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    INSIDE: Eure Fragen nach dem Deutschland GP Unser Chefstratege James Vo...

Unser Chefstratege James Vowles beantwortet Eure Fragen nach dem Deutschland GP...

Ben Wardle fragte auf Facebook:

-  War es Absicht, dass Lewis so lange draußen geblieben ist oder habt ihr die Strategie wegen des bevorstehenden Regens angepasst?

James Vowles: "Wir sind auf dem weichen Reifen gestartet und wollten damit sehr lange fahren. Lewis ist am Ende den längsten ersten Stint von allen Fahrern gefahren."

"Wir haben es ständig beobachtet und mit ihm darüber gesprochen, wie sich die Reifen verhielten und in welcher Verfassung sie waren. So konnten wir sicherstellen, dass wir damit lange pushen konnten und sie noch immer gehalten haben."

"Wir wussten, dass es gewisses Regenrisiko bestand, aber wir glaubten, dass es nur leichter Regen im späteren Rennverlauf sein würde und dann ist es am besten, frische UltraSofts zu haben, anstatt abgefahrener Soft-Reifen."

"Als wir ihn hereingeholt haben, lag er 25 Sekunden hinter Vettel, aber Lewis hat fantastische Arbeit abgeliefert und die Spitzengruppe bis auf elf Sekunden eingeholt, er hat also 14 Sekunden gutgemacht."

"Es war die richtige Entscheidung, um uns in eine sehr gute Position zu bringen, um später das Rennen zu gewinnen."

Michael James Newbon fragte auf Facebook:

-  Was machte Euch so sicher, dass der UltraSoft der beste Reifen für Lewis war?

JV: "Die Bedingungen sprachen nicht deutlich für Regenreifen oder Intermediates. Es musste also ein Trockenreifen sein und natürlich der, der den meisten Grip bietet - das war bei der zur Verfügung stehenden Auswahl der UltraSoft."

"Er bietet den besten Grip bei diesen Bedingungen. Deshalb war es eine klare Entscheidung."

Ryan Poole‏ (@ryanpber) fragte auf Twitter:

-  Woher habt ihr gewusst, dass es nur in Kurve sechs und drumherum regnen würde?

JV: "Mit uns sitzt am Kommandostand unser Wetterexperte. Er beobachtet ständig das Wetter, um zu verstehen, ob Regen kommt, wie stark er sein wird und was im Rennverlauf passieren wird."

"Beim Deutschland Grand Prix war das von unschätzbarem Wert für unsere Entscheidungen. Er konnte schon zu Rennbeginn erkennen, dass sich vier Kilometer entfernt eine Regenzelle bildete. Das war also richtig nah, aber sie zog an der Strecke vorbei."

"Aber er konnte vorhersagen, wie sich die Zellen verhalten, wie sie sich erweiterten und somit wo sie auf die Strecke treffen würden, wenn sie sich erweiterten - und das war Kurve sechs."

"Er hat beide Ingenieure informiert, die dann ihre Fahrer informiert haben und uns damit die Chance gaben, uns bestmöglich darauf vorzubereiten."

"Er sagte auch vorher, dass es nur leichter Regen sein würde, der nicht die ganze Strecke betreffen würde."

José Rodríguez (@joserf__) fragte auf Instagram:

-  Wann und warum habt ihr Euch dazu entschieden, nicht auf Regenreifen zu wechseln?

JV: "Wir wussten, dass die Bedingungen für Valtteri und Lewis sehr schwierig waren. Sie hatten echt zu kämpfen."

"Eine Reihe an Autos hat sich gedreht, Leclerc hat eine 360-Grad-Drehung hingelegt, und Vettel ist in Runde 52 abgeflogen. Es war schwierig."

"Ein bis zwei Runden waren Bedingungen für Inters, ungefähr in Runde 51 und 52, alles andere war immer noch schneller auf Slicks, wenn auch extrem schwierig. Und das wussten wir."

"Wir wussten, dass der Regen vorbeiziehen würde, das war am Schlimmsten und man musste auf Slicks bleiben, um das Beste herauszuholen."

"In Runde 46 wurde jede Mischung eingesetzt. Es gab Medium, Soft, UltraSoft, Inter und Regenreifen."

"Das zeigt, wie schwierig die Bedingungen vorzusagen und damit umzugehen waren. Valtteri und Lewis haben unglaubliche Arbeit abgeliefert, das Auto auf der Strecke gehalten und damit den Grundstein für einen fantastischen Doppelsieg gelegt."

Ben Belcher‏ (@BenBelcher_) fragte auf Twitter:

-  Was führte zur Verwechslung bei Valtteris Reifen während der SC-Phase?

JV: "Wir hatten nur ein paar Sekunden, um bei Valtteri zu reagieren. Wir holten ihn rein und er hat großartige Arbeit abgeliefert."

"Dann gab es ein Missverständnis darüber, welche Reifen benötigt wurden und es wurden Intermediates verlangt, das war falsch."

"Wir wussten, dass die UltraSofts die richtigen Reifen waren, in diesem Moment waren es Intermediates, aber nach dem Safety Car waren es zu 100% UltraSoft oder Trockenbedingungen."

"Was dann passierte, lag an dem hohen Druck in dieser Situation, die Jungs haben klasse Arbeit abgeliefert und genau dafür trainieren sie."

"Sie sind damit extrem ruhig umgegangen, haben die richtigen Reifen für Valtteris Auto geholt und alle vier montiert. Das Auto verließ die Boxengasse danach in kurzer Zeit."

Ifan (@ifan.jonezz7) fragte auf Instagram:

-  Was führte zu der Konfusion bei Hamilton, als das Safety Car herauskam?

JV: "Valtteri war in Runde 52 in Kurve 15, als das Safety Car herauskam. Da blieben ungefähr zweieinhalb Sekunden Reaktionszeit, um ihn herauszuholen, bevor er in die Box fahren musste."

"Bei Lewis hatten wir nur einige Sekunden mehr. Es ist also nicht viel Zeit, um beide Fahrer, das Ingenieursteam und die gesamte Boxencrew zu koordinieren, damit sie mit den richtigen Reifen herauskommen."

"Dabei gibt es viele Funksprüche und in dem Fall zu viele, es war zu diesem Zeitpunkt super chaotisch und Funksprüche flogen kreuz und quer."

"Dadurch kam es zu einer falschen Information an Lewis, er verstand, dass er zurück auf die Strecke fahren sollte und das hat er gemacht."

"Er fuhr über das Gras und zurück auf die Strecke. Tatsächlich erwies sich das angesichts der Schwierigkeiten bei Valtteris Reifenwechsel als Glücksfall."

"So übernahm Lewis die Führung und die Reifen konnten sich erholen. Wir hätten auch in der nächsten Runde stoppen können, wie es Kimi gemacht hat, aber wir entschieden uns dazu, ihn draußen zu lassen und diese Reifen zu behalten."

"Es war seine beste Chance, das Rennen zu gewinnen und es hat perfekt funktioniert."

Jess (@JJ1410) fragte auf Twitter:

-  Welches Ergebnis haben Eure Simulationen für Lewis vor dem Rennen vorhergesagt - ohne Regen oder Safety Car?

JV: "Wir haben uns vor dem Rennen intensive mit Lewis hingesetzt und sind die verschiedenen Optionen durchgegangen."

"Es war klar, dass er sich sehr schnell durch den Verkehr kämpfen musste und das war ihm bis Runde 14 gelungen. Er hat fantastische Arbeit abgeliefert."

"Zudem musste er für das bestmögliche Ergebnis sehr lange mit den Soft-Reifen fahren, während andere vielleicht Blasenbildung hatten oder auf zwei Stopps wechselten."

"Auch hier hat er eine fantastische Leistung gezeigt und bis Runde 42 auf seine Reifen geachtet. Dann wechselten wir auf die UltraSofts. Am Vormittag sagten wir P5 als machbares Ergebnis voraus, aber für ein Podium benötigten wir mehr, eine Safety-Car-Phase, Verhältnisse, die uns dazu brachten."

"Vor dem Rennen lag Lewis schon auf Kurs zu P4, vielleicht sogar P3, wenn alles nach Plan lief, weil seine Pace so stark war."

"Als dann der Regen kam, erkannten wir die Chance, die er auf noch mehr bot und Lewis konnte es am Sonntag umsetzen."

7:46

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