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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Monaco Von den Leitplanken in Mona...

Von den Leitplanken in Monaco bis zur erhöhten Lautstärke: Wir präsentieren Euch ein paar versteckte Perlen, die ihr in all dem Monte Carlo Glamour & Glitzer vielleicht verpasst habt...

Der schmale Grat zwischen Sieg und Niederlage...

Nirgends ist der Grat zwischen Sieg und Niederlage so schmal wie in den engen Straßenschluchten von Monte Carlo. Zehn Minuten vor dem Ende des dritten Trainings berührte Max Verstappen ausgangs Schwimmbad die innere Leitplanke in Kurve 15, sprang deshalb über den Kerb und direkt in die Leitplanke auf der gegenüberliegenden Seite.

Trotz des vollen Einsatzes der Red Bull-Mannschaft verpasste der Niederländer das Qualifying und musste vom Ende des Feldes starten - damit waren seine Siegchancen verflogen. Valtteri machte ein paar interessante Beobachtungen über diesen Streckenabschnitt, in dem es Verstappen erwischte.

"Man konnte im Fernsehen erkennen, dass die innere Leitplanke in Kurve 15 sich ein wenig bewegt. Man kann sie leicht berühren und es ist kein Problem. Aber irgendwann bewegte sie sich nicht mehr und war wie ein Stein - und dann zerstört sie dir die Aufhängung. Es kommt darauf an, wie viel Risiko du eingehen möchtest."

Der ehemalige Formel 1-Fahrer Jolyon Palmer unterstützt die Aussage von Valtteri: "Wenn man weiter als ein paar Zentimeter von der Leitplanke weg bist, fährst du nicht hart genug...", verriet Jolyon, der in Monte Carlo für BBC Radio Five Live kommentierte.

Und ihr habt wohl gedacht, dass man den Leitplanken in Monaco komplett fernbleiben sollte!

Mikas Monaco Wunder: 20 Jahre danach

Valtteri Bottas ehrte in Monaco einen finnischen Landsmann mit seinem Helmdesign: Den Sieger von 1988 und Doppelweltmeister Mika Häkkinen.

Während Mercedes bereits in den 30er Jahren mit Luigi Fagioli, Rudolf Carraciola und Manfred von Brauchitsch Rennen in Monaco gewonnen hat, bescherte Mika der Marke mit dem Stern 1998 den ersten Sieg in der Formel 1.

Um diesen Meilenstein zu feiern, ließ Häkkinen sein Siegerauto, den McLaren-Mercedes MP4/13 auf das Deck einer 40-Meter-Jacht im Hafen von Monaco heben. Dort sprach Mika, der im September seinen 50. Geburtstag feiert, am freien Monaco-Tag am Freitag über die alte Zeit. Oberflächlich betrachtet war es ein einfacher Sieg: Pole, schnellste Rennrunde und von Start bis Ziel geführt. In der Realität sah es jedoch etwas anders aus.

"Monaco ist immer hart und verlangt dir absolute Konzentration ab", verriet Häkkinen. "Mein Teamkollege war damals David Coulthard und er startete ebenfalls aus der ersten Reihe. Wir lagen eng zusammen, bis er ausfiel. Danach führte ich das Rennen komfortabel an und wurde etwas langsamer. Dadurch verliert man natürlich Temperatur und Druck in den Reifen. Deshalb sagte mir das Team, dass Fisichella auf mich aufholte und ich wieder mehr Gas geben sollte. Fünf Runden vor Schluss lenkte ich in Rascasse etwas zu früh ein und ich berührte die Leitplanke mit dem rechten Hinterrad recht hart."

"Das werde ich niemals vergessen. Ich war zu 100% sicher, dass das Rennen vorbei war, aber es war nichts kaputt. McLaren hatte nach dem Qualifying (das war noch vor der Einführung der Parc Fermé-Regeln) stärkere Querlenker für die Radaufhängung eingeflogen. Das war sehr gut, denn ansonsten hätte ich das Rennen nicht gewonnen."

Wie sieht die Zukunft aus?

Die Formel 1-Teamchefs trafen sich in Monaco erneut mit den Verantwortlichen von Liberty Media, um über die Zukunft des Sports über das Jahr 2020 hinaus zu diskutieren.

Zu den erklärten Zielen von Liberty gehören eine Vereinfachung der Motorregeln, die Abschaffung der MGU-H, und die Einführung einer Kostengrenze, die zu einem mehr ausgeglichenen Feld zwischen den reicheren und ärmeren Teams führen soll.

"Das Treffen war ein weiterer Fortschritt", sagte Toto. "Ich habe gesunden Menschenverstand am Tisch erkannt und es waren produktive Gespräche. Das Datum (für die Veröffentlichung des Motorenreglements für 2021) wurde für Ende Juni festgelegt oder innerhalb der nächsten zwei Monate."

"Wir haben den Verlust der MGU-H akzeptiert. Wir glauben, dass dies für die Technologie ein Rückschritt ist, aber mit Blick auf einen Kompromiss, um mehr Spektakel zu erzeugen, wird die MGU-H verschwinden und dadurch die Drehzahlen steigen und auch das Benzinlimit aufgelöst."

"Ich glaube, dass wir einen lauteren Motor haben werden und wir werden beim Benzin nicht so eingeschränkt sein. Wir versenden damit nicht die nachhaltigste Botschaft, aber wir können aus Sicht des Spektakels verstehen, dass wir das in Betracht ziehen und akzeptieren müssen."

"Es gibt Gespräche über eine Einschränkung der Prüfstände - wir wollen kein weiteres Wettrüsten bei der Infrastruktur. Beim Motorenreglement sind wir also sehr nah dran, einen Haken dahinter zu setzen."

 "Der einzige große Punkt, den wir noch lösen müssen, ist die Tatsache, dass wir viel Geld für die Motorenentwicklung ausgeben und wir müssen in den nächsten Jahren verhindern, dass wir es doppelt ausgeben, in dem wir die aktuellen Motoren weiterentwickeln und gleichzeitig die neuen."

Toto war auch mit einem flexibleren Zugang zum Thema Kostengrenze zufrieden. Zunächst sollten es $150 Millionen zuzüglich der Fahrergehälter, Marketing und den Topverdienern des Unternehmens sein.

"Liberty hat eingesehen, dass zu einer Kostengrenze ein Prozess gehört. Es muss sich über mehrere Jahre hinziehen und die verschiedenen (Team-)Strukturen berücksichtigen, die es aktuell gibt. Das haben wir ihnen mitgeteilt."

Hyperaktiv oder Ultragut?

In Monaco kamen zum ersten Mal in diesem Jahr die neuen HyperSoft-Reifen (pink) von Pirelli zum Einsatz. Neben der weichsten Mischung im Angebot brachte Pirelli auch die UltraSofts und die SuperSofts mit.

Das Training am Donnerstag zeigte, dass der neue HyperSoft rund eine Sekunde pro Runde schneller war als der UltraSoft. Dafür zeigte er starkes Graining (Abbau der Reifenoberfläche auf ganzer Breite; reduzierter Grip), weshalb die Teamstrategen glaubten, dass es von taktischem Vorteil sein würde, wenn man das Q2 (in dem der Startreifen für das Rennen festgeschrieben wird) mit dem UltraSoft-Reifen überstehen könnte. Die Mercedes-Fahrer waren die einzigen, die das Q2 auf den UltraSofts angingen.

"Es wäre schön gewesen, auf dem UltraSoft zu starten, während die anderen den HyperSoft hatten. Dann hätten wir einen viel längeren Stint fahren können und das hätte vielleicht eine Chance ergeben können, besonders wenn wir nicht aus der ersten Reihe starten", sagte Valtteri.

Es erschien unwahrscheinlich, dass der W09 Red Bull und Ferrari im Qualifying schlagen könnte. Somit wurde der Plan geschmiedet, dass Lewis und Valtteri das Rennen hätten anführen können, wenn sie mit dem UltraSoft ins Q3 gekommen wären. Danach hätten sie den nötigen Vorsprung für ihr Boxenstoppfenster herausfahren können.

Aber das war zu viel verlangt: Im Q1 lag das gesamte Feld innerhalb von 1,38 Sekunden. Somit gingen sie das Risiko ein, im Q2 außerhalb der Top-10 zu landen und damit ihre Chancen für das Rennen zu minimieren. Es gab auch die Option, beim zweiten Run im Q2 auf den HyperSoft zu setzen, sollte die Pace nicht gut genug sein. Genau das geschah dann auch.

Es war trotzdem riskant. In Monaco sind Zwischenfälle normal und wenn gelbe Flaggen oder ein technisches Problem den zweiten Run im Q2 beeinträchtigt hätten, wäre das fatal für das Team gewesen. Aber wer nichts riskiert, kann auch nichts gewinnen.

"Unsere Pace war nicht ganz gut genug und ich denke, dass wir schlussendlich auf Basis unserer Berechnungen ein Zehntel davon weg waren, um es zu schaffen", erklärte Valtteri. Lewis ging deshalb von P3 und Valtteri von P5 ins Rennen. Und zwar auf den gleichen HyperSofts wie der Rest der Top-10. Damit war ihnen klar, dass in Monaco nur höhere Gewalt würde helfen können!

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