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    INSIDE: Eure Fragen zum Japan Grand Prix beantwortet Unser Chefstratege James Vo...

Unser Chefstratege James Vowles beantwortet eure Fragen zum Rennwochenende in Japan...

Lim Ming Xian @mingxian2393 - Instagram

- Was war der entscheidende Faktor, um im Q3 beide Autos auf Slicks anstelle von Intermediates rauszuschicken?

James Vowles: "Im dritten Qualifying begann es zu regnen und der Wind war stark, sodass er die Strecke trocknete. Aber erst in dem Moment funktionierten die SuperSofts, rund zwei Minuten vorher hätte man wirklich Schwierigkeiten gehabt, eine Runde auf Trockenreifen zu drehen."

"Es waren Bedingungen für Intermediates. Deshalb ging es für uns hin und her zwischen Intermediates und SuperSoft bis zirka 90 Sekunden bevor die Autos aus der Box gefahren sind. Dann haben wir uns für SuperSoft entschieden. Dafür gab es ein paar Auslöser."

"Wir haben eine sehr gute Wettervorhersage an der Boxenmauer, die es uns ermöglicht, zu verstehen, dass es eine starke Regenwahrscheinlichkeit nach ca. acht Minuten in der Session bestand."

"Wenn man noch einen weiteren Run auf Intermediates gefahren wäre, würde man dafür bestraft und das bei nassen Bedingungen, sodass es sich einfach nicht lohnte."

"Es waren die besten Bedingungen, sie waren bereit für Trockenreifen und schlussendlich haben wir die SuperSofts aufgezogen, die sehr gut funktioniert haben."

Randelle Escaros @rje.96 - Instagram

- Warum seid ihr mit den weichen Reifen und nicht mit den superweichen Reifen ins Rennen gestartet?

JV: "Wir wussten, dass es am Sonntag sehr warm sein würde. Die Temperaturen sollten die wärmsten des Wochenendes sein und Blasenbildung würde ein Problem darstellen."

"Der weiche Reifen war der schnellste, dass wussten wir, aber auch unsere Gegner. Entsprechend würde sich jede Strategie um den Soft drehen. Die Frage war deshalb, möchte man dazu den Medium oder den SuperSoft fahren."

"Angesichts der wärmeren Temperaturen glaubten wir, dass uns der Medium mehr Schutz vor Blasenbildung bieten würde und zudem möchte man den schnellsten Reifen im ersten Stint des Rennens fahren."

"In diesem Fall dem Soft-Reifen. Davon unabhängig haben wir uns entschieden, den Soft-Reifen im Q2 einzusetzen, wir wollten schon immer den SuperSoft als zweites einsetzen. Wir können die Runde immer beenden, eine schnellere Runde auf dem SuperSoft fahren und dann auf diesen als Startreifen zurückgreifen."

"Es ist sehr schwierig, der SuperSoft zuerst einzusetzen und dann den Soft auf dem zweiten Run. Schlussendlich hat der Regen im Q2 weitere Versuche unterbunden. Die Strecke war einfach zu langsam und wir waren mit dem Soft als Startreifen sehr zufrieden."

Tim Coulter - Facebook

- Hat die Pace von Max und Daniel den Strategen je Sorgen bereitet? Oder haben sie nur auf die Reifen geachtet?

JV: "Die Antwort ist ja. Wir haben am Freitag gesehen, dass besonders Daniel Ricciardo eine sehr starke Pace auf den weichen Reifen hatte. Sie sind ein bisschen mehr Heckflügel als wir gefahren und hatten etwas mehr Abtrieb und wir konnten erkennen, dass das Auto sehr gut funktioniert hat."

"Als wir in das Rennen gegangen sind, war recht klar, dass wir sie nicht abschütteln könnten. Sie hatten ein sehr konkurrenzfähiges Auto und sie würden sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Rennen zu einer Gefahr entwickeln."

"Deshalb mussten wir korrekt und defensiv fahren, sicherstellen, dass wir die Reifen nicht zum falschen Zeitpunkt des Rennens überstrapazieren. Sowohl Lewis als auch Valtteri haben das perfekt gelöst."

"Valtteris zweiter Stint drehte sich vor allem darum, den Abstand auf die Red Bull zu kontrollieren, da sie in unser sogenanntes Safety-Car-Fenster gekommen sind. Wir wussten, dass es keinen Sinn machte, weiter zu pushen."

"Wir ließen sie einfach näherkommen und kontrollierte den Abstand zu ihnen, was Valtteri sehr, sehr gut gelöst hat."

Scott Dean - Facebook

- Warum wurde Bottas zuerst hereingeholt? Hat nicht das besser platzierte Auto, also Hamilton, den Vorrang?

JV: "In diesem speziellen Fall lag Valtteri einige Sekunden hinter Lewis. Er war nicht in einer Position, in der er einen Undercut hätte wagen können, außerdem bestand nach Verstappens Stopp eher ein Risiko für Valtteri als für Lewis."

"Das wollten wir abdecken und das schnellste Rennen für Lewis war es, lange auf dem weichen Reifen, der sehr konkurrenzfähig war, zu fahren und den Stint auf den Mediums zu verringern."

"Aus diesen beiden Gründen holten wir Valtteri zuerst herein. Denn wir wussten, dass der Undercut nicht klappen würde und Lewis kam direkt darauf herein."

Glenn Dovey @glenndovey - Twitter

- Hatte Valtteri auf den Medium-Reifen gegen Rennende Schwierigkeiten mit seiner Pace und ist Max deshalb nähergekommen? Oder hat er den Motor geschont?

JV: "Nein, es war okay, er hatte es im Griff. Er kontrollierte den Abstand zu den Red Bull. Es gibt ein sogenanntes Safety-Car-Phase. Dieses beinhaltet die Zeit, die wir an Vorsprung haben müssen, um vorne zu bleiben, sollte ein Safety Car herauskommen."

"Red Bull war bereits gut innerhalb von Valtteris Safety-Car-Fenster. Deshalb macht es keinen Sinn, bis zum Rennende Vollgas zu geben. Stattdessen sollte man Red Bull näher an Valtteri herankommen lassen, damit sie ihre Soft-Reifen aufbrauchen. Dadurch wird die Situation für ihn am Ende besser."

"Valtteri hat großartige Arbeit geleistet, Verstappen steckte zurück und kam manchmal bis ins DRS-Fenster. Aber Valtteri konnte dann den Abstand wieder auf über zwei Sekunden ausbauen, wenn er darum gebeten wurde. Das geschah sogar öfter, weil sich der Abstand durch Überrundungen verändert, etwa bei Hülkenberg."

"Das zweite Auto kommt dabei oft besser durch, weil der Überrundete bereits Platz gemacht hat."

"Deshalb kam Verstappen wieder in DRS-Reichweite. Aber Valtteri hatte es im Griff, er hat nach dem Rennen sogar darüber gesprochen, dass er nur den Abstand verwaltet hat."

Kai Tan - Facebook

- Habt ihr euch wegen der Verzögerungen am Auto von Lewis Sorgen gemacht? Er hatte dieses Problem nun im zweiten Rennen in Folge? Kann man das irgendwie verhindern?

JV: "Wir gehen bei allen Leistungssystemen wie der Power Unit ans Limit, um Rennen zu gewinnen. Das musst du machen, das gehört zur Formel 1 dazu und Ferrari macht es genauso."

"Das Ergebnis dessen ist, dass es hin und wieder Elemente über das Limit bringt. Das Problem in Suzuka hatte nichts mit den Schwierigkeiten in Sotschi zu tun. Diese wurden behoben."

"Aber es sind Probleme, die wir verstehen und wir sind zuversichtlich, dass wir sie bis Austin lösen können. Sie haben ihn nicht viel Performance gekostet."

"Sie machten uns Sorgen, es ist ein Geräusch oder eine Verzögerung, aber schlussendlich veränderte es die Rundenzeiten nicht stark. Wir verstehen es komplett und es ist alles gelöst."

7:07

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