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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Frankreich Die Geschichten, die du in ...

Die Geschichten, die du in Le Castellet vielleicht verpasst hast...

Niki hat ein gutes Gedächtnis!

Die Themen Motoren und Zuverlässigkeit beherrschten die Gespräche im Fahrerlager. Angesichts dessen kann man Niki Lauda durchaus verzeihen, dass er sich mit einem Lächeln an Paul Ricard und Motoren zurückerinnerte...

1975 gewann Niki auf dieser Strecke sein viertes Rennen auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel mit Ferrari. Ein Jahr später kam er mit einer Bilanz von fünf Siegen aus sieben Rennen zurück nach Südfrankreich, um seinen Titel in der Saison 1976 zu verteidigen - bestens bekannt aus dem Film "Rush".

Sein Erzrivale James Hunt holte sich die Pole, aber TV-Aufnahmen aus dieser Zeit zeigen Niki auf der Mistral Geraden (damals ohne Schikane!) in der Hitze hin und herzucken, um den Windschatten der Verfolger zu brechen. Hunt fuhr innerhalb von einer Sekunde in Nikis Windschatten, bis dieser acht Runden vor Schluss einen Motorschaden hatte. Hunt gewann das Rennen.

Im Laufe des Jahres hatte Niki seinen lebensbedrohlichen Feuerunfall auf dem Nürburgring und seine heroische Rückkehr ins Cockpit nur 60 Tage später. Beim Finale in Fuji stellte er seinen Ferrari nach nur eine Runde ab. Das Rennen fand bei nassen und nebligen Bedingungen statt und Niki, dessen Augenbrauen bei dem Unfall verbrannten, konnte die Tränen nicht wegblinzeln, was sein Sichtproblem verschlimmerte. Hunt holte P3 und die vier Punkte dafür reichten nach dem damaligen Punktesystem (9-6-4-3-2-1), um Niki mit einem Punkt zu überflügeln. "Als Ferrari mir sagte, dass ich mir den Titel damit in Japan selbst vermasselt habe, sagte ich: "Nein. Euere Kurbelwelle ist in Ricard gebrochen und hat mich neun Punkte gekostet. Lag es also an mir oder an euch?"

Die andere Weltmeisterschaft…

Die Fußball-WM ist der beste Weg, um einem ohnehin schon wettbewerbsorientierten F1-Paddock noch verrückter zu machen! Da die Verkehrsleitung am Circuit Paul Ricard nicht viel ausgeklügelter war als beim letzten Rennen 1990, blieben am Samstagabend mehr Gäste im Motorhome des Teams als welche die Strecke verließen. Natürlich sahen sie sich das Deutschland-Spiel ab, bei dem die DFB-Elf nur knapp am Ausscheiden in der Gruppenphase vorbeischrammte.

Im Pressezentrum war ein bisschen Schadenfreude zu verspüren. Aber natürlich trafen die Deutschen noch in der Nachspielzeit und konnten das Desaster abwenden. Dafür weinten die Schweden bei Sauber - Marcus Ericsson vergrub seinen Kopf in seinen Händen.

England spielte mit dem früheren Schulkammeraden von Lewis, Ashley Young, zur Mittagszeit des Renntages - und schickte Panama deutlich nach Hause.

Lewis war jedoch beschäftigt: "Ich konnte das Spiel nicht sehen. Als ich in die Box ging, um meinen Helm aufzusetzen, sah ich, dass es 6:0 stand. Ich bin drei Runden in die Startaufstellung gefahren, kam zurück, um auf die Toilette zu gehen, und sah dann das 6:1. Was für ein großartiges Ergebnis. Danach musste ich einfach gewinnen!"

Fantastischer George!

Russell, aber nicht Clooney! Junior-Fahrer George Russell erzielte in Le Castellet am Samstag seinen zweiten Formel-2-Sieg von der Pole Position. George zeigte eine starke Vorstellung und liegt nun nur noch 13 Punkte hinter dem Meisterschaftsführenden und McLaren-Junior Lando Norris.

"Das war eines der kniffligsten Rennen meiner Karriere", sagte er. "In Führung hast du keinen Referenzpunkt dafür, wenn es anfängt zu regnen und ich fuhr jede Kurve ohne das Wissen an, wie viel Grip ich haben würde."

"Ich gab alles, weil ich wusste, dass ich die Chance hatte, einen Vorsprung herauszufahren, aber am Ende hatte ich wirklich mit dem Reifenabbau zu kämpfen und konnte die Führung nur noch gerade so verteidigen."

Am Sonntag wurde die Startaufstellung umgedreht - und das brachte Pech mit sich. Ein Problem mit dem Sensor/Software sorgte dafür, dass George am Start stehen blieb. Zum Glück geht es schon am nächsten Wochenende in Österreich weiter. Dort erhält der junge Brite die nächste Chance, um zurückzuschlagen.

Besteht eine Chance auf ein Upgrade?

Dieser Satz wird an allen Flughäfen rund um die Welt ausgesprochen - oftmals in freudiger Erwartung. Es war aber auch die Frage, die sich die Medien am ersten Tag in Paul Ricard am häufigsten stellten.

Das Team hatte die Einführung des für Kanada geplanten "Spec 2"-Motors verschoben. Da das Reglement 2018 nur drei Power Units erlaubt und Montreal genau das Ende des ersten Saisondrittels darstellte.

Schätzungen besagten, dass ein Upgrade der Power Unit "ein oder zwei Zehntel pro Runde" bringen sollte. Valtteri verpasste die Pole in Montreal um gerade einmal neun Hundertstel - also wollten natürlich alle wissen, ob der neue Motor in Frankreich im Auto sein würde.

Das Team hielt sich bis nach dem Freitagstraining bedeckt, bevor es bestätigte, dass die neue Power Unit - mit der offiziellen Bezeichnung 2.1 - in beiden W09 sowie den Kundenautos von Force India und Williams stecken würde.

"Es war eigentlich für Montreal geplant", bestätigte Toto. "Aber dann bemerkten wir auf dem letzten Prüfstand ein paar ungewöhnliche Dinge und blieben deshalb bei der Phase 1. In der Zwischenzeit haben wir noch etwas nachgelegt. Ich glaube an Karma und daran, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht. Wir brauchten einfach etwas mehr Zeit, um unsere Fortschritte zu konsolidieren."

Wie misst man Erfolg?

Nachdem Toto Montreal als "Weckruf für das gesamte Team" bezeichnet hatte, sah es in Paul Ricard genau andersherum aus: beide Autos in der ersten Reihe und ein überlegener Start-/Zielsieg von Lewis.

Dabei blieb nicht unbemerkt, dass dies der zweite Einsatz der Pirelli-Reifen mit der leicht dünneren Lauffläche war - auf denen Ferrari in Spanien Probleme zu haben schien. Auch dort fuhr das Team einen überlegenen Sieg ein.

Ist da etwa ein Muster zu erkennen? Die Ingenieure glauben das nicht. Am kommenden Wochenende kommen in Österreich wieder die normalen Reifen zum Einsatz. Wer glaubt, dass das Team dort mehr Schwierigkeiten haben dürfte, sollte noch einmal darüber nachdenken.

"Ich glaube, dass Österreich eine ordentliche Strecke für uns sein sollte", sage Lewis. "So war es schon in der Vergangenheit und ich sehe keinen Grund, warum es hier anders sein sollte. Red Bull war dort immer besonders schnell, weil die Strecke nach gutem Abtrieb verlangt. Es wird also interessant."

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