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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Österreich Diese Geschichten hast Du a...

Diese Geschichten hast Du am Red Bull Ring vielleicht verpasst...

Meilensteine

Unserem Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda wurde die Ehre zuteil, als einziger Österreicher seinen Heim-Grand-Prix zu gewinnen.

Das gelang ihm zwar nicht in seiner Zeit bei Ferrari, aber 1984 bei McLaren, als er ein angeschlagenes Auto bis ins Ziel rettete. Dabei versteckte er das Problem so gut, dass ihn sein Verfolger Nelsin Piquet nicht weiter unter Druck setzte.

Lauda hält zusammen mit Piquet und Rene Arnoux auch den Pole-Rekord mit drei Pole Positions (auf dem alten Österreichring).

Obwohl Lewis erst vor vier Jahren zum ersten Mal auf dem umgebauten Red Bull Ring fuhr, befand sich auch er schon auf dem Weg in diesen elitären Kreis - bis ihn Valtteri um eine Hundertstelsekunde zuvorkam! Lewis erzielt allerdings so viele Rekorde, dass er darüber überhaupt nichts wusste...

Schmetterlinge im Grid

Valtteris Ehefrau Emilia freute sich über die erste Saison-Pole ihres Gatten und war vor dem Start im Grid.

Dort entdeckte sie niemand anderes als der mehrmalige GP-Sieger Mark Webber, der für den TV-Sender Channel 4 arbeitet.

Mark kennt sich in den meisten Sportarten aus und wusste auch über die ehemalige Olympiateilnehmerin Emilia sowie deren finnische Rekorde über 50, 100 und 200 Meter Schmetterling sowie 200 M Lagenschwimmen Bescheid.

"Apropos Schmetterlinge", sagte Webber. "Du bist auch Sportlerin, flattern bei Dir auch die Nerven, wenn Valtteri am Start steht?"

"Schlimmer!", sagte Emilia. "Weil ich nichts unternehmen kann..."

Leider erwiesen sich ihre Worte als prophetisch, da Valtteri nach einem nicht ganz so glanzvollen Start wie im Vorjahr auf Rang vier zurückfiel. Aber er kämpfte sich bravourös zurück und überholte Kimi Räikkönen und Max Verstappen außen herum in Kurve vier!

F1 ist niemals einfach...

Wenn ein Rennen den Beweis dafür darstellt, dann ist es Österreich. Zunächst sah das Rennen recht unkompliziert aus. Lewis nutzte die durchdrehenden Räder bei Valtteri aus und übernahm die Führung. Danach kämpfte sich Valtteri zurück auf Platz zwei. In der Box riss Toto die Fäuste in die Höhe: Die Silbernen gaben den Ton an.

In den ersten 13 Runden sprach nichts dagegen. Max vollführte auf der ersten Runde ein mutiges Überholmanöver gegen Kimi und war nun Dritter. Er lag 2,5 Sekunden hinter Valtteri und hatte seinerseits drei Sekunden Vorsprung auf den Ferrari-Fahrer. Daniel Ricciardo belegte dahinter P5.

Der größte WM-Rivale von Lewis, Sebastian Vettel, fuhr auf Rang sechs, elf Sekunden hinter dem Auto mit der Nr. 44. Aber dann war es nach 14 von 71 Runden soweit: Valtteris Hydraulikproblem schlug zu und die FIA rief eine virtuelle Safety-Car-Phase (VSC) aus, so lange der Mercedes mit der Startnummer 77 geborgen wurde.

Das Rennen wurde von den meisten als Ein-Stopp-Rennen angesehen. Ein Großteil des Feldes fuhr auf den weichen Pirelli-Reifen, die für mehr als 60 Runden für gut befunden worden waren. Demnach war es keine Überraschung, dass einige Teams in dem VSC einen Vorteil suchten.

Red Bull legte einen Doppelstopp für Max und Daniel ein. Ferrari holte Kimi und Sebastian herein: Haas rief Romain Grosjean herein. Von den 18 Fahrern, die sich noch im Rennen befanden, kamen nur sechs nicht herein, einer davon war Lewis.

Sobald das VSC aufgehoben war, hatte Lewis 13,1 Sekunden Vorsprung auf Verstappen. Räikkönen und Ricciardo lagen ebenfalls innerhalb des Boxenstoppfensters von 20 Sekunden. Diese Zeit hätte Lewis gebraucht, um unter normalen Rennbedingungen einen Boxenstopp zu absolvieren. Auch Vettel war 23 Sekunden hinter Lewis eine Gefahr auf frischen Reifen.

"Ich habe keine Zeit mehr in diesen Reifen...", sagte Lewis im Funk, als klar wurde, dass Mercedes einen strategischen Fehler begangen hatte. Auf seinen gebrauchten superweichen Pirelli-Reifen verlor Lewis mehr Boden gegen seine Verfolger auf den neuen weichen Reifen. Da Vettel verdammt nah an seinem Boxenstoppfenster dran war, rief das Team Lewis in Runde 25 herein.

"Stimmt das, ich bin jetzt Vierter?", fragte ein frustrierter Lewis, als er hinter den beiden Red Bull-Fahrern und Kimi herauskam. Es stimmte. Chefstratege James Vowles meldete sich im Funk und gab vor Millionen von TV-Zuschauern zu: "Ich habe Dich heute den Sieg gekostet, aber gib einfach alles."

Es war schwer, nicht mit James mitzufühlen. Die Rennen werden oft durch schnelles Denken und oft durch komplexe Strategieentscheidungen gewonnen. Wenn das gelingt, bleiben die Verantwortlichen oft nur Helden im Hintergrund.

Die Situation und die Entscheidung waren aber wie so oft nicht so einfach wie sie schienen. Wenn Lewis hereingerufen worden wäre, hätten Red Bull und Ferrari die Strategien ihrer beiden Autos aufteilen können. Zum Beispiel: Lewis stoppt und sie lassen Max und Kimi draußen, um Plätze gutzumachen, während sie Daniel und Sebastian hereinrufen. Dann hätten sie die Rennpace kontrollieren können, damit Vettel auf Lewis aufholt.

Tatsächlich absolvierten aber sowohl Red Bull als auch Ferrari Doppelstopps, aber das konnte Mercedes nicht wissen, als sie die Entscheidung trafen.

Entscheidend war jedoch, dass das Team glaubte, die VSC-Phase würde eine Runde länger dauern, als es tatsächlich der Fall war. Sie dachten, dass sie dadurch Zeit hätten, auf der folgenden Runde auf die Entscheidung ihrer Rivalen zu reagieren, anstatt selbst den Auslöser zu spielen und als erstes an die Box zu gehen. Diese Entscheidung führte zum Fehler.

Aber all das wurde unwichtig, als ein Problem mit dem Benzindruck nein Runden vor Rennende zum ersten Mercedes-Doppelausfall in der Hybrid-Ära führte.

Das bedeutet, dass Sebastian die Fahrer-WM jetzt mit einem Punkt Vorsprung auf Lewis anführt und Ferrari in der Konstrukteurswertung zehn Punkte vor dem Team liegt.

Eine vielversprechende Zukunft

Nach seinem Sieg im F2-Hauptrennen in Le Castellet erlebte Mercedes-Ersatzfahrer George Russell ein beeindruckendes Wochenende in Österreich - er gewann das Hauptrennen und wurde im Sprintrennen am Sonntag Zweiter.

Da es nur wenig Trainingszeit in der Formel 2 gibt, haben es Rookies besonders schwer, das Verhalten der Reifen zu verinnerlichen.

"Am Samstag war der Abbau der SuperSoft-Reifen am Start extrem und nach ungefähr eineinhalb Runden rutschte ich nur noch herum", gab Russell zu. "Ich dachte, dass ich echt zu kämpfen hatte und danach sah ich in den Spiegel und erkannte, dass es bei Lando (Norris) genauso war."

Russell fand die richtige Kombination aus Pace und Reifenmanagement und fuhr 25 Punkte für den Sieg ein - plus zwei für die Pole Position.

Am Sonntag startete er von Platz acht, da die Top-8 in der Startaufstellung in umgedrehter Reihenfolge zum Rennergebnis des ersten Laufs losfahren. Umso beeindruckender ist sein zweiter Platz. George zeigte schon früh im Rennen eine Reihe an Überholmanövern, bei denen er seinen fragilen Reifen nicht allzu viel abverlangte. So verbesserte er sich immer weiter und sammelte jede Menge Punkte.

Dank seines erfolgreichen Wochenendes verlässt George Österreich zum ersten Mal als Führender in der F2-Meisterschaft. Er hat 132 Punkte im Vergleich zu 122 Punkten für Norris und 94 für Artem Markelov.

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