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    INSIDE: Sieben Dinge, die du noch nicht über Toto wusstest Toto unterhielt sich kürzli...

Toto unterhielt sich kürzlich mit dem F1 Podcast 'Beyond the Grid', was sich als sehr aufschlussreich herausstellte...

1. Bis zum Alter von 17 interessierte er sich nicht für Racing...

Als er aufwuchs, interessierte sich Toto nicht besonders für Motorsport, aber ein Erlebnis hat das geändert...

"Bevor ich meinen Führerschein gemacht habe und ein Kumpel eine Gruppe von gemeinsamen Freunden für ein Wochenende nach Amsterdam gebracht hat, habe ich mich überhaupt nicht für Motorsport interessiert", sagte er.

"Frag nicht, was wir dort gemacht haben. Aber auf dem Rückweg haben wir am Nürburgring Halt gemacht, wo ein sehr guter Freund von mir, Philipp Peter, in der Deutschen Formel 3 Meisterschaft gefahren ist."

"Er war ein Spitzenpilot und wurde später Werksfahrer bei Audi. In dem Moment, als ich das Fahrerlager betrat, mir die Autos ansah und in der Startaufstellung war, wurde ich vom Virus infiziert."

"Es ging darum, ob der Mann die Maschine kontrollieren konnte oder nicht, es war wie bei modernen Gladiatoren. Da habe ich zu mir gesagt: Ich will Rennfahrer werden. Ich war damals 17 Jahre alt."

2. Sein erstes Rennauto war auch sein Straßenauto...

Nachdem er Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke zusammengelegt hatte, um auf die Walter Lechner Racing School auf dem alten A1 Ring gehen zu können, entschied sich Toto dazu, seinem Traum zu folgen und Rennfahrer zu werden.

Weil Rennfahren in Formel-Autos teuer war, entschied er sich für einen etwas anderen Weg (und einen mit Dach).

"Ich konnte mir zu Beginn den Formel-Sport nicht leisten, deshalb habe ich am sogenannten SEAT Ibiza Cup teilgenommen", verriet er. "Ich habe mir selbst einen SEAT Ibiza gekauft, der gleichzeitig auch mein Straßenauto wurde und so bin ich dazu gekommen."

"Ich habe in Spielberg ein paar Jahre für Walter Lechner als Instruktor gearbeitet und wurde einer der Spitzenpiloten in der Österreichischen und Deutschen Formel Ford. Ich bin daraufhin nach Neuseeland gegangen... Es begann wie eine kleine, nette Rennfahrerkarriere."

3. Seine Rennfahrerkarriere fand aus finanziellen Gründen ein Ende. Und wegen Nick Heidfeld...

Nachdem Toto zuletzt mehr an Amateurrennen teilgenommen hatte, fand seine Formel-Karriere ein jähes Ende. Aus einem Grund: Geld.

Gut, wegen Geld und der Tatsache, dass er das Talent einiger bekannter Namen aus nächster Nähe erfahren durfte...

"Ich denke, ich war selbst an dem Punkt angelangt, an dem ich in der Formel Ford um Siege kämpfen konnte. Damals war die Deutsche Formel Ford Meisterschaft etwas wie die aktuelle Formel 4 oder der Formel Renault Eurocup, es war eine ziemlich starke Meisterschaft", sagte er.

"Aber mir ist das Geld ausgegangen. Ein Sponsor hat nach den Unfällen von Senna und Wendlinger 1994 damit aufgehört, Geld zu geben und deshalb habe ich all meine Rennaktivitäten eingestellt."

"Aber auch, weil ich einige der jungen Kerle kommen sah, die deutlich mehr Unterstützung hatten und sehr viel Talent."

"Alex Wurz ist einer von ihnen, die ich in der Vergangenheit genannt habe, aber auch Nick Heidfeld. Er hat erst mit dem Rennfahren begonnen, als ich mein letztes Jahr in der Formel Ford gefahren bin. Man konnte sehr schnell sehen, dass diese Kids anders waren."

"Sie waren von Anfang an einfach schneller, auch schon in ihren Rookie-Saisons. Ich erinnere mich daran, wie Nick Heidfeld einen 1600er Formel Ford in einem Feld mit 1800er gefahren ist."

"Die besten 1600er qualifizierten sich bestenfalls im Mittelfeld. Es regnete, wir hatten ein nasses Qualifying in Zolder und dieser kleine, schmächtige Junge, ich weiß nicht, wie alt er war, hat seinen 1600er in die zweite Reihe gestellt. Man konnte sehen, dass es einige gab, die noch etwas spezieller waren."

4. Sein Lehrmeister, eine Mercedes-Legende

Nachdem Toto dem Motorsport den Rücken zugekehrt und damit begonnen hat, sein eigenes Unternehmen aufzubauen, folgte er seinem Herz und kehrte als Amateurfahrer zurück in den Rennsport. Er mischte im Rallyesport mit und wandte sich dann der Talentsuche und der Förderung junger Fahrer zu.

Damit begann ein komplett neues Kapitel in Totos Karriere, bei dem er auch seinen außergewöhnlichen Lehrmeister kennenlernte...

"Ich lernte das Mercedes Junior Programm und dessen Manager kennen. Wir entschlossen uns, uns zusammenzutun und in diese jungen Fahrer zu investieren. Nach ein, zwei Jahren kam einer jener Manager zu mir und fragte mich: 'Du bist doch Investor, hast du schon mal daran gedacht, das Mercedes DTM Team zu kaufen?'"

"Ich habe Herrn Aufrecht kennengelernt. Er ist wirklich eine der großartigsten Persönlichkeiten, die ich je in meinem Leben getroffen habe. Er wurde zuerst mein Mentor und jetzt ist er ein Freund. Vielleicht kann ich ihm jetzt ein wenig zurückgeben als Mentor, die Rollen sind vertauscht."

"Er ist jetzt 79 Jahre alt und erlaubte mir, in sein fantastisches Unternehmen HWA zu investieren. Ich habe 49 Prozent der Anteile gekauft und wir haben es immer weiter aufgezogen und sind damit an die Börse gegangen, was Teil meiner Investment-Strategie gewesen ist."

5. 'Er und Niki' - das reicht weit zurück

Nachdem er Ende 2012 zum Mercedes F1 Team kam, tat er sich mit dem legendären Niki Lauda zusammen.

Schon früh bildeten die beiden ein Duo in der Garage. Auch wenn es das erste Mal gewesen ist, dass Toto und Niki zusammenarbeiteten, kannten sie sich schon eine Weile.

"Als ich in die Formel 1 kam, betrachtete ich sie weniger als Fan, sondern mehr als Geschäftsmann", erklärt Toto.

"Niki Lauda ist eine Ikone in Österreich und eine der großartigsten Persönlichkeiten in der Formel 1. Sein Name ist also geläufig und wir haben eine familiäre Beziehung zueinander. Er ist der Cousin meiner Ex-Frau, daher kannte ich ihn schon eine Weile. Aber wir hatten es noch nicht geschafft, miteinander zu arbeiten."

"Als Daimler entschied, uns beide in dieses Unternehmen einzubinden, dauerte es eine Weile, bis wir uns eingespielt haben. Aber nach einem Jahr wurde die Beziehung immer stärker."

"Wir gehen miteinander sehr höflich in Bezug auf unsere Stärken und Schwächen um und sind jetzt schon in unserem sechsten Jahr. Wir sind nicht nur gemeinsam zu den meisten Rennen gereist, sondern sind auch Freunde geworden. Gleichzeitig fahren wir auch eine Linie, wenn es um unsere Ziele geht, wohin sich das Team entwickeln soll."

"Es fühlt sich ein wenig an, als würde mir ein Bein fehlen ohne Niki!"

6. Alain Prost gab ihm 2014 einige Tipps...

Die intensive Rivalität zwischen Lewis und Nico stellte Toto vor eine Herausforderung. Ein Gespräch mit dem legendären Alain Prost 2014 erwies sich jedoch als äußerst nützlich, die teaminterne Rivalität zu bekämpfen.

"Ich habe aus einer Diskussion mit Alain Prost 2014 einiges gelernt", sagte Toto. "Ich hatte ihn gefragt, was zwischen ihm und Senna schief gelaufen sei, dass zwei so großartige Fahrer eine derlei bittere Beziehung zueinander hätten, sich spalteten und schließlich auf der Strecke kollidierten."

"Er sagte, das größte Problem sei für ihn die Transparenz des Managements gewesen. Die Agenda der Geschäftsleitung blieb ihnen verborgen. Du wusstest nie ob du noch dabei oder schon raus bist, was derzeit angesagt war oder nicht, ob Politik gegen dich gemacht wird oder nicht."

"Ich habe bereits sehr früh für absolute Transparenz im Team gesorgt. Wir sprechen über alles. Manchmal ist es die unangenehmen Wahrheit - Dinge, die man nicht hören möchte. Und über die Jahre lernten wir einander besser kennen und begannen, uns gegenseitig zu vertrauen. Die unangenehme Wahrheit ist etwas, das sehr hilfreich sein kann, um seine Ziele zu erreichen."

"Du bist einfach offen und manchmal bist du einverstanden. Manchmal verlässt du jedoch den Tisch und akzeptierst die Meinung des anderen. Und sie akzeptieren wiederum deine Meinung und verstehen dann zumindest deinen Standpunkt. Das ist sehr wichtig. Und genauso sind wir auch mit der Situation zwischen Nico und Lewis umgegangen. Es war nicht ich allein. In dem Prozess waren viele weitere Teammitglieder beteiligt, die sehr geholfen haben und damit genauso umgegangen sind, wie ich es tue."

7. Seine herausragende Karriere begann vor vier Jahren...

Toto ist keiner, der sich mit seinen bislang größten Erfolgen brüstet. Aber ein Tag stellt alle anderen in den Schatten - und das ist der Österreich GP 2014.

Neben seiner Arbeit bei Mercedes war Toto immer noch Gesellschafter bei Williams. Mercedes fuhr auf dem Red Bull Ring einen Doppelsieg ein und die beiden Williams wurden Dritter und Vierter.

"Das ist neben der Konstrukteursmeisterschaft der einzige Pokal, den ich in meinem Büro stehen habe", sagte er.

"Es ist nicht der schönste Pokal, aber er hat für mich persönlich einen unschätzbaren Wert. In den 90er Jahren begann für mich in Spielberg alles in der Walter Lechner Racing School. Ich fuhr dort unzählige Runden, machte Führungen und Unterricht und gleichzeitig hatte ich keine Ahnung, wo mich meine Leben hinführen würde."

"Letztlich kam es so, dass ich 2014 Gesellschafter bei beiden Teams gewesen bin weil ich meine Anteile damals noch nicht verkauft habe. Wir beendeten das Rennen auf den ersten vier Plätzen. Ich erinnere mich noch daran, wie ich Sonntagabend mit dem Auto zurück nach Wien gefahren bin. Da begriff ich erst, dass ich an zwei Teams beteiligt gewesen bin, die gerade erst die ersten vier Plätze eines Formel-1-Rennens eingefahren haben. Das war ein wirklich sehr besonderer Augenblick für mich."

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