sein", freut sich Lewis. "Ich komme sehr gerne hierher. Das Essen ist klasse, die Leute sind super begeisterungsfähig und haben immer ein Lächeln im Gesicht. Es hat mich echt umgehauen, wie groß die Stadt ist."

Aber nicht nur die Stadt hat es Lewis angetan. Auch die Atmosphäre auf den riesigen Tribünen an der Strecke ist einmalig. "Die Energie der La Ola ist fantastisch", so Lewis.

"Die Atmosphäre ist super. Sie kommen mit Sombreros, sie singen. Ich denke, da kommt die Kultur einfach durch. Deshalb komme ich so gerne hierher. Ich bin sehr froh, dass wir hier ein Rennen fahren."

Für die Autos stellt die Höhenlage der Strecke jedoch eine spezielle Herausforderung dar. "Die Höhenlage macht hier einen großen Unterschied aus", bestätigt Valtteri.

"Sie ist viel härter für die Kühlung des Autos. Die Reifen überhitzen schneller, die Bremsen überhitzen, die Motoren überhitzen. Die Effizienz der Kühlung ist ein entscheidender Teil der Performance. Auch die Turbomotoren werden hier stark belastet."

Aber auch die Fahrer werden in Mexiko stark gefordert. "Man muss etwas mehr atmen, der Puls steigt im Rennen mehr an", fährt Valtteri fort. "Physisch war es immer okay, die G-Kräfte sind nicht die höchsten des Jahres, aber es ist eine Herausforderung für Mensch und Maschine."

Drei Rennen vor dem Ende der Saison geht der Blick natürlich auch schon etwas in Richtung 2019. Valtteri sagt dabei ganz offen: "Wir erwarten, dass es noch härter wird."

In einem Jahr wie diesem, in dem es keine großen Regeländerungen gibt, rückt das Feld normalerweise enger zusammen. "Die Vorbereitungen für das nächste Jahr laufen schon lange", verrät Valtteri.

"Wir haben momentan ein starkes Team, wir haben die Anlagen, die Schlüsselpersonen und alles, was wir brauchen, um vorne zu bleiben. Aber es liegt komplett an uns, ob wir es schaffen können."

Eine wichtige Rolle spielt dabei die mentale Komponente. "Wir müssen die Siegermentalität behalten und dürfen nicht selbstzufrieden werden. Wir müssen weiter pushen, weil das die anderen Teams auch machen."

Entsprechend müsse sich das Team klare Ziele setzen. "Es gibt kein Team, das wir uns als Ziel setzen können, wie es die anderen machen können", betont Valtteri. "Wir müssen sicherstellen, dass wir uns unsere eigenen Ziele setzen und sie erreichen."

Valtteri möchte die Saison positiv abschließen, aber sein Hauptaugenmerk liegt darauf, im nächsten Jahr voll durchzustarten: "Zu Beginn des Winters merkt man vielleicht einen Unterschied, aber danach denkt man nur an die nächste Saison und die Vorbereitung darauf. Man arbeitet mit dem Team zusammen, trainiert und all das", verrät er. "Ich möchte die Saison gut abschließen, aber darauf kommt es für nächstes Jahr nicht an."

Aktuell liegt ohnehin die volle Konzentration auf dem Rennwochenende in Mexiko. "Für den Rest des Jahres möchten wir bestmögliche Arbeit abliefern", sagt Valtteri. "Ich denke nicht an Zahlen, Punkte oder die WM, sondern daran, meine Leistung zu bringen und das Beste aus unserem Paket herauszuholen."

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