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12.03.2015

Fragen & Antworten zum Saisonauftakt mit Lewis, Nico und Toto

Sind euch die Gegner über den Winter näher gekommen?

Toto Wolff: Bislang waren es nur Testfahrten. Man sieht, dass wir einen soliden Job gemacht haben. So kann man es sagen. Das Auto war schnell und zuverlässig. Wir haben gesehen, dass Ferrari Fortschritte gemacht hat. Wenn man sich die Daten ansieht, erkennt man, dass sie auf dem Punkt sind - mit der Einschränkung, wie viel Benzin sie an Bord hatten. Dazu haben wir die üblichen Verdächtigen: Williams sah gut aus. Man darf auch Red Bull nicht abschreiben, obwohl sie nicht wirklich geglänzt haben bei den Tests.

Lewis Hamilton: Es gibt bislang keine wirklichen Überraschungen. Ferrari sah sehr stark aus. Es wird interessant sein, zu sehen, wie sie dieses Wochenende abschneiden werden.

Nico Rosberg: Wir behalten die Konkurrenz genau im Auge. Wir wissen, dass sie stark sind. Aber wir glauben an uns selbst und wir haben ein starkes Team. Es ist sicher fair zu sagen, dass wir als Team zurzeit die besten in der Formel 1 sind. Wir sind das Team, das es zu schlagen gilt. Aber die anderen Teams haben hart gepusht und haben Riesenschritte gemacht. Jetzt müssen wir abwarten, wo wir am Samstag stehen. Aber wir sind zuversichtlich.

Es wird schon darüber diskutiert, ob es gut oder schlecht für die Formel 1 ist, wenn ein Team die Rennen mit 30 Sekunden Vorsprung gewinnt?

Toto Wolff: Wir alle Drei [Lewis, Nico und Toto] werden dafür bezahlt, einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu haben, das schnellste Auto zu haben und es so schnell wie möglich zu fahren. Natürlich sind wir auch verantwortlich für die F1, aber ich wünschte mir, dass wir dieses Problem in diesem Jahr hätten. Wir hatten im vergangenen Jahr ein sehr gutes Auto letztes Jahr, aber es gab kein einziges Rennen, in dem wir entschieden hätten zu bluffen oder nicht am Maximum zu fahren. Die Zuverlässigkeit ist noch immer ein wichtiges Thema. Es ist nicht realistisch, dass wir eine Sekunde Vorsprung haben werden und das Rennen einfach nach Hause fahren werden. Das wird nicht passieren.

Was habt ihr aus dem vergangenen Jahr gelernt?

Nico Rosberg: Es war ein großartiger Kampf und ich bin sicher, dass es so weitergeht. Es ist eine große Herausforderung für uns beide. Vor allem angesichts der Tatsache, dass es innerhalb eines Teams geschieht. Es wäre sicher unkomplizierter, wenn wir in unterschiedlichen Teams fahren würden. In einem Team ist es schwieriger, weil man immer diesen großen Kompromiss hat: man muss zuerst ans Team denken, dann an sich selbst. Vor allem zu Beginn der Saison ist das eine große Herausforderung. Es wird Ups und Downs geben, einfache und schwierige Phasen. Das ist nur natürlich. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine weitere tolle Saison fahren werden.

Lewis Hamilton: Ich erwarte eine ziemlich ähnliche Saison wie im vergangenen Jahr.

Nico, 2014 gewann Lewis mehr Rennen, dafür holtest du mehr Pole Positions. Setzt sich das so fort?

Nico Rosberg: Das Ziel ist, das Qualifying so beizubehalten. Das ist eine wichtige Basis für mich, um darauf aufzubauen. Das gibt mir viel Hoffnung. Danach muss ich mich einfach bisschen in den Rennen verbessern. Zum Glück sind Erfolg und Misserfolg sehr kurzlebig. Ich kehrte relativ schnell zu meinem normalen Leben zurück, also hatte es keinen Einfluss darauf. Das war toll zu sehen. Trotzdem war es eine Erfahrung, die mich sehr motiviert für dieses Jahr. Ich habe vergangenes Jahr Teile des Erfolges gesehen und will das dieses Jahr für mich umsetzen. Ich habe den Traum, Formel 1-Weltmeister zu werden und ich habe die Möglichkeit, es dieses Jahr zu schaffen.

Lewis, bist du zuversichtlich, dieses Jahr besser als Nico zu sein?

Lewis Hamilton: Darum kümmere ich mich am Freitag, wenn ich ins Auto steige. Dann sehe ich Rennen für Rennen weiter. Ich kann es nicht genau sagen, aber ich habe nicht vor, schlechter zu werden.

Gehst du anders in das Jahr der Titelverteidigung als 2009 nach deinem ersten Titelgewinn?

Lewis Hamilton: Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was ich 2009 dachte, als ich das Auto zum ersten Mal gefahren bin. Aber es war sicherlich nicht so gut. Dieses Jahr habe ich auf jeden Fall ein viel besseres Gefühl. Aber es ist ein anderer Abschnitt meines Lebens. Ich bin sehr gespannt auf die Rennen und bin sicher, dass ich eine Gelegenheit haben werde, wieder um das zu kämpfen, was ich 2014 hatte.

In Jerez hast du gesagt, dass dir noch ein bis zwei Prozent fehlen, um zu Lewis aufzuschließen. Wo genau liegen diese ein, zwei Prozent?

Nico Rosberg: Ich erinnere mich nicht daran, das so gesagt zu haben. Fakt ist, dass Lewis letztes Jahr ein bisschen stärker war. Er hat im Winter an sich gearbeitet, das gilt für mich aber auch. Ich muss ein bisschen mehr finden, habe aber hart gepusht, um das zu schaffen. Ich bin noch nicht am Höhepunkt angekommen. Ich bin 29 und habe noch etwas Luft nach oben und kann mich noch verbessern. Ich hoffe, das zu schaffen. Es geht dabei um das Ganze. Das Leben als Formel 1-Fahrer ist so vielfältig. Es geht nicht nur ums Fahren und darum, das Lenkrad in die richtige Richtung zu drehen. Es geht auch darum, außerhalb des Autos fit zu sein. Das ganze Leben im Griff zu haben, damit du den richtigen Fokus hast. Darum, mit dem Team zu arbeiten. Das Engineering und die Technologie des Autos zu verstehen. Das alles kommt zusammen.

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