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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Kanada Von Erinnerungen an Montrea...

Von Erinnerungen an Montreal bis zu Gehaltsaussagen: Hier sind einige der Geschichten, die ihr am letzten Wochenende vielleicht verpasst habt...

Erfolgreiches Pflaster

Der Große Preis von Kanada war schon immer ein denkwürdiges Rennen für die Fahrer von Mercedes-AMG Petronas Motorsport.

Lewis gewann auf dem Circuit Gilles Villeneuve in der Saison 2007 seinen ersten Grand Prix. Klar, dass er es als das bis dahin "beste Wochenende meines Lebens" in Erinnerung behalten hat.

Aber damit zeigte er sich noch lange nicht zufrieden, auch 2010, 2012, 2015, 2016 und 2017 hieß der Sieger Lewis Hamilton - damit stellte er die sechs Siege von Michael Schumacher ein. Außerdem hält er mit dem deutschen Rekordweltmeister auch den Rekord für die meisten Pole Positions auf dieser Strecke (sechs).

Auch Valtteri gelang der Durchbruch in Kanada, als er sich 2013 auf nasser Strecke im Williams für einen starken dritten Startplatz qualifizierte - hinter den mehrmaligen Weltmeistern Sebastian Vettel und Lewis. Seitdem gehört Montreal zu seinen Lieblingskursen. Wenig überraschend, dass er erst der zweite Teamkollege ist, der Lewis dort im Qualifying schlagen konnte.

Unser Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda erlebte ebenfalls schon fantastische Momente in Kanada. Vier Jahre vor dem ersten Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve absolvierte Niki seine erste Saison mit Ferrari und in einem Auto mit dem er um die WM kämpfen konnte.

Beim vorletzten Saisonrennen qualifizierte er sich im Mosport Park für die zweite Reihe. Doch Niki übernahm am Start die Führung und führte das Rennen für 67 der 80 Runden an, bevor er auf einer Öllache ausrutschte (für die keine Flaggen angezeigt wurden) und damit seine Titelhoffnungen begraben musste. Allerdings sollte er in zwei der folgenden drei Saisons den Titel gewinnen.

1979 beendete Niki nur zwei der 13 vorherigen Rennen bevor er auf den Circuit Gilles Villeneuve kam. Nach einem kalten und nassen Trainingstag erklärte Niki, dass er "keine Lust mehr habe, im Kreis zu fahren" und verkündete seinen sofortigen Rücktritt. Danach packte er seine Koffer und verschwand, um sein DC10 Pilotentraining fortzusetzen.

Anfang 1982 kehrte er mit McLaren zurück und gewann zwei Jahre später seinen dritten WM-Titel - ein Jahr bevor Lewis geboren wurde...

Lewis setzt sich für Frauen ein

Die Forbes-Liste der 100 bestbezahlten Sportler mag nicht komplett der Realität entsprechen, aber sie ist stets Mittelpunkt vieler Diskussionen.

In diesem Jahr führt der Boxer Floyd Mayweather die Liste an, die das jährliche Gehalt und Werbeverträge berücksichtigt. Einen Großteil seiner $285 Millionen US-Dollar verdiente er durch Anteile an den Pay-Per-View-Verkäufen seines Kampfes gegen Ultimate Fighting Championship Ass Conor McGregor.

Zum Vergleich: Der Fußballer Lionel Messi belegte mit $111 Millionen Platz zwei, Tennisspieler Roger Federer wird mit $77,2 Millionen auf Rang drei geführt. Lewis liegt laut Forbes mit $51 Millionen auf Rang zwölf. Der Golfspieler Tiger Woods liegt mit $43,3 Millionen auf Platz 18, zwei Plätze vor Sebastian Vettel mit $42,3 Millionen. Der Boxer Anthony Joshua belegt mit $39 Millionen Platz 25, Fernando Alonso kam auf Rang 39 ($33 Millionen).

Kontrovers diskutiert wurde die Tatsache, dass zum ersten Mal seit acht Jahren keine einzige Frau in der Liste verteten ist, in der die Tennisspielerinnen Serena Williams und Maria Sharapova regelmäßig enthalten waren. Serena, eine Freundin von Lewis, nahm zuletzt eine Baby-Pause, und Sharapova kehrte erst kürzlich nach einer Sperre zurück.

Lewis sagte über diese Entwicklung: "In der F1 gibt es keine weiblichen Fahrer, also hat die F1 damit nichts zu tun! Aber es zeigt, wie sehr die Welt hinterherhinkt. Es gibt keinen Grund dafür, warum eine Frau nicht genauso viel wie die Männer verdienen sollte. Serena ist eine der drei größten Sportlerinnen aller Zeiten - vor einigen, wenn nicht sogar allen, Leuten in dieser Liste."

"Es ist eine große Frage, warum es so ist. Frauen regieren die Welt, deshalb verstehe ich es nicht. Es zeigt einfach, dass wir in der Steinzeit leben und dass sich etwas ändern muss. Was es soweit ist? Ich weiß es nicht. Diesen Kampf trägt die Gesellschaft heute aus."

Keine erzwungenenen Manöver

Ein kleiner Sturm kam im Teekessel von Force India auf, als Esteban Ocon Lewis in Monaco vorbeiließ, nachdem dieser seinen Boxenstopp absolviert hatte.

Force India fährt mit Mercedes-Motoren und nach dem Rennen kontaktierten einige Teams die FIA, um sich über eine Absprache zwischen den beiden Teams zu beschweren - was gemäß Reglement verboten ist. Eine interne Untersuchung der FIA ergab jedoch, dass es keinen Grund gab, diese Sache weiterzuverfolgen.

Esteban wurde zwar langsamer, um Lewis vorbeizulassen, aber nicht, weil ihn das Team dazu angewiesen hatte. Force India COO Otmar Szafnauer erklärte: "Wir fuhren unser eigenes Rennen und es war nicht gegen Lewis. Alonso war an der Box gewesen und versuchte, einen Undercut gegen uns. Wir wollten nicht, dass Esteban gegen Lewis Zeit verlor."

Toto fügte hinzu: "Ich verstehe die Aufregung nicht. Lewis war auf frischen Reifen und Ocon fuhr gegen andere Autos. Wenn du kämpfst, verliest du viel Zeit, besonders in Monaco, wo du ständig in die Spiegel schauen musst. Da sind es mehr als zwei Sekunden pro Runde. Ich denke, es war eine normale Situation, die wir in der Vergangenheit schon oft gesehen haben und auch in Zukunft wieder erleben werden."

Ein verlorener Platz?

Rückblickend waren die Plätze zwei und fünf für Valtteri und Lewis in Kanada nicht das, was sich das Team vorgenommen hatte. Aber wenn es nach Lewis geht, könnte sich in zehn Rennen herausstellen, dass er sehr dankbar dafür sein muss, dass dieser fünfte Rang "kein achter Platz oder sogar ein Ausfall" gewesen ist.

Der erste gescheiterte Plan war jener, die verbesserte neue Power Unit auf die Power-Strecke in Montreal mitzubringen. Dort hätte die neue Spezifikation ein ordentlicher Vorteil sein können. Leider verhinderten Qualitätsprobleme auf dem Prüfstand den Einsatz. Es ist unmöglich zu sagen, wie groß der Vorteil gewesen wäre. Vielleicht ein Zehntel pro Runde? Vielleicht etwas mehr?

Valtteri sagte nach dem Rennen: "Wir haben gestern gesehen, dass wir neun Hundertstel auf die Pole verloren haben und wenn du das heute über 70 Runden hochrechnest, sind das sieben Sekunden und wir lagen 7,3 Sekunden zurück..."

"Es ist nichts Großes, aber Ferrari war heute definitiv schneller und hatte einen kleinen Vorsprung, den sie nutzen konnten, um Benzin zu sparen und das Rennen zu kontrollieren. Wir hatten eine ähnliche Pace wie Red Bull, vielleicht waren wir sogar etwas schneller. Wir kamen in der Annahme hierher, dass uns diese Strecke liegen würde und hofften, hier um den Sieg zu kämpfen. Aber dem war nicht so. Das zeigt, wie eng das Entwicklungsrennen derzeit ist. Wir sind definitiv nicht zu Favoriten vor dem Frankreich GP - das ist ein Fakt."

Für Valtteris Rennen war es entscheidend, Max Verstappen (der auf den weicheren HyperSoft-Reifen von Pirelli startete) am Start hinter sich zu halten.

"Er war auf der sauberen Seite der Strecke und hatte definitiv einen bessern Start als ich - und er war auf der Innenseite. Meine einzige Chance war es, den Speed mitzunehmen, spät zu bremsen und in Kurve zwei nach innen zu kommen. Das ist mir gelungen, obwohl sich unsere Räder leicht berührt haben."

Lewis hatte unterdessen Schwierigkeiten mit Leistungsaussetzern, die praktisch schon am Start einsetzten. Wie sehr ihn das behindert hat? "Enorm! Ich dachte, dass der Motor hochgehen würde. Ich kam auf der ersten Runde bis zur zweiten Kurve und dann setzte die Leistung aus. Ich hatte viele Bedenken. Ich bin mir sicher, dass es in den nächsten Tagen noch schmerzhafter wird. Schlussendlich war es ein schwaches Wochenende, aber es hätte auch ein Ausfall sein können."

Ein Chassis-Problem sorgte dafür, dass der Motor überhitzte. Deshalb musste das Team Lewis so früh es ging an die Box holen. Nach 16 von 70 Runden hatte er sein Boxenstoppfenster erreicht. Beim Stopp öffnete das Team die Kühlschlitze am Kopfschutz. Gleichzeitig wurde die Benzinmischung etwas verstärkt, um die Kphlung zu verbessern. Auf der nächsten Runde kam Daniel Ricciardo an die Box und konnte so Lewis im Kampf um P4 überholen.

"Die gesamte Power Unit funktionierte nicht korrekt", sagte Lewis. "Gangwechsel, einfach alles hinter mir. Ich fuhr 120%. Ich ging heute Risiken ein, aber ich kam nicht nah genug heran und mir fehlte Leistung. Ich habe hart gepusht. Selbst auf der vorletzten Runde hatte ich einige starke Leistungseinbrüche zu verzeichnen."

Was das Wochenende für das Team noch verbessern hätte können, wäre mehr Zeit für die Fahrer auf den HyperSoft-Reifen von Pirelli gewesen.

"Es gibt nicht nur einen einzigen Grund, warum wir uns nicht wie erhofft geschlagen haben, aber wir wissen alle, dass wir auf Basis der Ergebnisse des Abu Dhabi (Reifentests im Vorjahr) in die falsche Richtung geleitet wurden", sagte Toto.

"Wenn wir ein oder zwei mehr Sätze gehabt hätten, damit sich die Fahrer daran hätten gewöhnen können, hätte uns das vielleicht im Qualifying geholfen. Aber ich sage "vielleicht", weil ich es nicht weiß. Aber ich schätze, es war wahrscheinlich zu spät, als Lewis am Samstagvormittag zum ersten Mal auf dem Hyper gefahren ist."

Der Rennsieger Sebastian Vettel übernahm auch wieder die Führung in der Fahrer-WM - einen Punkt vor Lewis. In der Konstrukteurs-WM kam Ferrari bis auf 17 Punkte an Mercedes heran. "Vor Montreal erwarteten wir, dass wir hier richtig stark sein würden und wir reisen in dem Wissen ab, dass wir nicht da waren, wo wir hätten sein sollen. Das ist ein lauter Weckruf für jedes Teammitglied, von denen wir auch schon welche in der Vergangenheit erlebt haben. Jeder muss überprüfen, wie er die Performance verbessern kann, um diese engen Abstände zu optimieren. Denn sie machen den Unterschied aus."

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