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    INSIDE: Die Renaissance einer Motorsport-Ikone Wir werfen einen Blick auf ...

Wir werfen einen Blick auf die reichhaltige Rennsportgeschichte von Mercedes-Benz in Frankreich

Der Große Preis von Frankreich kehrt in dieser Saison nach einem Jahrzehnt Pause in den Formel 1-Rennkalender zurück. Das ist aus einer Vielzahl an Gründen bedeutend, aber der wichtigste Punkt ist zweifelsohne, dass es die Renaissance einer der legendärsten Grand Prix in der Geschichte des Motorsports bedeutet.

Frankreich wird weitestgehend als Motorsport-Pionier angesehen. Schließlich fanden hier im Jahr 1894 das erste Autorennen zwischen Paris und Rouen und 1906 der erste Grand Prix in der Geschichte des Sports statt. Daran durften Teilnehmer aus aller Welt teilnehmen und um den "Großen Preis" für den Sieger fahren.

Das Rennen von Paris nach Rouen war der erste Kontakt von Mercedes mit dem Rennsport. Entsprechend sind die Motorsport-Wurzeln tief und fest in der Geschichte der Marke verankert. Das Engagement im Motorsport setzte sich fort und wuchs über die Jahre in den späten 1800er und frühen 1900er Jahren sogar noch an. Die erste Erfolge waren nicht weit entfernt.

Dazu gehört der Sieg beim Großen Preis von Frankreich 1908 in Dieppe. Dort fuhren Daimler Mercedes-Rennwagen mit Christian Lautenschlager zum Sieg - dahinter kamen die Benz-Fahrer Victor Hémery und René Hanriot ins Ziel - ein rein deutsches Podium also, noch lange bevor die beiden Unternehmen sich 1926 zu Mercedes-Benz zusammenschlossen.

Das Glück von Mercedes in Frankreich ging aber weiter. Der Hersteller stand auch beim Frankreich GP 1914 ganz oben auf dem Podium - und das mit einem neuen Meilenstein. Das Rennen wurde auf öffentlichen Straßen in Lyon ausgetragen und war der Schauplatz eines 20-Runden langen Duells zwischen Peugeot und Mercedes.

Max Sailer ging für Mercedes früh in Führung, fiel dann aber mit einem Motorschaden aus. Somit wendete sich das Blatt für Peugeot, bevor Lautenschlager auf den Führenden aufholte und drei Runden vor Schluss zuschlug - vor geschätzt über 300.000 Zuschauern!

Er stürmte für Mercedes zum Sieg, während Louis Wagner und Otto Salzer den angeschlagenen Peugeut von Boillot überholten und so auf die Ränge zwei und drei kamen. Es war der erste Mercedes Dreifachsieg in einem Grand Prix und ein Durchbruch im Motorsportengagement.

Nach dem Zusammenschluss von Mercedes und Benz dominierte das Team in den 190er Jahren die Europameisterschaft und fuhr dabei drei Titel in vier Jahren ein (1935, 1037 und 1938). Jedes Mal ging der Titel an den legendären Rudolf Caracciola. In diese Zeit fallen auch zwei Siege beim Frankreich GP. So erzielte Caracciola am Steuer seines Mercedes W25 1935 einen Doppelsieg vor Manfred von Brauchitsch.

1938 schnitt Mercedes sogar noch einmal besser ab und sicherte sich im W154 einen Dreifachsieg - ein weiteres Beispiel für die Erfolge der Silberpfeile in Frankreich. In diesem Rennen ging von Brauchitsch als Sieger hervor - vor Caracciola und Hermann Lang.

Seit der Einführung der Formel 1 Weltmeisterschaft im Jahr 1950 nahm Mercedes nur einmal an einem Großen Preis von Frankreich teil. Allerdings an einem ganz besonderen: Es war das Formel 1-Debüt von Mercedes und gleichzeitig auch der erste Sieg in dieser Serie. Absolut standesgemäß!

Mercedes startete beim Frankreich GP 1854 in Reims mit dem mittlerweile legendären W196 in seiner absolut beeindruckenden Stromlinien-Konfiguration. Das Auto erwies sich als das Maß der Dinge und Juan Manuel Fangio sowie Karl Kling dominierten das Rennen.

Sie kämpften während des Rennens hart gegeneinander, aber Fangio ging schlussendlich mit einer halben Fahrzeuglänge Vorsprung als Sieger hervor. Das Team erzielte einen fantastischen Doppelsieg. Was für ein F1-Debüt für den W196 und die Silberpfeile - und ein Zeichen dafür, was in den kommenden beiden Saisons noch folgen sollte...

Mercedes mag im Vergleich zu einigen Rivalen keine so ausgeprägte Historie in Sachen Formel 1 in Frankreich besitzen, aber ein Rennen in diesem Land besitzt immer noch einen ganz besonderen Platz im silbernen Herzen. Schließlich war Frankreich mehrmals Schauplatz besonderer Meilensteine in der Anfangsphase des Herstellers.

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