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    INSIDE: Fünf Lehren nach dem Australien Grand Prix Das erste Rennwochenende ei...

Das erste Rennwochenende einer neuen Formel 1-Saison ist stets ein Augenöffner und es gab viele Lehren, die wir mitnehmen können...

1. Der Kampf hat begonnen

Im Vorfeld des ersten Rennwochenendes der Saison wussten wir wirklich nicht, wo wir in Hackordnung standen. Während unsere Pace bei den Wintertestfahrten ermutigend ausgesehen hatte, waren die Bedingungen und die Strecke ganz anders als in Australien. Dort kann sich das Kräfteverhältnis durchaus noch einmal durcheinanderwirbeln.

Das Freitags-Training verlief produktiv und vielversprechend. Am Samstag herrschten jedoch gemischte Gefühle vor. Lewis erzielte eine beeindruckende Pole Position mit mehr als sechs Zehnteln Vorsprung auf die Ferrari-Piloten. Valtteri hatte hingegen im Q3 einen Unfall und konnte so nicht um die erste Reihe kämpfen.

Dabei war klar, dass der Vorsprung aus dem Qualifying nicht den echten Abstand auf Ferrari und Red Bull darstellte. Wir erwarteten, dass es im Rennen viel enger sein würde und während Lewis in der Anfangsphase vorne lag, blieben die Ferrari in Reichweite und Red Bull sah ebenfalls sehr schnell aus. Daniel Ricciardo fuhr sogar die schnellste Rennrunde, als er in der Schlussphase Kimi Räikkönen angriff.

Drei Teams scheinen Siegchancen zu haben und die Abstände werden sich bei jedem Rennen verändern - einige Strecken werden den einen mehr liegen, anderen den anderen. Uns erwartet also ein echter Kampf und das lässt auf eine spannende Saison hoffen.

2. Der Halo ist da

Der Große Preis von Australien war ein wichtiger Meilenstein für die Formel 1. Schließlich war es das erste Rennen mit Halo. Über den Winter wurde viel darüber diskutiert, aber am ersten Rennwochenende des Jahres war es keine große Geschichte.

Das lässt sich wahrscheinlich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Zunächst einmal: Die F1 ist zurück und die Konzentration lag auf dem Racing. Dann haben sich die Leute langsam an den Cockpitschutz gewöhnt und die Fahrer hatten keine Schwierigkeiten damit zu vermelden.

Es gab sogar einige Aussagen, dass der Halo den Fahrern geholfen hat, da er ihre Augen im Rennverlauf vor der Sonne schützte. Bislang war er aber auf jeden Fall keine Behinderung für die Fahrer.

"Das Ein- und Aussteigen ist etwas kniffliger, aber es ist okay", erklärte Valtteri. "Zunächst ist die Sicht etwas eingeschränkter, aber nach ein paar Runden ist es in Ordnung und ich habe mich absolut daran gewöhnt. Ich denke, wir müssen nicht mehr darüber sprechen."

3. Diese Autos sind sehr schnell

Schon vor Saisonbeginn stand fest, dass die diesjährigen Autos schneller als ihre Vorgänger sein würden. Dafür verantwortlich zeichneten die weicheren Reifen, die Weiterentwicklung der F1-Autos über den Winter und das stabile Reglement. Aber es war bislang nicht ganz klar, um wie viel schneller die Autos sein würden.

Am Samstag erzielte Lewis in 1:21.164 Minuten einen neuen Streckenrekord im Albert Park, der 1,124 Sekunden schneller war als seine schnellste Q3-Runde aus dem Vorjahr. Damit fuhr Lewis nicht nur eine beeindruckende Runde, er gab uns auch einen ersten Vorgeschmack darauf, wie viel schneller die neuen Autos tatsächlich sind.

4. Ein Stopp bis ins Ziel

Pirelli brachte die ultraweichen, superweichen und weichen Reifen mit nach Melbourne, aber obwohl die neuen Reifen eine Stufe weicher ausfallen als 2017, erwiesen sie sich im Verlauf des Australien Grands Prix als extrem haltbar.

Wie sich bereits nach dem Training am Freitag erwarten ließ, entschieden sich die meisten Fahrer für nur einen Stopp. Dieser Strategie spielten das VSC und das Safety Car in die Hände, da dadurch der Reifenabbau verringert wurde.

Insgesamt war der Reifenabbau in Australien sehr gering und die meisten Fahrer konnten 20 oder mehr Runden auf den ultraweichen Reifen fahren, bevor sie auf die weiche Mischung wechselten.

Einige Fahrer, darunter auch unsere beiden, hatten etwas mit überhitzenden Reifen zu kämpfen. Aber insgesamt gab es nur sehr wenige Schwierigkeiten und die Pirelli-Reifen hielten gut. Da die Reifen so haltbar waren, gab es weniger Strategieoptionen und somit kamen die meisten Fahrer nur einmal an die Box.

5. Überholen ist kein Spaziergang

Überholen ist eine schwierige Aufgabe in der Formel 1, besonders auf dem Melbourne Grand Prix Circuit, der statisch die zweitschwierigste Strecke für Überholmanöver ist. Die Nummer 1 ist Monaco, nach Melbourne folgt Singapur. Während der schnelle, flüssige, temporäre Straßenkurs eine einzigartige und formidable Herausforderung darstellt, bietet er nur wenige Überholmöglichkeiten.

Das war natürlich schon immer so. Und während wir in diesem Jahr gesehen haben, dass es durchaus möglich ist, immerhin zeigte Valtteri auf seiner Aufholjagd einige starke Manöver, waren Überholmanöver im Allgemeinen Mangelware.

An diesem Wochenende gab es eine neue, dritte DRS-Zone auf der Strecke im Albert Park. Dadurch mögen die Fahrer näher zusammengelegen haben, wenn sie zur nächsten DRS-Chance kamen, aber ein perfektes Manöver erwies sich immer noch als schwierig.

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