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    INSIDE: Eure Fragen zum Italien Grand Prix Unser Chefstratege James Vo...

Unser Chefstratege James Vowles beantwortet Eure Fragen zum Italien GP...

Louie Radford - Facebook

- War das Auto von Lewis nach der Kollision mit Vettel irgendwie beschädigt?

James Vowles: "Die Antwort lautet ja. Im Fall von Vettel war ein Frontflügel-Wechsel von Nöten und auch der Unterboden wurde in Mitleidenschaft gezogen."

"In unserem Fall gab es ebenfalls Beschädigungen an der linken Seite des Autos, rund um den Unterboden und den Seitenkastenbereich."

"Sie waren aber nicht so groß, dass er nicht mehr um den Sieg hätte mitfahren können. Es hat die Fahrzeugbalance nicht dramatisch beeinflusst, aber es gab einen Verlust bei der Performance."

"Wir haben das Ausmaß der Schäden erst nach Rennende bestimmen können, als wir uns das Auto genauer ansehen konnten."

Usman Ahmed (@usmanA23) - Twitter

- Warum habt ihr Euch nicht über das "Unsafe Release" von Vettel vor dem Sauber beschwert?

JV: "Die FIA ist in dieser Sache sehr sorgfältig und sieht sich diese Dinge ständig an."

"In der Boxengasse gibt es eine Reihe an Kameras, mit denen sie den Verkehr beobachten und sehen können, was vor sich geht."

"Im Fall von Monza ist die Boxengasse unglaublich breit und genügend Platz vorhanden, um ein Auto auf der 'Fast Lane' sowie einem auf der Mittellinie zu haben."

"Also zwischen der 'Fast Lane' und der Spur, in der die Boxenstopps absolviert werden. Dort können zwei Autos sicher nebeneinander fahren."

"In Monza ist genau das bei Vettel passiert und deshalb gab es auch keine Strafe."

Dan (@DanieISport) - Twitter

- Wie habt ihr die Entscheidung getroffen, Hamilton länger als Kimi fahren zu lassen?

JV: "Um die 20. Runde ergab sich die erste Gelegenheit, um mit Lewis einen Undercut gegen Kimi zu versuchen. Ferrari nutzte die Chance und deckte den Undercut ab. Das war die richtige Entscheidung. Wenn sie nicht hereingekommen wären, hätten wir hereingehen und einen Undercut versuchen können."

"Sobald das passiert war, konnte man im Funk folgende Nachricht an Lewis vernehmen: 'Hammertime'. Er sollte voll angreifen, da wir einen Overcut versucht haben. Das war die zweite Option, die uns zur Verfügung stand. Es war eng, aber es reichte nicht ganz. Kimi war unglaublich schnell auf den frischen weichen Reifen und er griff einige Runden lang voll an."

"Danach entschieden wir uns für die dritte Option, die da war: Extrem lange draußen zu bleiben. Monza ist normalerweise ein Ein-Stopp-Rennen. Der Reifenabbau ist auf der niedrigeren Seite und die Pneus sind flexibel, wie viele Runden man damit fahren kann. Wir haben sehr lange gepusht, um einen möglichst großen Performance-Unterschied zwischen Lewis und Kimi zu erreichen."

"Normalerweise verliert man damit Rennzeit, Kimi wäre sehr schnell, weil er auf frischeren Reifen war. Er würde wieder davonziehen. Dadurch würde der Abstand größer, den man am Ende des Rennens aufholen muss. In diesem Fall fuhr aber auch Valtteri sehr lange gegen Verstappen und dadurch blieb Kimi im Verkehr hängen. Deshalb konnte Lewis viel später stoppen und hatte frischere Reifen, um hinter Kimi aufzuholen."

"Zu diesem Zeitpunkt war der Schaden für Kimi schon angerichtet. Seine Reifen schlugen Blasen, weil er so hart angegriffen hatte und von da an war es ein Kampf zwischen Lewis und Kimi um den Sieg. Schlussendlich hat Lewis ihn fantastisch in der ersten Kurve überholt und sich damit den Sieg gesichert."

Adam (@adam_plechac) - Twitter

- Hattet ihr geplant, Valtteri so lange draußen zu lassen, um Lewis zu helfen - oder wurde die Idee aus den Umständen heraus geboren, weil Valtteri ein paar Sekunden davor lag, sodass ihr euch dazu entschieden habt, ihn dabei helfen zu lassen, dass Lewis Kimi einholt?

JV: "Valtteri kämpfte im ersten Stint des Rennens extrem hart, um an Max vorbeizukommen. Aber er konnte ihn nicht ganz überholen. Der einzige Weg an ihm vorbei war ein Undercut oder ein Unterschied bei den Reifen."

"Wir hatten uns schon sehr früh dazu entschieden, auf die Reifen zu achten und einen langen Stint zu fahren. Als Verstappen in Runde 26 hereinkam, hatte Valtteri freie Fahrt und konnte das Beste daraus machen. Seine Pace war gut. Valtteri fuhr die gleichen Zeiten wie Verstappen, obwohl dieser auf frischen Softs war."

"Wir wussten, dass Valtteri mit Kimi in Kontakt geraten könnte, aber das Konzept besagte auch, dass Valtteri die beste Chance auf einen Podestplatz haben sollte. Von da an war klar: Er hielt mit Verstappens Zeiten mit, also würden wir so lange wie möglich draußen bleiben und sicherstellen, dass wir einen frischeren Reifen für ein späteres Überholmanöver hätten."

"So kam in er Kontakt mit Kimi und musste sich gegen ihn verteidigen. Aber zu keiner Zeit verlor er Zeit im Vergleich zu Max. Stattdessen baute er einen Reifenpuffer auf, was am Ende sehr gut für ihn funktionierte."

Alex Mulcrow (@Alex_Mulcrow93) - Twitter

- Warum hatte Bottas Schwierigkeiten, Max zu überholen? Der Leistungsunterschied hätte doch ausreichen müssen?

JV: "Im ersten Stint des Rennens fuhren Valtteri und Max auf Reifen, die gleich alt waren (SuperSofts). In dieser Situation war der Red Bull sehr schnell auf den Geraden."

"Das Auto war im Renntrim besser als im Qualifying-Trim. Zudem hatte sich Red Bull womöglich für ein Setup mit etwas weniger Luftwiderstand entschieden als Ferrari und wir."

"Die Folge daraus war, dass sie auf der Geraden sehr konkurrenzfähig waren. Max ist normalerweise schon nicht einfach zu überholen und unter diesen Umständen noch weniger. Als wir erkannten, dass uns der Speed auf der Geraden fehlte, entschieden wir uns dazu, die Reifen zu schonen und hinter ihm abzuwarten."

"Später war Valtteri auf viel frischeren Reifen als Max unterwegs und sehr konkurrenzfähig. In diesem Fall war nun Max unter starkem Druck. Er kürzte in der ersten Schikane ab und nutzte damit einen Joker. Entsprechend durfte er es nur noch einmal machen."

"Beim zweiten Versuch zog Valtteri daneben, den Rest habt ihr gesehen: Max ließ nicht ganz ausreichend Platz und berührte Valtteri. Das waren die Anzeichen dafür, dass wir mit unserer Reifenstrategie jetzt das schnellere Auto hatten."

"Wäre es nicht zur Berührung gekommen und hätte Valtteri dadurch keine Zeit verloren, hätte er in diesem Rennen noch um P2 mitkämpfen können."

Luke (@lukeminettt) - Instagram

- Wie habt ihr das Auto in dieser Saison verändert, um den Umgang mit den Reifen zu verbessern? Letztes Jahr und davor hattet ihr damit zu kämpfen, die Reifen auf Temperatur zu bringen...

JV: "Das Auto selbst wird ständig weiterentwickelt und die Reifengruppe ist ein Teil davon. Jeder arbeitet an kleinen, marginalen Fortschritten, die zusammen dafür sorgen, dass ein Auto ein Rennen gewinnen kann."

"Mit Blick auf das Reifenteam, so haben sie in den vergangenen zwölf Monaten fantastische Arbeit geleistet. Und noch mehr zwischen Spa, wo wir unter Blasenbildung litten, und Monza, wo unser Auto am besten mit den Reifen umging."

"Es fließt unglaublich viel Arbeit in ein besseres Verständnis der Reifen, in jedes noch so kleine Detail, wie man die Reifen nutzen sollte und sie haben fantastische Arbeit abgeliefert."

Justina (@justina19860702) - Twitter

- Hat das Team eine Lösung gefunden, um anderen Autos nah folgen zu können? Zum ersten Mal seit langer Zeit hatten Lewis und Valtteri keine erkennbaren Probleme, einem anderen Auto zu folgen.

JV: "Um dem Vordermann zu folgen, muss man schneller sein als er. Je schneller du bist, desto näher kannst du heranfahren und schlussendlich vielleicht sogar überholen."

"In Monza hatten wir ein sehr konkurrenzfähiges Auto, zwei Fahrer, die es sehr effektiv genutzt haben, und die Balance funktionierte richtig gut."

"Monza ist zudem eine Strecke, auf der man dem Vordermann viel besser folgen kann. Zwischen den Kurven kannst du die Lücke wieder schließen."

"Es ist eine Kombination aus diesen beiden Punkten, die letztendlich dazu geführt hat, dass wir mit Ferrari mithalten konnten."

7:50

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