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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Baku Von widrigen Windböen bis z...

Von widrigen Windböen bis zu Backgammon mit Bernie: Hier sind einige Geschichten aus dem Land des Feuers, die ihr vielleicht verpasst habt…

Lewis sagt, dass der Sieg in diesem Jahr die 'größte Leistung' wäre

Er mag im letzten Moment den Sieg in Baku geholt haben - die letzte Strecke im F1-Kalender, auf der er zuvor gefahren war, aber nie gewonnen hatte - doch vor dem Beginn der Action ließ Lewis keinen Zweifel daran, wie schwierig die Jagd für Mercedes nach den fünften aufeinanderfolgenden Titeln in der Fahrer- und Konstrukteurs-Meisterschaft ist.

Auf die Frage, welcher Red-Bull-Fahrer seiner Meinung nach die größere Bedrohung in dieser Saison sein werde, sagte Lewis Folgendes: "Jeder hat definitiv einen Fortschritt gemacht. Red Bull steht kurz davor, sein Bestmögliches zu erreichen und Ferrari ist schon soweit. Es wäre also die größte Leistung des Teams, dieses Jahr den Sieg zu holen."

Nur die Mutigsten fordern Bernie zu einer Runde Backgammon auf

Der frühere F1-Chef und derzeitige Ehrenvorsitzende, Bernie Ecclestone, war in Bahrain und China zu Besuch im Fahrerlager - wobei es bei Ersterem zahlreiche Spekulationen bezüglich einer künftigen Kostenobergrenze in der F1 gab.

Also war es vielleicht der geeignete Zeitpunkt, dass Mr. E in Baku mit einer roten Aktentasche ankam - genau wie der Schatzkanzler des Vereinigten Königreiches am Haushaltstag.

"Was ist da drin, die Details zur Kostenobergrenze?", witzelte jemand.

"Nein", antwortete er. "Das ist mein Backgammon-Set, um gegen Sebastian (Vettel) zu spielen."

Gegen Mr. E eine Runde Backgammon zu spielen, ist wahrscheinlich kein guter Plan, aber Toto probierte es in Baku. Und verlor...

Baku kann dich buchstäblich wegfegen

Lewis verbrachte den Großteil des ersten Stints damit, zu versuchen, in Schlagdistanz zu Vettel zu bleiben. Dann blockierten seine Räder in der ersten Kurve, wodurch seine Reifen einen Bremsplatten erlitten. So wurde in der 22. Runde ein früher als eigentlich geplanter Boxenstopp von den SuperSofts auf die Soft-Mischung von Pirelli nötig.

"Irgendwas ist falsch, Jungs!", funkte Lewis direkt, nachdem die Räder blockiert hatten.

Baku ist bekannt als die "Stadt des Windes" und Lewis fiel den vom Kaspischen Meer aus kommenden, starken Böen zum Opfer, die zeitweise mehr als 50 km/h überstiegen. Es war keine Überraschung, dass es ihn erwischte: In der vorigen Runde herrschten 25 km/h Gegenwind auf seinem Weg in Kurve 1, in der nächsten wurde er von 15 km/h Rückenwind nach vorne gedrückt.

"Ich war komplett verdutzt darüber", sagte Lewis. "Wenn ich normalerweise nach oben gehe, würden sie sagen, dass es ein Fehler oder etwas Ähnliches war. Ich hatte 25 km/h Gegenwind und direkt danach 15 km/h Rückenwind. Das war wirklich komisch. Ich stieg auf die Bremse und das Auto funktionierte - dann blockierten plötzlich die Räder. Die Last des Autos muss sich verschoben haben oder was auch immer."

"Das war wahrscheinlich das herausforderndste Rennen mit Wind, an das ich mich erinnern kann. Das hat es wirklich schwierig gemacht. Nah an einem Regenrennen dran, zum Beispiel. Und ihr wisst, wie knifflig solche Bedingungen sein können. Heute war es im Trockenen nah daran."

Das spezielle Problem der Safety Car Re-Starts in Baku

Das Streckenlayout des Baku City Circuit sorgt für echte Probleme beim Versuch, nach einem Re-Start die Führung zu verteidigen - und die beste Methode sorgte vor dem Rennen für viele Diskussionen.

"Wir hatten häufig das Privileg, mit einem schnellen Auto auf Pole zu stehen. Also haben wir 2016/17 viele Stunden damit verbracht, zu überprüfen, wie die Re-Starts in Baku am besten funktionieren. Den einen besten Weg gibt es aber nicht", sagte Chef-Stratege James Vowles.

"Du kannst den Vettel-Weg wählen und es erst spät machen. Das haben sie auch in der F2 getan, ist aber ein großes Risiko und führt oft direkt zu einer weiteren Safety-Car-Phase. Meist hast du drei nebeneinander fahrende Autos hinter dir, weil der Weg bis zu Kurve 1 nicht kurz genug ist und zwischen den Autos keine ausreichenden Abstände herrschen. Das kann zu einer weiteren Kollision führen, deshalb haben wir davon abgesehen."

"Die beste Option ist, was Lewis 2017 gemacht hat. Du lässt das Safety Car vor dir ziehen und gibst dann beim Ausgang von Kurve 16 Gas. Wenn man es richtig anstellt, ist es nicht möglich, dich dort abzufangen."

"Das Problem dabei - und das gilt nur in Baku - ist, dass das Safety Car dich bis zur Sektor-2-Linie fahren lässt. Dort geht es den Berg hoch. Das ist bei weitem nicht genügend Zeit, um einmal rum und wieder in die Boxengasse zu fahren. Und deshalb hat Lewis letztes Jahr den ganzen Weg verlangsamt. Dadurch wird es sehr schwierig, vor allem, wenn die Reifen kalt sind."

In diesem Jahr war Lewis nicht glücklich mit Vettels Taktik beim Re-Start nach dem Safety Car in der Eröffnungsrunde.

"Die Regeln besagen, dass du nicht Gas geben kannst und dann langsamer wirst. Das hat er drei oder vier Mal getan. Klar, wenn das erlaubt wäre, würde es jeder machen. Wir müssen mit Charlie (Whiting, F1-Renndirektor) darüber sprechen. Das sorgt für einen Präzedenzfall, nicht nur in der F1, sondern auch allen anderen Formelserien."

Eine andere Art von Kampf entsteht...

Die Trainings- und Qualifying-Tage in Baku zeigten in diesem Jahr eine Verschiebung des F1-Kräfteverhältnisses im Vergleich zu 2017.

Letztes Jahr war der W08 im Training meist gleichauf mit Ferrari. Ein leichter Vorteil im Qualifying erlaubte dem Team oft eine größere Bandbreite strategischer Möglichkeiten für das Rennen.

Dieses Jahr allerdings (mit Ausnahme von Melbourne, wo Ferrari offenkundig nicht das Maximum aus seinem Auto herausholte) war das Team am Freitag häufig im Hintertreffen und fand es schwieriger, das Auto den Wünschen der Fahrer anzupassen. In Baku wurden am Freitagabend große Veränderungen vorgenommen, nachdem das Team herausgefunden hatte, dass es im Vergleich zu Ferrari und Red Bull an Renn-Pace fehlte.

"Definitiv kämpfen drei Teams um den Sieg", sagte Valtteri. "Es geht allein um die Feinheiten. Obwohl wir ein Auto hatten, das alle vier Rennen hätte gewinnen können, ist es nicht einfach. Unsere Priorität liegt darauf, die Performance aus den weichsten Reifenmischungen herauszuholen und im Arbeitsfenster sind sie extrem empfindlich. Darum dreht sich alles: Die Temperaturen in den Bremsen zu halten und in den Griff zu bekommen, Aufhängungseinstellungen, Radsturz und richtig mit den Reifen umzugehen. Ferrari und Red Bull treffen die die Spitzen häufiger, aber wir lernen."

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