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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Abu Dhabi Geschichte geschrieben und ...

Geschichte geschrieben und die nächste Generation - ein Blick auf die Schlagzeilen vom Yas Marina Circuit...

George hat es geschafft!

Mit seinem siebten Formel-2-Saisonsieg stellte Mercedes-AMG Petronas Ersatzfahrer George Russell in Abu Dhabi den Rekord von Stoffel Vandoorne und Charles Leclerc ein. Gleichzeitig sicherte sich der 20-jährige aus Kings Lynn damit den Meistertitel in seiner Rookie-Saison.

Im nächsten Jahr steigt er an der Seite von Robert Kubica mit Williams in die Formel 1 auf. Toto sagte über ihn: "Mein erstes Treffen mit George war, als er 15 oder 16 Jahre alt war und mich um ein Meeting geben hat."

"Ich mag es sehr, junge Fahrer voller Träume zu treffen. Er kam in einem schwarzen Anzug mit Fliege, einem Notizbuch und sagte mir, dass er den Titel in der britischen Formel 4 gewonnen habe. Er erzählte mir, dass er über einen Wechsel in die F3 nachdachte und das Gefühl hatte, dass er bei einem britischen Team bleiben sollte, weil er noch sehr jung war und sich mit dem Carlin Team gut verstanden hat."

"Er wollte von mir wissen, ob das die Tür für ihn bei Mercedes schließen würde, wenn er in seinem ersten Jahr keinen Mercedes-Motor in seinem Auto haben würde? Das war so eine durchdachte Frage von einem 15/16-Jährigen - unglaublich. Er ist clever, denkt mit, besitzt die soziale Komponente und kann fahren."

"Ich kann nur wiederholen, was ART Technikchef Sebastien Philippe mir am Samstag nach der Siegerehrung gesagt hat. Er sagte, dass George einer der Besten ist, die sie je im Team hatten. Wir haben also vielleicht einen weiteren Briten hier, der ein zukünftiger Star werden könnte!"

Angesichts der langen Liste an ART-Fahrer, inklusive Lewis, sind die Worte von Philippe hohes Lob! Der Sieg von George in Abu Dhabi, von der Pole Position, kam nach einem von einer Safety-Car-Phase unterbrochenen Rennen, bei dem beide DAMS-Fahrer am Start stehengeblieben waren und Nicholas Latifi auf Arjun Maini aufgefahren war.

George hatte starke Worte dazu: "Ich habe die Folgen des Unfalls auf den TV-Bildschirmen gesehen, als ich gefahren bin. Ich war frustriert, weil wir die höchste Klasse unterhalb der Formel 1 sind und trotzdem ist der Startprozess bei diesem Auto absolut schlimm. Kein Fahrer im Feld weiß, wie man einen guten oder schlechten Start hinlegen kann. Und selbst wenn sie es herausfinden, ist es unmöglich, es zu wiederholen."

"Es ist jedes Mal ein Glücksspiel und ich fühle mit den Jungs, die stehengeblieben sind und den Fahrern, die einen Unfall hatten. Denn es war nicht ihre Schuld. Man wirft eine Münze und hofft, dass es ein guter Start wird. Das muss sich im nächsten Jahr ändern, da es so inakzeptabel ist."

Selbst nach seinem bislang größten Erfolg gibt es für George keine Ruhe. Er bleibt für seinen ersten Test im Rahmen der Pirelli Reifentests für 2019 mit Williams in Abu Dhabi.

Die Rekordbücher umgeschrieben

Mit seinem elften Saisonsieg zog Lewis in Abu Dhabi mit seiner Bilanz aus dem Jahr 2014 gleich - der ersten Hybrid-Saison. Außerdem stellte er mit 408 Zählern einen neuen Punkterekord innerhalb einer Saison auf!

Den bisherigen Rekord hielt Sebastian Vettel mit 397 Punkten aus der Saison 2013. Es gibt allerdings noch ein Ziel - die 13 Saisonsiege innerhalb einer Saison von Michael Schumacher 2004 und Vettel 2013.

Ein weiterer Rekord, den Lewis sich in Yas Marina sichern konnte, ist der für die meisten Siege für einen Motorenhersteller. Lewis ist seine ganze Karriere über mit Mercedes-Power gefahren, bei McLaren von 2007-2012 und seit 2013 beim Werksteam.

Mit seinem 73. Mercedes-Sieg überflügelte er die 72 Triumphe von Schumacher mit Ferrari-Motoren (1996-2006). Was für eine Leistung! Lewis liegt nun nur noch 18 Siege hinter dem Schumacher-Rekord von 91 Siegen.

Enge Abstände und Lehren für die Zukunft

Platz fünf war eine bittere Enttäuschung für Valtteri in Abu Dhabi. Damit beendete er die Saison ebenfalls auf Rang fünf in der Fahrerwertung - nur ein paar Punkte hinter Max Verstappen, der ihn im Schlussspurt den Podestplatz wegschnappte.

"Dieses Rennen fasst meine Saison ziemlich gut zusammen", sagte Valtteri. "Sie begann ganz gut und danach ging es bergab."

Auf der Auslaufzone war der gegenseitige Respekt zwischen dem Fahrer und seinem Renningenieur Tony Ross zu spüren, der 2019 das F1-Team verlässt.

Chefrenningenieur Andrew Shovlin sagte: "Ich möchte mich auch bei Tony Ross für all seine harte Arbeit in den vergangenen acht Jahren bedanken. Tony wird im nächsten Jahr eine wichtige Rolle in unserem Formel-E-Programm übernehmen. Er hatte einen großen Anteil an unseren fünf Konstrukteurs-Weltmeistertiteln und dem Fahrer-Titel von Nico. Entsprechend sind wir alle traurig, ihn gehen zu sehen, aber wir freuen uns auch darüber, dass wir gemeinsam mit ihm so viele Erfolge feiern durften."

Nach drei Rennsiegen in der Saison 2017 sieht Valtteri dieses Jahr, das er sieglos abgeschlossen hat, als die größte Enttäuschung seiner bisherigen F1-Karriere an. Aber er fügte hinzu: "Ich weiß, dass ich in diesem Jahr besser war als im letzten. Schlussendlich zählt nur das nach einer Saison wie dieser, aus der ich lernen werde. Sie war einerseits zum Vergessen, aber andererseits wird sie mich zukünftig als Fahrer und Mensch stärker machen."

Ein kleiner Trost für ihn ist, dass seine Pace auf einer Runde in dieser Saison sehr nah an Lewis dran war - ein Mann, der in diesem Jahr seine 83. F1-Pole geholt hat!

Wenn wir nur jene Qualifyings betrachten, die für den einen oder den anderen Fahrer ohne Schwierigkeiten verlaufen sind, dann war der durchschnittliche Abstand zwischen den beiden Teamkollegen 0,16 Sekunden - obwohl Lewis das Duell mit 13:5 gewonnen hat. Im gesamten Feld lagen nur vier Teamkollegen näher zusammen: Sirotkin / Stroll bei Williams (0.038); Ocon / Pérez bei Force India (0.10); Hülkenberg / Sainz bei Renault (0.13) und Grosjean / Magnussen bei Haas (0.14).

Ein enttäuschender Abschluss

Valtteri war nicht der einzige Finne, der in Abu Dhabi kein Glück hatte...

Kimi Räikkönen scherzte schon vor dem Rennen, dass ihn der dritte WM-Rang nicht besonders reizte, da er mit mehr Reisen verbunden ist - nämlich einem Flug zur FIA Preisverleihung in St. Petersburg, die für die Top-3-Fahrer verpflichtend ist. Aber er wollte die Saison mit einem starken Rennen abschließen, bevor er sich 2019 Sauber anschließt.

Leider endeten seine letzten fünf Jahre in Maranello vorzeitig, als sein Ferrari nach nur sechs Runden mit einem Power Unit-Problem auf der Zielgeraden ausrollte. Da Verstappen am Ende aber zwei Punkte weniger holte als er, muss Kimi doch noch nach St. Petersburg!

Kimis Pech bescherte anderen Teams das Glück in Form einer virtuellen Safety-Car-Phase und die Mercedes-Strategen waren dabei hellwach...

An die Box oder nicht?

Sobald es zu einem Zwischenfall auf der Strecke kommt, müssen die Teams schnell reagieren und beim Abu Dhabi GP gab es zwei solcher Situationen.

Die erste gab es auf der ersten Runde, als Nico Hülkenbergs Renault sich nach einer Kollision mit Haas-Pilot Romain Grosjean in Kurve acht mehrfach überschlagen hat. Das Safety Car ging auf die Strecke, während Hülkenberg glücklicherweise unverletzt aus seinem Renault geborgen wurde.

Obwohl das Team zuversichtlich war, dass der SuperSoft-Reifen von Pirelli, den alle bei ihrem Boxenstopp aufziehen lassen würden, eine ganze Renndistanz halten würde, war es noch zu früh dafür, weil ein noch nicht weit verteiltes Feld (die kleinen Abstände zwischen den Autos auf der ersten Runde) dafür sorgen würden, dass man bei einem Stopp ans Ende des Feldes zurückfallen würde. Es war jedoch eine kleine Überraschung, dass weiter hinten im Feld niemand diese Option in Erwägung gezogen hat.

Sobald die VSC-Phase vorbei war, blieb Räikkönens Ferrari in Runde sieben stehen. Diesmal wurde Lewis für einen "einfachen" Stopp hereingeholt, der ihn rund sechs Sekunden Rennzeit kostete. Er kam auf P5 wieder heraus, nur neun Sekunden hinter Valtteri, der das Rennen jetzt anführte.

Überraschenderweise folgten ihm nur zwei andere Autos: Sauber-Mann Charles Leclerc, der auf einem starken vierten Rang lag, und Romain Grosjean im Haas auf Rang sechs.

Das Team versuchte keinen Doppelstopp mit Valtteri. Dafür gab es zwei Gründe: Auf der vorherigen Runde betrug der Abstand zwischen den beiden Fahrern nur 2,8 Sekunden. Wenn also beide Fahrer hereingekommen wären, hätte Valtteri zwischenzeitlich hinter Lewis warten müssen, was seine Position beeinträchtigt hätte.

Zudem war es von Vorteil, ein Auto an der Spitze zu haben, um das Rennen zu kontrollieren - egal was passieren würde.

Ein weiterer Grund, der dafür sprach, war, dass es sicher eines der anderen Teams an der Spitze gemacht hätte, wenn das Team Lewis nicht hereingeholt hätte. Dadurch hätten sie eine ordentliche Siegchance erhalten.

Die Strategen waren überrascht, dass nicht noch mehr Teams, einen Fahrer hereingeholt haben. Einige haben wohl nicht erwartet, dass der SuperSoft-Reifen 50 Runden lang halten würde.

Die Daten aus dem Freitagstraining hatten dem Team jedoch gezeigt, dass der SuperSoft (die härteste Mischung, die in Abu Dhabi zur Auswahl gestanden hat) nicht nur der robusteste Reifen war, sondern auch der schnellste, beinahe von Beginn an. Das ist ungewöhnlich. Es war ein Phänomen, das wir schon in Sotschi mit den Soft-Reifen gesehen hatten - auch dort war dies die härteste verfügbare Mischung.

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