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Forderndes Qualifying beim Großen Preis von Österreich: Valtteri startet von Platz drei, Lewis geht von Rang vier ins Rennen

- Lewis wurde nach einem Zwischenfall mit Kimi Räikkönen im Q1 zu den Rennkommissaren gerufen und mit einer Strafversetzung um drei Plätze belegt. Er geht nun von Position vier ins Rennen.

- Beide Fahrer setzten im Q2 auf die Medium-Reifen und gehen mit diesen auch ins Rennen

- Lewis und Valtteri erzielten ihre besten Runden im Q3 auf den weichen Reifen

Lewis Hamilton

"Herzlichen Glückwunsch an Charles. Er war das gesamte Wochenende über schnell und wir konnten bislang nicht ganz mit Ferrari mithalten. Sie haben einen Leistungsvorteil auf den Geraden, aber sie scheinen auch etwas in den mittelschnellen und schnellen Kurven gefunden zu haben. Unser Auto fühlt sich gut an, aber wir können auf den Geraden nicht mehr herausholen – daran werden wir weiter arbeiten. Im Q1 gab es einen Zwischenfall mit Kimi. Ich ging von der Bremse, um ihm aus dem Weg zu gehen, da ich ihn nicht in der Kurve treffen wollte. Ich glaube nicht, dass das der Fall war, aber es hat ihn vielleicht etwas beeinträchtigt. Ich wusste nicht, dass ein Auto von hinten ankam, deshalb war es nicht so einfach. Es war mein Fehler und ich übernehme dafür die volle Verantwortung. Ich bin heiß darauf, morgen auf die Strecke zu gehen und gegen diese Jungs Rennen zu fahren. Drücken wir die Daumen, dass wir eine gute Show zeigen können."

Valtteri Bottas

"Der heutige Tag verlief eher suboptimal. Das ist schade, weil sich das Auto gut angefühlt hat und der Speed vorhanden war. Es hat einfach nur nicht zusammengepasst. Es gab ein kleines Kommunikationsproblem. Mir wurde gesagt, dass es keine Zeit mehr gab und so blieb ich hinter dem Auto vor mir stecken. Dadurch war ich viel zu nah dran, um mich noch einmal zu verbessern. Tatsächlich hatte ich aber noch einen Puffer, den ich hätte nutzen können. Wir hatten erwartet, dass es gegen Ferrari super eng zugehen würde, aber sie hatten einen kleinen Vorsprung. Die Pole Position lag heute außer Reichweite, dafür sind sie auf den Geraden einfach zu schnell. Wir haben gesehen, dass auf der ersten Runde mit Wechseln auf der Geraden viel passieren kann. Deshalb werde ich mein Bestes geben."

Toto Wolff

"Wir konnten schon auf den ersten Versuchen im Q1 erkennen, dass wir uns heute etwas im Hintertreffen befunden haben. Deshalb mussten wir uns heute Nachmittag unseren Weg durch jeden Qualifying-Abschnitt kämpfen. Wir wussten bereits vor dem Wochenende, dass diese Strecke für uns schwierig werden würde, weil die Charakteristik derzeit nicht zu unseren Stärken zählt. Die Plätze drei und fünf sind in diesem Zusammenhang ein realistisches Ergebnis, ganz besonders nach der Entscheidung der Rennkommissare nach dem Zwischenfall mit Lewis und Kimi im Q1. Im letzten Qualifying-Teil gab es einige Kämpfe um den Windschatten, den wir heute gebraucht haben, weil uns aktuell der Speed auf der Geraden fehlt. Deshalb war es unsere beste Chance, unsere Situation zu verbessern. Wir wissen, dass wir das Rennen auf dem wahrscheinlich haltbareren Reifen angehen. Damit können wir hoffentlich länger fahren als Charles und das könnte uns einige Möglichkeiten bei der Rennstrategie verschaffen."

Andrew Shovlin

"Heute Nachmittag lief nicht alles nach Plan. Schon früh war klar, dass uns etwas Speed fehlte und aufgrund der Streckenveränderung in der ersten Session mussten wir ein zweites Mal raus, um unsere Position abzusichern. Wir wollten das Rennen auf den Medium-Reifen beginnen, da wir glauben, dass diese mit den heißen Bedingungen morgen etwas besser klarkommen werden. Zudem bieten sie uns etwas mehr Flexibilität dabei, wie lange der letzte Stint ausfällt. Wir wussten, dass wir heute auf den Geraden etwas Zeit auf Ferrari verlieren würden, aber der Performance-Vorteil, den wir normalerweise in den Kurven haben, schien zu verpuffen. Deshalb sahen wir hier nie wie ein echter Anwärter auf die Pole aus. Wir hätten hier und da noch etwas verbessern können, da unser Qualifying normalerweise runder verläuft als heute, aber ich bin mir nicht sicher, dass sich die Startaufstellung dadurch dramatisch verändert hätte. Zumindest lässt das morgen auf ein spannendes Rennen hoffen. Es wird ein harter Kampf an der Spitze und mit Blick auf die Long Runs vom Freitag scheinen Ferrari, Red Bull und wir ziemlich ausgeglichen zu sein. Wir müssen schnell genug sein, um sie unter Druck zu setzen. Wenn uns das gelingt, haben wir alle Chancen, das Rennen zu gewinnen."

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