Back
Back
  • 1

    INSIDE: Antworten auf eure Fragen zum Brasilien Grand Prix James Vowles beantwortet eu...

James Vowles beantwortet eure Fragen zum Brasilien

Sarah (@elmoelmer89) fragte auf Twitter:

Wie fühlt ihr euch?

James Vowles: "Die Achterbahnfahrt der Emotionen, die man im Verlauf einer Grand-Prix-Saison erlebt, ist schwer zu erklären und zu beschreiben."

"Alles beginnt im Februar, wenn der Embryo des Autos, an dem man arbeitet, getestet wird. Von Rennen zu Rennen erlebt man manchmal ein Hochgefühlt, diesen enormen Freudenausbruch, wenn man gewinnt - und manchmal ist es wie ein Schlag in den Magen, wenn man ein Rennen verliert, besonders gegen einen Gegner wie Ferrari."

"Das baut sich alles im Laufe des Jahres auf und wenn man dann bei einem Rennen wie diesem die Konstrukteurs-WM für sich entscheidet, dann bricht diese Energie einfach aus dir heraus."

"Wir haben alle geschrien und unseren Emotionen freien Lauf gelassen. Wir hatten Gänsehaut an unseren Händen, wir fühlten uns fast schon losgelöst von unseren Körpern, es war ein unglaubliches Gefühl, das man außerhalb unseres Metiers im Grand Prix Rennsport nirgends erlebt."

"Um die Frage zu beantworten: Fantastisch! Aber wir sind auch realistisch, morgen müssen wir wieder an die Arbeit gehen, denn wir wollen es nächstes Jahr wiederholen."

Ron (@roncharls4) fragte auf Twitter:

Wie sieht es mit dem Motor von Lewis für Abu Dhabi aus? Droht ihm eine Strafe?

JV: "Blicken wir zurück auf das Rennen und was dort passiert ist: Nach dem ersten Boxenstopp bemerkte Lewis ein recht deutliches Problem, weshalb er viel Input von einer Vielzahl an Quellen erhalten hat."

"Wir haben eine Mannschaft in Brixworth, die mit uns in Verbindung steht und wir haben ein großes Team an der Strecke, die genau daran arbeiten, zu verstehen, was man am Motor verändern kann, um bis zum Ende durchzufahren."

"Sie haben fantastische Arbeit geleistet. Es war nicht nur eine Veränderung, es war eine große Anzahl an Veränderungen über 40-50 Runden lang. Sie haben zusammen mit Lewis daran gearbeitet, verschiedene Komponenten anzupassen und die Power Unit bis ins Ziel zu bringen. Das war fantastische Arbeit von ihnen."

"Das Ergebnis ist, dass der Motor ein bestimmtes Level an Schaden davongetragen hat, aber wir wissen noch nicht, was genau. Das müssen wir untersuchen und verstehen, bevor wir eine Entscheidung für Abu Dhabi treffen können."

Tomasz Stasiak (@tomek.st) fragte auf Instagram:

Warum habt ihr Lewis so früh hereingeholt? Warum seid ihr nicht der Strategie von Max gefolgt?

JV: "Die Runde, in der wir hereingekommen sind, war die erste von Verstappen, auf der er freie Fahrt gehabt hätte. Magnussen war gerade aus dem sogenannten "Boxenstopp-Fenster" gefallen. Wenn Verstappen also in dieser Runde hereingekommen wäre, wäre er mit freier Fahrt herausgekommen und hätte relativ viel Zeit gehabt, bis er Grosjean eingeholt hätte. Dann hätte er einen Undercut gegen uns setzen können."

"Eine Runde vorher hatten wir gerade Valtteri hereingeholt und seine Outlap war sehr stark. Deshalb wussten wir, dass der Medium-Reifen im Vergleich zum SuperSoft bereits viel schneller war. Das Ergebnis war deshalb: wagen wir es, noch ein paar Runden draußen zu bleiben und hoffen, dass Red Bull lange draußen bleibt? Oder entscheiden wir uns jetzt dafür, da wir wissen, dass der Medium-Reifen schneller ist. Wir wussten, dass er bis zum Ende halten würde und deshalb haben wir die Position gehalten."

"Wir entschieden uns dafür. Lewis war nach dem Stopp sofort acht Zehntel schneller auf dem Medium-Reifen und sah in guter Verfassung aus. Er zog Verstappen zurück in sein Boxenstoppfenster, in einen sicheren Bereich von drei bis vier Sekunden."

"Lewis hat gute Arbeit geleistet, um Grosjean und Leclerc zu überholen. Aber von da an hatte er wie gesagt mit der schwachen Power Unit zu kämpfen und wir hatten wirklich Schwierigkeiten, alles auf der Strecke zu machen, das nötig war. Aber wir sind an diesem Tag nicht gegen Verstappen gefahren, sondern gegen Ferrari. Deshalb versuchten wir, sicherzustellen, dass wir bis ins Ziel kommen. Das war unsere Priorität."

"Lewis hat fantastische Arbeit abgeliefert. Er ist so hart er konnte gegen Verstappen gefahren, aber er war dabei im Nachteil. Als Verstappen auf den neuen Soft-Reifen von hinten kam, hatte er einen Reifenvorteil. Aber der hätte alleine nicht gereicht. Wir hatten aber noch die schwache Power Unit und so konnte Lewis ihn auf der Geraden nicht halten."

RNB44 (@RnbRnb7) fragte auf Twitter:

Das Auto sieht schnell aus, aber die Reifen geben nach 10 Runden nach. Red Bull kann hingegen noch 20 Runden länger fahren. Weiß das Team, was das Problem ist?

JV: "Die Schwierigkeiten, die wir in Austin hatten und jene aus Mexiko hatten nichts miteinander zu tun. Genauso wenig hatten sie etwas mit jenen aus Brasilien zu tun. Alle drei waren im Umgang mit den REifen unabhängig voneinander."

"Wir verstehen noch nicht alles, etwa warum wir in Brasilien im Vergleich zu Red Bull schwächer waren, aber Ferrari war ähnlich schwach. Genau genommen würde ich sagen, dass es bei Vettel schlechter als bei uns war. Jetzt tragen wir alle Daten zusammen. Heutzutage sammeln wir riesige Datenmengen von den Rennautos und versuchen dann, alle Details zu verstehen, die diese Schwierigkeiten ausgelöst haben könnten. Dann ergibt sich ein Gesamtbild, was wir ausprobieren und für Abu Dhabi ändern möchten. Wir lernen aus unseren Fehlern."

"Der nächste Teil ist Red Bull. Warum konnten sie länger fahren als wir? Wir hätten mit Lewis länger draußen bleiben können. Wir hatten aber Bedenken wegen des Undercuts. Ansonsten hätten wir locker noch fünf Runden länger fahren können, vielleicht sogar mehr."

"Ich denke nicht darüber nach, ob wir länger hätten fahren können oder nicht. Red Bull war extrem beeindruckend, vor allem zu Beginn des Rennens. Sie haben beide Ferrari und Valtteri aufgeschnupft und kamen bis hinter Lewis, als wir alle ziemlich stark auf die Reifen achten mussten. Deshalb war Red Bull in Brasilien so stark."

@omarrob78 fragte auf Instagram:

Warum hatte Bottas im Vergleich zu Lewis zu kämpfen?

JV: "Valtteri ist ein starkes Qualifying gefahren und wurde Dritter. Er hatte einen richtig guten Start, kam vor Vettel und hielt die zweite Position."

"Von da an wusste Valtteri, dass es seine Aufgabe war, die Ferrari hinter sich zu halten, um die Konstrukteurs-Krone zu sichern. Das hat er fantastisch gemacht."

"Die Red Bull waren extrem schnell, aber wir hatten ihm bereits gesagt, dass das heute nicht unser Rennen war. Als Verstappen ihn aggressiv angegriffen hat, gab Valtteri sein Bestes, aber er hatte bei der Power Unit nicht alle Werkzeuge zur Verfügung, die er normalerweise hat, um sich zu verteidigen."

"Valtteris Power Unit hatte ein Problem in Mexiko und das Ergebnis ist, dass wir vorsichtig sein müssen bei dem, was wir tun. In dieser Meisterschaft geht es darum, nicht auszufallen. Wenn wir einen Ausfall verzeichnen, könnte das unsere Chancen beeinträchtigen. Die Position gegen den Red Bull zu verlieren, machte das nicht."

"Das war unser Ziel und das wusste Valtteri auch. Er hat fantastische Arbeit abgeliefert, wenn man die reduzierten Möglichkeiten bedenkt, die er zu diesem Zeitpunkt von uns zur Verfügung gestellt bekam."

T Wolff fragte auf Instagram:

Was hat der Kommandostand von Shovs Tanz auf dem Podium gehalten?

JV: "Zunächst einmal 10/10 für den Einsatz. Er ist mit Herz und Seele dabei. Und das konnte man erkennen."

"Beim Samba geht es um Leidenschaft, es geht um Emotionen, die Musik zu verinnerlichen und nach außen zu tragen. Es geht um Rhythmus und Koordination."

"Nichts davon war vorhanden. Aber wie gesagt, die Tatsache, dass er alles gegeben hat, schätzen wir schon sehr."

8:09

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome