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    INSIDE: Bonus-Geschichten aus Spanien Während eines Grand Prix-Wo...

Während eines Grand Prix-Wochenendes ist sehr viel los, wir fassen die besten Fahrerlager-Geschichten zusammen...

Lewis Hamilton: Champion, Legende... Designer?

Die neuen Besitzer der Formel 1, Liberty Media, möchten den Sport bekannter machen und in neue Städte bringen. Eine davon konnte schon im Oktober 2019 Miami sein!

Am 10. Mai wurden die Rennpläne von den "City of Miami Commissioners" und dem "Economic Development and Tourism Committee" (Miami-Dade County) besprochen und werden nun weiterverfolgt.

Lewis verbringt viel Zeit in den USA: "Miami ist ein super cooler Ort und ich war richtig begeistert, darüber zu hören... bis ich das Layout gesehen habe."

Der erste Vorschlag sieht einen 2,57-Meilen langen Kurs mit zwei langen Geraden vor. Die Strecke führt über die Port Boulevard Bridge und entlang des Miami Heat NBA-Stadions. Ohne Vorurteile glaubt Lewis, dass auch andere Bereiche eingeschlossen werden können und bot seine Unterstützung und Ideen an.

"Ich verstehe nicht, warum die Top-Golfer der Welt alle Golfkurse designen, aber in der Formel 1 noch nie ein Rennfahrer am Design einer Strecke beteiligt war", sagte er.

"Miami könnte viel mehr Spaß machen. Mir graut es vor einem weiteren Straßenkurs wie in Valencia, das war nicht gerade toll. Straßenkurse können gut oder schlecht sein, aber Miami ist ein Hit."

Das beliebteste Straßenrennen der Formel 1 in den USA wurde von 1976 bis 1983 im südkalifornischen Long Beach ausgetragen. Dort gewann Niki Lauda 1982 das erste Rennen nach seinem F1-Comeback.

Gerard interessiert sich für F1

Barcelona-Fußballstar und F1-Fan Gerard Piqué nahm sich am Samstag die Zeit, die Mercedes-Box zu besuchen. Kurz darauf holte sich Lewis seine zweite Pole Position der Saison vor Valtteri.

Leider konnte der Verteidiger des katalanischen Clubs am Renntag nicht dabei sein, da er auf dem Feld benötigt wurde. Dabei endete die bislang ungeschlagene Saison von Barcelona mit einer 4:5-Niederlage gegen Levante.

Ein zukünftiger Star

Mercedes-AMG Petronas Motorsport Erswatzfahrer George Russell eilt in der Formel 2 von Erfolg zu Erfolg. In Barcelona gewann er das Samstagsrennen.

Der 20-Jährige aus Kings Lynn in Norfolk wiederholte damit seinen Sieg aus dem Sprintrennen in Aserbaidschan, bei dem die Startaufstellung umgedreht wird. Er zeigte eine gute Leistung auf nasser Strecke und musste dabei nicht weniger als vier VSC-Phasen (Virtual Safety Car) überstehen.

Der amtierende GP3-Champion liegt nun nach drei der zwölf Rennwochenenden hinter McLaren-Mann Lando Norris und Alexander Albon auf dem dritten Gesamtrang der F1-Nachwuchsserie.

Russell absolvierte im vergangenen Jahr in Brasilien und Abu Dhabi Freitagseinsätze für Force India. Sein nächster F1-Test ist für den Test nach dem Ungarn GP im Juli geplant.

Blistering? Totaler Quatsch!

Teamchef Toto Wolff widersprach Aussagen, wonach die dünneren Pirelli-Reifen, die in Barcelona zum ersten Mal zum Einsatz kamen (die Lauffläche war 0,4mm dünner), dem Team einen Vorteil verschafft hat.

Damit reagierte der offizielle Reifenhersteller der Formel 1 auf die Wintertestfahrten in Barcelona, als eine Reihe an Teams mit Blistering zu kämpfen hatten. Die Veränderung gilt für Barcelona, den neuen Frankreich GP in Paul Ricard Ende Juni und den Großbritannien GP in Silverstone. Die Dicke der Lauffläche wurde in Spanien bei allen drei Mischungen reduziert (SuperSoft, Soft und Medium) und wurde gegenüber härteren Mischungen bevorzugt.

Die Reifenperformance war wieder einmal das Thema Nummer unter den Ingenieuren in Barcelona und Lewis sagte dazu: "Diese Reifen scheinen das kleinste Arbeitsfenster zu haben. Egal, ob wir mehr oder weniger Gummi haben, sie scheinen immer viel härter als letztes Jahr zu sein. Ich weiß, dass sie (Pirelli) sogar weicher gegangen sind, aber ich glaube, dass es daran liegt, dass das Arbeitsfenster viel kleiner ist als im Vorjahr - und so gibst du (im Qualifying) auf einer Out-Lap alles und bist trotzdem nicht im Reifenfenster."

Nachdem Mercedes sich zum ersten Mal in dieser Saison die erste Startreihe gesichert hatte, wurde Valtteri gefragt, ob Pirelli das getan hätte, um Mercedes mit den Blistering-Problemen zu helfen. Das hatte ein Rivale angedeutet.

"Warum sollten sie uns helfen wollen?", reagierte er.

Toto sagte hingegen: "Ist Quatsch ein schlimmes Wort in Englisch? Okay, dann ist es Müll. Alle guten Teams hatten bei den Barcelona-Tests starkes Blistering: Red Bull, Ferrari, wir und McLaren glaube ich. Diese Reifen hätten im Rennen nicht gehalten und das, obwohl die Strecken- und Umgebungstemperaturen bei den Tests arktisch waren."

"Aus diesem Grund hat Pirelli die Dicke der Reifen verändert, um Blistering vorzubeugen, und sie waren damit erfolgreich. Ich weiß nicht, woher plötzlich dieses Gerücht kommt, dass wir Pirelli und die FIA beeinflusst hätten, damit sie die Reifen ändern. So etwas hat noch nie funktioniert. Warum sollten sie das tun? Wir hatten im Winter andere Reifen und unser Performance-Vorsprung war größer. Ich denke nicht, dass es einen Einfluss hatte."

"Wann immer wir in der Vergangenheit nicht gut genug waren, haben wir uns an die eigene Nase gefasst und Performance im Auto gesucht - wir haben uns nie umgedreht und gefragt, was die anderen falsch machen. Das zeigt, dass wir heute einen guten Tag hatten!"

Daumen hoch für die Aero-Regeln 2019

Nach vielen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten im Hintergrund werden ab 2019 einige Aerodynamikänderungen in der Formel 1 eingeführt. Das Ziel ist es, das Hinterherfahren sowie Überholmanöver zu vereinfachen.

Die Formel 1-Besitzer von Liberty Media und der Weltverband FIA haben viel Manpower in wissenschaftliche Studien gesteckt, um diese Elemente für ein neues Regelwerk zu verbessern, wenn die aktuelle F1-Vereinbarung Ende 2020 ausläuft. Kürzlich wurde jedoch beschlossen, dass einige Änderungen schon früher vorgenommen werden. Dabei geht es um schmalere Frontflügel, Bremsbelüftungen und tiefere Heckflügel.

Zunächst wurde angenommen, dass Mercedes und Ferrari gegen diese Änderungen waren. In Spanien erklärte Toto jedoch: "Wir waren leicht dafür, das Aktuelle beizubehalten, vielleicht 60:40, weil wir diese Regeln kennen und wir darunter konkurrenzfähig sind."

"Aber wir hatten das Gefühl, dass die Studie, die Nicholas Tombazis und die FIA durchgeführt haben, von der Richtung her korrekt und solide war. Wir glaubten, dass wir als amtierender Weltmeister nicht in der Situation sein wollten, ständig zu allen Vorschlägen nein zu sagen. Deshalb hat sich das Blatt gewendet und wir haben dafür gestimmt."

Siege sind nie einfach

Der Sieg von Lewis beim Spanien GP mag vielleicht deutlich ausgesehen haben, erst recht da Valtteri hinter ihm lag, aber trotzdem gibt es immer knifflige Strategieentscheidungen zu treffen.

Die wichtigste davon war in Spanien, ob man einen oder zwei Stopps machen sollte. Barcelona ist normalerweise ein Zwei-Stopp-Rennen, manchmal sogar ein Drei-Stopp-Rennen, wie vor zwei Jahren, als Max Verstappen seinen ersten Sieg eingefahren hat. Diesmal sorgte eine Reihe von Faktoren für nur einen Stopp.

Der Circuit de Barcelona-Catalunya gehörte früher zu den raueren Strecken. Doch der neue Asphalt hat das geändert. Da der Rundenzeitunterschied zwischen den beiden weicheren Mischungen in Spanien sehr gering ausfiel und einige Teams Schwierigkeiten hatten, den superweichen Reifen zum Arbeiten zu bringen, wurde eine Variante möglich, bei der man sich auf dem Soft qualifizierte, einen längeren ersten Stint fuhr und dann mit dem Medium bis zum Ende fuhr.

Es schient so, dass wenn ein Auto den SuperSoft zum Arbeiten brachte, dann war es der W09. Aber das Team glaubte, dass es nahezu keinen Rundenzeitunterschied zwischen dem SuperSoft und dem Soft gab. Der SuperSoft hatte etwas mehr Grip, bewegte sich dafür aber am Heck mehr und war eher am Limit.

Der Reifenabbau war in diesem Jahr kein so großes Thema, der Verschleiß der dünneren Pirellis hingegen schon. Nach 19 Runden konnte das Team an Valtteris Auto erkennen, dass nur noch wenig übrig war. Lewis berichtete hingegen, dass sich seine Reifen gut anfühlten. Sein erster Stint war sogar so stark, dass das Team, das zu diesem Zeitpunkt nicht unter Druck stand, ihn vorsichtshalber schon nach 25 Runden hereinholte und auf den Medium-Reifen setzte.

Dadurch übernahm Red Bull-Pilot Max Verstappen zwischenzeitlich die Führung. Der Niederländer fuhr bis zur Rennmitte, bevor auch er an die Box ging. Lewis kam nur gut drei Sekunden dahinter heraus und empfand das Aufholen auf Verstappen und das Überholen schwieriger als erwartet (Das Überhol-Delta liegt in Barcelona geschätzt bei 1,6 Sekunden). Damit bestätigte er, dass die Reihenfolge auf der Strecke entscheidend war. Das überzeugte das Team davon, mit beiden Autos nur einen Stopp zu machen.

Entsprechend überraschend war es, dass Vettel nach 41 Runden ein zweites Mal stoppte und damit Valtteri auf Platz zwei aufrückte. Der Ferrari-Fahrer kam knapp hinter Verstappen heraus und verpasste damit zum zweiten Mal in Folge einen Podestplatz.

Es war eine schwierige Entscheidung, das Graining an den Vorderreifen entschied über einen oder zwei Stopps. Zu Beginn des Rennens sah es danach aus, als ob der Soft sehr konstant sein würde. Aber sobald das Graining nach 16 oder 17 Runden einsetzte, erwartete das Team Schwierigkeiten mit nur einem Stopp - obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung nötig war.

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