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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Großbritannien Hier sind die Geschichten, ...

Hier sind die Geschichten, die Du am Silverstone-Wochenende vielleicht verpasst hast...

Die Runde mit dem größten Druck...

Lewis erzielte beim Großen Preis von Großbritannien eine Rekord-Pole (seine sechste bei diesem Rennen) und liegt damit nun in dieser Wertung vor dem legendären Jim Clark und Alain Prost. Aber er musste für seine Heim-Pole hart kämpfen. Am Ende setzte er sich hauchdünn gegen die beiden Ferrari-Piloten durch.

Nach dem ersten Versuch im Q3 lag Sebastian Vettel 0,057 Sekunden vorne und Lewis wusste, dass er alles geben musste, wenn er seinen Fans die Pole bescheren wollte.

Lewis hatte sich seine sechste Pole fest vorgenommen und war mehr als froh, dass er sich auf seinem zweiten Run verbessern und Vettel um 0,044 Sekunden schlagen konnte. Als Lewis aus dem Auto ausstieg, merkte Interviewer Martin Brundle an, dass er vor Freude geradezu zitterte.

"Die ganze angestaute Anspannung, zu wissen, wie eng es zuging, das fühlte sich wie eine meiner besten Runden an, die ich je gefahren bin. So viel Druck wie noch nie zuvor", gab Lewis zu.

"Ich zitterte vor Freude, dem Adrenalin-Rausch, der weit über dem Limit lag, das ich zuvor gespürt habe - das ist verrückt, schließlich ist es meine 76. Pole..."

Lewis sieht sich selbst nicht als Rekordjäger, aber hält nun den Bestwert beim Großbritannien GP und ist gleichgezogen mit seinem Idol Ayrton Senna bei Heim-Poles.

Ein besonderes Wochenende für den britischen Sport

Das Wochenende in Silverstone war ein ganz besonderes für den britischen Sport. Neben dem Grand Prix hatte Lewis auch ein Auge auf die Ereignisse in Russland, wo England sprichwörtlich mit dem Ende des Qualifyings gegen Schweden spielte.

"Ich habe mich schon gefragt, wie hoch wohl die Strafe ist, wenn ich die Pressekonferenz nach dem Qualifying vermissen sollte", sagte Lewis scherzhaft. Natürlich hat er das nicht gemacht...

Gleichzeitig zog Silverstone auch wieder jede Menge britische Stars aus anderen Sportarten an. Golfspieler Ian Poulter, seines Zeichens ein echter Petrolhead, unterhielt die Massen mit einem Duell gegen Lance Stroll. Danach nahm er als Beifahrer von Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer Paul Di Resta im F1-Doppelsitzer Platz.

Auch der britische Tennisspieler Kyle Edmund war dabei. Am Samstagabend gewann er den ersten Satz gegen den dreimaligen Wimbledon-Sieger Noval Djokovic, bevor er in vier Sätzen verlor.

Obwohl er über sein Ausscheiden enttäuscht war, entschädigte er sich mit einem Besuch in Silverstone, wo er zusammen mit Sir Jackie Stewart sehen wollte, wie die britische Nummer 1 unter den Rennfahrern ihren sechsten Sieg beim Großbritannien GP einfährt!

Ampeln aus

Vor seiner furiosen Aufholjagd, die Lewis bis auf Platz zwei nach vorne brachte, schienen seinen Chancen auf den Rekord-Sieg beim Großbritannien GP noch nicht vorbei zu sein. Obwohl ihn Kimi Räikkönen nach einem Verbremser in Kurve drei umgedreht und bis ans Ende des Feldes zurückgeworfen hatte.

Los ging es mit einem besseren Start der Ferrari-Fahrer, die schon in Le Castellet und Spielberg besser weggekommen waren.

"Ich hatte einfach einen schlechten Start", erklärte Lewis. "Ich war zu aggressiv mit der Kupplung, die Räder drehten durch, ich verlor Boden gegen die anderen und dann wurde ich von hinten getroffen und das war es."

Hinter den Kulissen gibt Mercedes zu, dass Ferrari sich bei der Motorperformance und dem Startvorgang verbessert hat.

Da die Abstände zwischen den Teams so gering sind, kann sich dies in der zweiten Saisonhälfte entscheidend auswirken.

So viele Entscheidungen...

Der Unfall von Sauber-Fahrer Marcus Ericsson in Runde 31 rief eine faszinierende Strategie-Entscheidung hervor: Entweder man fuhr auf den Medium-Reifen weiter und verbesserte damit seine Position oder man ging an die Box, holte sich frische Reifen und hatte dann für die verbleibenden 20 Runden ein schnelleres Auto.

Zum Zeitpunkt von Ericssons Unfall hatte Vettel etwas mehr als zwei Sekunden Vorsprung auf Valtteri, Verstappen lag weitere zwölf Sekunden dahinter. Danach waren drei Sekunden Abstand zum zweiten Ferrari von Räikkönen und noch einmal fünf Sekunden auf Lewis.

Anders als beim virtuellen Safety Car in Österreich kam diesmal das echte Safety Car zum Einsatz und brachte das Feld zusammen - dadurch war Lewis wieder im Rennen.

Das Team peilte den Sieg an und teilte Valtteri mit, dass er das Gegenteil zu Ferrari machen solle. Als Vettel dann an die Box ging und sich frische Softs abholte, bedeutete dies, dass die Nr. 77 draußen blieb. Lewis hatte vier Runden nach Valtteri gestoppt und war auf einem relativ neuen Satz Medium-Reifen. Entsprechend blieb auch er draußen.

Als die Autos 15 Runden vor Rennende wieder losgelassen wurden, kontrollierte Valtteri den Re-Start. Aber das Safety Car kam erneut heraus, da Carlos Sainz Jr. Und Romain Grosjean kollidiert waren.

So kam es zu einem 10-Runden-Sprint bis zur Zielflagge, bei dem sich Valtteri bis fünf Runden vor Rennende hart verteidigen konnte. Dann stach Vettel in Runde 47 innen hinein und bald darauf folgten Lewis und Kimi. Valtteris Pechsträhne ging also weiter. Er fuhr fantastisch, aber am Ende musste er sich mit Platz vier begnügen.

"Wir gingen das Risiko ein, blieben draußen und versuchten, das Rennen zu gewinnen, weil das Überholen mit einem ähnlichen Auto immer schwierig ist", erklärte Valtteri. "Ich habe alles gegeben, um mich zu verteidigen, aber ich glaube, es war nur eine Frage der Zeit. Ich konnte nichts dagegen unternehmen."

Da Valtteri keine neuen Soft-Reifen zur Verfügung standen und der W09 sich auf dem Medium als sehr schnell erwiesen hatte, der zudem gut hielt, war seine beste Siegchance, die Positionen gutzumachen. Es war den Versuch wert, aber leider hat es diesmal nicht ganz funktioniert.

Lewis machte ebenfalls Plätze gut, weil er auf der Strecke blieb, was er für die richtige Entscheidung hält: "Wenn ich ihm an die Box gefolgt wäre, wäre ich hinter ihm herausgekommen. Dann hätten wir die gleichen Reifen gehabt und ich hätte Schwierigkeiten gehabt, an ihm vorbeizukommen. Ich glaube, es war zu 100% die richtige Entscheidung, besonders für mein Auto."

Ferrari baute seine Führung in der Weltmeisterschaft auf 20 Punkte aus und Lewis liegt jetzt in der Fahrer-WM acht Punkte hinter Vettel. Trotzdem ist die Saison noch lang und noch immer alles drin.

Gedanken nach dem Rennen

Nach einem emotionalen und ereignisreichen Rennen in Silverstone nahm sich Toto die Zeit, auf die Schlüsselmomente und die Lehren des Wochenendes zurückzublicken.

Die beiden Startunfälle zwischen Vettel und Valtteri in Le Castellet und nun zwischen Räikkönen und Lewis in Silverstone ließen einige Kommentatoren die Konstant der Strafen anzweifeln.

"Ich denke, dass die Strafen konstant sind", sagte Toto. "Die Rennkommissare haben ein bestimmtes Angebot an Strafen - 5 Sekunden, 10 Sekunden, Durchfahrtsstrafe - und sie sehen sich die Fälle an. Worüber wir alle sprechen müssen, ist, ob bestimmte Vorfälle einen starken Einfluss auf das Rennergebnis haben und ob wie die Konsequenzen aussehen sollten. Das ist etwas anderes."

Während Ferrari allgemein betrachtet Fortschritte erzielt hat, glaubt Toto, dass sowohl Lewis als auch Valtteri die Pace hatten, um am Sonntag das Rennen zu gewinnen.

"Wir wissen nicht, ob wir das Rennen ohne den Zwischenfall mit Kimi in der ersten Runde gewonnen hätten", sagte er. "Aber ich glaube, dass Lewis und das Auto die Pace dazu hatten. Leider kam es nicht dazu."

"Bei Valtteri kam das Safety Car in die Quere. Sebastian achtete bereits auf seine Reifen. Man konnte wie im ersten Stint sehen, dass er mit den weichen Reifen zu Beginn sehr schnell war und dann ließen die Reifen nach. Vielleicht hätte es eine Chance gegeben, um ihn anzugreifen."

"In dieser Saison erleben wir ein leicht anderes Bild. Jeder bringt bei jedem Rennen Upgrades mit und es gibt keine Wunderwaffe, die uns zwei oder drei Zehntel einbringt. Am wichtigsten ist es, mehr über die Reifen herauszufinden. Sie sind der größte Einflussfaktor auf die Performance. Manchmal bekommst du es hin, manchmal nicht. Ich bin sicher, dass wir bei 10 Grad niedrigerer Streckentemperatur im Qualifying vielleicht einen größeren Vorsprung gehabt hätten. Wir müssen verstehen lernen, wie man die Reifen bestmöglich einsetzt."

"Zwischenfälle passieren. Das können wir nicht beeinflussen, aber die Performance bei den Starts können wir beeinflussen und damit Zwischenfälle wie hier und in Le Castellet vermeiden."

Doppel-Podium für George!

Mercedes-Ersatzfahrer George Russell setzte seine starke Form in der Formel 2 fort. Er fuhr sowohl im Hauptrennen am Samstag als auch im Sprintrennen am Sonntag jeweils einen zweiten Platz ein.

Der Fahrer des ART Grand Prix Teams baute damit seine Führung in der Gesamtwertung vor McLaren-Junior Lando Norris aus. Im Hauptrennen fuhr er zudem den Zusatzpunkt für die Pole Position ein, verlor die Führung aber durch einen langsamen Boxenstopp.

Alexander Albon übernahm die Führung, während George eine Strafe erhielt, weil er zu schnell in der Box war. Trotzdem schnappte er sich P2.

"Wir hatten wohl ein Problem bei der Befestigung des linken Vorderrads", erklärte Russell. "Der Mechaniker hat sich dafür entschuldigt, aber ich sagte ihm, dass wir in diesem Jahr bislang zu den Schnellsten in der Box gehört haben. Wenn wir dann einen Fehler haben, der uns eine Position kostet, dann bin ich nicht enttäuscht. Danach schätzte ich die Dinge falsch ein, als ich den Geschwindigkeitsbegrenzer ausschaltete. Ich bin enttäuscht, mein Heimrennen nicht gewonnen zu haben. Die Pace war eindeutig vorhanden."

Am Sonntag kämpfte sich Russell vom siebten Platz bis auf Rang zwei nach vorne. Dabei zeigte er erneut starke Manöver, ohne dabei seinen Pirelli-Reifen zu viel abzuverlangen. "Das war ein großartiges Rennen", sagte er. "Nach dem Rückschlag am Samstag wollte ich eine gute Show zeigen." Das ist ihm eindeutig gelungen!

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