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    INSIDE: Eure Fragen zum Frankreich Grand Prix Trackside Engineering Direc...

Trackside Engineering Director Andrew Shovlin beantwortet einige Eurer Fragen zum Frankreich GP...

Louie Radford fragte auf Facebook:

-  Wie viel Abtrieb hat Bottas in Folge der Kollision mit Vettel prozentual verloren?

Andrew Shovlin: "Die einfache Antwort lautet 5%. Das war nicht von der Berührung mit Vettel, sondern vom Reifenschaden. Als der Reifen auseinandergefallen ist, hat er den Unterboden getroffen und auf dem Weg zurück beschädigt."

"Du versuchst, langsam an die Box zurückzufahren, damit du den Unterboden nicht allzu sehr beschädigst, aber gleichzeitig musst du schnell genug fahren, damit du dich am Ende des Feldes hinter dem Safety Car einreihen kannst."

"Das Problem bei der Beschädigung am Unterboden war, dass nicht nur Teile abgeschlagen wurden, sondern auch einige herumflatterten."

"Deshalb ist es etwas komplizierter, weil du dann in bestimmten Kurven mehr oder weniger Performance verlierst."

"Valtteris großes Problem war nicht nur der Verlust an Abtrieb, sondern auch wie unberechenbar er war. In einigen Kurven war es okay, auch auf manchen Runden, aber in anderen hat es ihn erwischt und er hat an der Hinterachse viel Grip verloren - das führte zu Instabilitäten."

Marcel Svačina (svacina_marcel) fragte auf Instagram:

-  Was hat das Team nach dem Unfall in Kurve eins noch von Valtteri erwartet?

AS: "Das wussten wir zu dem Zeitpunkt nicht genau, weil wir nicht wussten, wie stark die Beschädigungen waren. Also waren wir nicht ganz sicher, wie sich das Auto verhalten würde."

"Wir zogen die weichen Reifen auf und sagten ihm, dass er sich durch das Feld kämpfen sollte. Diese Aufholjagd war wichtiger, als mit den Reifen bis ins Ziel zu kommen."

"Valtteri konnte ans Mittelfeld heranfahren und sie mussten alle stoppen. Das hatten sie bis dahin noch nicht."

"Relativ früh sprechen wir hier also von einer Position am Ende der Top-6. Aber es war eines dieser Rennen, bei denen man es einfach abwarten musste."

"Am Ende kam Valtteri als Siebter ins Ziel, also haben wir es nicht ganz geschafft. Aber es gab Momente, in denen es sehr realistisch aussah."

The Stig (@SumSayImTheStig) fragte auf Twitter:

-  Warum habt ihr Lewis auf die Softs statt die UltraSofts gesetzt?

AS: "Wir hatten keine guten Daten vom Freitag. Wir hatten das Problem bei Valtteri, der einen Long Run mit den weichen Reifen fahren sollte."

"Deshalb waren wir uns nicht ganz sicher, wie der Soft sich im Vergleich zum Ultra schlagen würde. Zu Beginn des Rennens haben wir uns die beiden Renault angesehen. Sainz fuhr mit dem Ultra und Hülkenberg mit dem Soft."

"Dabei konnte man erkennen, dass der Ultra eine richtig gute Anfangsphase hatte. Danach baute er aber ab. Der Soft sah eher so aus, als ob er uns einen besseren Stint garantieren könnte."

"Damit würden wir auch das Risiko gegen Verstappen eingrenzen, der ebenfalls auf den weichen Reifen fuhr. Wenn wir die gleiche Strategie wie er wählten, war es die sicherere Variante."

"Es dreht sich um die Performance und nicht nur darum, wie viele Runden ein Reifen hält. Es geht um die durchschnittliche Pace eines Stints und wie man am schnellsten ins Ziel kommt."

Remi (remihiltunen) fragte auf Instagram:

-  Was war der Grund für den zweiten Stopp von Bottas?

AS: "Es gab zwei Gründe dafür. Einer davon war, dass er mit dem Fahrzeug zu kämpfen hatte. Er hatte einen Bremsplatten an den Vorderreifen und etwas Vibrationen."

"Man konnte ja sehen, was bei Stroll passiert ist. Wenn man zu lange mit Vibrationen führt, kann das die Karkasse des Reifens beschädigen und schlussendlich zu einem Reifenschaden führen."

"Das war eine der Sorgen, die wir immer mehr während des Rennens hatten. Das andere Problem waren die Hinterreifen, die nicht in großartiger Verfassung waren."

"Der Schaden am Heck des Autos verursachte einen Grip-Verlust. Dadurch rutschte er viel herum und wir hatten immer weniger Gummi auf dem Reifen."

"Es war eine Mischung aus verschiedenen Faktoren, aber wir gingen davon aus, dass wir die verlorenen Positionen durch den Stopp wieder aufholen würden können. Wir dachten, dass wir schnell genug sein würden, um gegen Renault und Haas zu kämpfen."

"Letztlich hatten wir nicht ganz die Gelegenheit dazu. Ich denke, ohne das VSC am Ende hätten wir es geschafft. Aber es war knapp. Wir haben eine Position dadurch verloren, aber es war, um das Risiko eines Reifenschadens zu verringern."

Anni Reid (@f1reid) fragte auf Twitter:

-  Bestand für Lewis eine Gefahr durch die Red Bull hinter ihm?

AS: "In der Anfangsphase des Rennens wussten wir nicht genau, wie hart wir die Reifen herannehmen konnten, wie schnell Red Bull sein würde und ob die Reifen am Ende des Stints abbauen würden."

"Lewis hielt die Reifen deshalb in einem guten Bereich, nur um ein Zehntel pro Runde davonzufahren und so einen kleinen Puffer aufzubauen."

"Du versuchst immer, einen ausreichenden Vorsprung zu haben, um nicht in die Gefahr eines Undercuts zu gelangen. Wir konnten aber recht lange mit den Reifen fahren und so konnte Lewis etwas mehr pushen."

"Aber entscheidend war, dass wir länger draußen bleiben wollten als sie. Denn wenn wir hereinkommen, bleiben sie draußen. Dann riskieren wir, den Sieg zu verlieren, da immer die Gefahr eines VSC oder einer SC-Phase besteht, sodass sie vor uns hätten landen können."

"Als wir auf dem Soft-Reifen fuhren, wurde das Rennen etwas einfacher. Wir waren auf den gleichen Reifen, diese waren aber frischer und wir wussten, dass sie bis zum Ende durchhalten würden. Außerdem hatten wir im ersten Stint gesehen, dass wir ihre Pace mitgehen konnten."

"Es ging nur darum, alles am Auto in einem vernünftigen Zustand zu halten, um sicherzustellen, dass wir die Reifen nicht beschädigen, keinen Bremsplatten verursachen und das Auto ins Ziel bringen."

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