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    INSIDE: Eure Fragen zum Monaco Grand Prix Trackside Engineering Direc...

Trackside Engineering Director Andrew Shovlin beantwortet Eure Fragen zum Großen Preis von Monaco

Juan Salas (@juancho_pablo_s) fragte auf Instagram:

-  Warum hat Hamilton deutlich früher als die anderen gestoppt, auch wenn der Undercut nicht funktioniert hat?

Andrew Shovlin: "Der Grund, warum wir Lewis reingeholt haben, war, dass wir bereits Anzeichen des Abbaus der HyperSoft-Reifen bei Valtteri gesehen haben."

"Man konnte beobachten, dass es ein Teufelskreis wurde, wenn der Abbau begann und man sehr schnell viel Rundenzeit verlor. Denn wenn man Grip auf der Vorderachse verliert, dann rutscht man mehr und die Reifen werden noch mehr belastet."

"Bei Lewis kamen mehrere Faktoren zusammen. Wir wussten, dass er schnell Zeit verlieren würde und wenn er nach dem Wechsel auf die schnelleren Reifen attackieren könnte, hätte er die Führungsgruppe einholen können."

"Was wir damit versuchten, war, die Konkurrenz an einem langen Stint mit dem Hypersoft zu hindern, weil wir nicht lange auf dem Reifen fahren konnten."

"Wenn wir mit Lewis noch weiter draußen geblieben wären, hätten wir einfach nur Zeit verloren. Daher war es mehr eine defensive Strategie als eine aggressive wie ein Undercut."

Ben Belcher (@BenBelcher_) fragte auf Twitter:

-  Wenn Lewis und/oder Valtteri draußen geblieben wären bis nach Ricciardos Problem mit der Power Unit, wäre der Overcut möglich gewesen?

AS: "Unglücklicherweise waren wir dafür nicht schnell genug."

"Wir waren bereits in der Graining-Phase des HyperSofts und sahen, dass sowohl Vettel als auch Ricciardo noch deutlich schneller als wir waren, daher hätten wir nur Zeit verloren."

"Wir hätten durch einen langen Stint also nichts gewonnen."

David Izquierdo (@davidizki) fragte auf Twitter:

-  Habt ihr überlegt, Valtteri um Runde 50 noch einmal für einen frischen Satz HyperSofts reinzuholen oder war das keine Option?

AS: "Wir haben darüber gesprochen, was wir mit Valtteri tun könnten. Das Problem ist, wenn wir reingekommen wären für den Reifensatz, hätten wir dadurch viel Zeit verloren."

"Man muss dann den frischen Reifen nutzen, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Wenn man das unter einem Safety-Car macht, ist das wieder eine andere Geschichte, weil das Feld zusammenrückt."

"Aber Valtteri hatte nur einen Supersoft und der sah wie der beste Reifen aus. Dieser Reifensatz war aber bereits auf seinem Auto."

"Aus diesem Gesichtspunkt hätten wir es vielleicht versucht, wenn er noch einen Satz davon gehabt hätte, aber ohne ein Safety-Car hätte es ohnehin keinen Unterschied gemacht."

"In der Situation hat man dann mehr davon, wenn man abwartet, ob irgendetwas passiert."

Kayleigh Johns fragte auf Facebook:

-  Lewis war mehrfach sehr nah an Vettel dran, fiel dann aber zurück. Lag das an den Reifen, oder hat Lewis nicht attackiert?

AS: "Lewis hat mehrfach die Lücke zu Sebastian geschlossen. Er musste dabei immer berücksichtigen, dass er mit den Reifen bis zum Rennende haushalten musste."

"Im Funk hörte man ihn zum Team sagen 'Seid ihr sicher, dass der Reifen hält, es fühlt sich nicht so an, als ob er so lange durchhält?'."

"Sicherlich war es ein langer Stint und man bringt den Reifen in dieser Zeit ans Limit. Aber in Monaco ist es auch schwierig, zu überholen."

"Wenn es einen großen Reifenunterschied gibt, weil jemand komplett verbrauchte Reifen hat und man selbst mit frischen Reifen unterwegs ist, dann kann man eventuell vorbeikommen."

"Aber das ist sehr, sehr schwierig und wenn Lewis so nah an Sebastian geblieben wäre, hätte er mehr Abbau und Verschleiß gehabt und ich denke nicht, dass er ein erfolgreiches Überholmanöver geschafft hätte."

Peter Kiss (@lightpeti) fragte auf Twitter:

-  War Lewis wirklich in Gefahr mit den Reifen, sodass sich das Team während des VSC auf einen Stopp vorbereitete?

AS: "Er war nicht wirklich in Gefahr, er hat den Gummi bis zum Ende des Rennens gut verwaltet."

"Sie waren aber nicht in optimalem Zustand, sodass die Rundenzeiten nicht so gut wie mit einem frischen Reifen gewesen wären. Du hast gesehen, dass die Boxencrew rauskam, als das VSC ausgerufen wurde."

"Wir diskutierten, was wir mit den Autos machen sollen. Wie man diese Entscheidungen trifft, hängt aber auch davon ab, was um dich herum passiert."

"Man könnte Plätze erben, wenn die Konkurrenz stoppt oder bekommt einen freien Boxenstopp, wenn Leute durch einen Stopp aus dem Weg sind. Deshalb schickten wir die Crew raus, damit wir schnell reagieren können."

"Am Ende entschieden wir uns aber, draußen zu bleiben, wie die Autos um uns herum."

Michael Bridges (@michael_bridges1) fragte auf Instagram:

-  Warum habt ihr bei Lewis nicht wie bei Valtteri auf den SuperSoft gewechselt? Es sah aus, als hätte der Reifen deutlich mehr Pace und wäre der bessere Rennreifen gewesen.

AS: "Wir haben den Reifen am Donnerstag bei Lewis ausprobiert und er fand es ein wenig schwierig, den Grip aus dem Reifen zu bekommen."

"Der Reifen ist härter und braucht mehr Arbeit, um auf Temperatur zu kommen. Weiter hatten wir die Führenden auf UltraSofts erwartet, daher machte es mehr Sinn, Lewis auf den gleichen Reifen zu haben."

"Würden wir das Rennen noch einmal bestreiten, würden wir wohl auch bei Lewis den SuperSoft nehmen, da er schnell und haltbar war."

Janez Heimer fragte auf Facebook:

-  Wäre es ein Zwei-Stopp-Rennen gewesen, wenn Daniel das Problem mit der Power Unit nicht gehabt hätte, denn das hat die Pace der ersten Fünf deutlich reduziert und machte es einfacher für die Reifen?

AS: "In Wahrheit ist Monaco eigentlich immer ein Ein-Stopp-Rennen. Die Pace wurde von Ricciardo zwar etwas gedrückt und das hat es einfacher für alle gemacht, auf den Reifen zu überleben."

"Wenn er aber den Stopp gemacht hätte, hätte man garantieren können, dass Sebastian nicht mehr gestoppt hätte, denn er erbte die Führung und bleibt dort."

"In Monaco kann man nämlich mehr oder weniger so langsam fahren wie man will. Es gibt Bereiche der Strecke, wo man den Reifen wirklich schonen kann und wenn jemand hinter dir ist, gibt es für ihn keinen Weg vorbei."

"Deshalb wird es immer auf eine Ein-Stopp-Strategie hinauslaufen. Man hat immer ein paar Leute, die es probieren, aber es kostet so viel Zeit, ihre Positionen zurück zu erobern, dass es in Führung liegend einfach das Beste ist, zu versuchen ins Ziel zu kommen."

Paul Ofulue (@paul_mudi) fragte auf Instagram:

-  Warum hatten die Reifen bei Mercedes mehr Graining als bei der Konkurrenz?

AS: "Das ist eine gute Frage und das ist der Grund, warum wir diese Woche einiges an Arbeit hatten."

"Wir sahen einige Fahrer im Feld in einer ähnlichen Situation. Für uns ist aber wichtiger, dass Red Bull und Ferrari stärker aussahen."

"Wir haben einige gute Ideen, was bei uns schief gelaufen sein könnte und wir werden noch ein wenig daran arbeiten, um es zu verstehen."

"Denn für Montreal müssen wir das Problem lösen. Wir haben die gleichen Reifen und könnten ähnliche Probleme haben und wir müssen sichergehen, dass wir den Problemen nicht ausgesetzt sind."

"In Montreal wird man nämlich sehr einfach überholt, wenn man Pace verliert und unter Reifenabbau leidet."

Manas Khandekar (@44_lewis) fragte auf Instagram:

-  War der Grund für Mercedes' Rückstand in Monaco die Reifenproblematik, der Grip oder der Abtrieb?

AS: "Das ist eine weitere Sache, an der wir in dieser Woche gearbeitet haben, um genau zu verstehen, wo unsere Defizite liegen."

"In der Qualifikation waren wir ein wenig im Hintertreffen und um ehrlich zu sein, kamen wir nicht mit der Erwartung nach Monaco, auf einem Niveau mit Red Bull zu sein. Sie sehen auf Strecken mit vielen, langsamen Kurven, auf denen man viel Abtrieb benötigt, immer gut aus."

"Monaco ist ein Rennen, dass wir lange nicht mehr dominiert haben. Die Wahrheit ist, dass es eine Kombination von vielen Dingen ist. In der Qualifikation haben wir die Reifen, wie ich denke, gut zum Arbeiten gebracht. Es war nur eine Frage des Grips, also des Abtriebs, um sie im letzten Sektor kühl zu halten."

"Wir waren im ersten Sektor gut, aber es ist schwierig, die gesamte Runde zusammen zu bekommen. Ich denke, da betrachten wir nur kleine Unterschiede. Im Rennen ging es darum, das Graining des HyperSofts zu verstehen. Da wird es nicht nur an der Leistung des Autos gelegen haben."

"Wir müssen uns anschauen, was wir mit dem Auto machen, wie wir es nutzen und wie wir es abstimmen. Wir arbeiten daran, alle diese Probleme zu verstehen."

"Oftmals, wenn man an einem Performance-Problem leidet, ist es nicht nur eine Sache, sondern eine Kombination vieler Faktoren."

7:47

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