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    INSIDE: So sieht ein F1-Debrief nach dem Rennen aus Während man in der Formel 1...

Während man in der Formel 1 immer nach vorne blickt, ist es ebenso wichtig, auf die Ereignisse eines Rennwochenendes und deren Lehren zurückzublicken. Aber wie machen die Teams das?

Egal, ob ein Grand Prix gut oder schlecht verlaufen ist, für die Formel 1-Teams gibt es nach ihrer Rückkehr in die Fabrik immer viel zu besprechen, zu untersuchen und zu analysieren. Die Analyse der wichtigsten Themen ist ein entscheidender Punkt nach einem Rennen.

Natürlich wird das Positive hervorgehoben, gelobt und applaudiert. Aber in dem ständigen Bestreben, sich weiter zu verbessern, ist es viel wichtiger, das anzusehen, was schiefgelaufen ist und wo man noch Verbesserungsspielraum hat.

Die ersten Tage nach einem Rennwochenende werden von Debriefings und Meetings dominiert. Die Leute springen von einem Sitzungsraum zum nächsten, um so sicherzustellen, dass jeder über alle Ereignisse des Wochenendes Bescheid weiß - sowohl an der Strecke als auch in der Fabrik. Von da an, wird nach vorne geblickt.

Die einzelnen Abteilungen versammeln ihre Leute, um ihre eigene Arbeit im Detail zu besprechen. Aber 14:00 Uhr Ortszeit ist in Brackley an jedem Montag nach einem Rennen für ein ganz besonderes Meeting reserviert: das Debriefing mit dem gesamten Team.

Mehr als 500 Menschen treffen sich so (ungefähr) alle vierzehn Tage in den Race-Bays, um von der technischen Leitung zu hören. Diese geht die Erwartungen durch, die das Team vor dem Wochenende hatte, geht dann über zu den Ereignissen des Wochenendes selbst, den Lehren daraus und wie es nun weitergeht.

Ein weiterer Teil des Debriefings mit dem gesamten Team ist ein Forum für Fragen. Hierfür können die Teammitglieder im Vorhinein Fragen einsenden, die dann von den Sprechern an diesem Tag beantwortet werden. Sollte es also noch Fragen nach dem Rennwochenende geben, ist dies die Gelegenheit, um sie loszuwerden.

Aufgrund der unterschiedlichen Schichten kann natürlich nicht jeder in der Fabrik um 14:00 Uhr dabei sein. Deshalb gibt es für die Nachtschicht täglich um 21:00 Uhr ein Debriefing. Auch dieses wird vom gleichen technischen Direktor abgehalten wie schon zuvor. Die Anzahl der Teilnehmer ist hier aber viel kleiner, normalerweise sind es rund 40 Leute, es geht aber um die gleichen Themen.

Da viel weniger Leute teilnehmen, ist die Atmosphäre beim Debriefing der Nachtschicht viel entspannter und es werden normalerweise mehr Fragen gestellt.

In den folgenden Tagen gibt es eine Vielzahl an weiteren Debriefings in den Abteilungen, um das Wochenende im Detail zu durchleuchten. Eines der größten ist das Renndebriefing am Montagvormittag, an dem bis zu 50 Personen teilnehmen.

Auch an der Rennstrecke finden am Ende jedes Tages Debriefings statt. Aber das Meeting am Montag gibt die Chance, die Ereignisse des vorangegangenen Wochenendes richtig abzuhandeln. Entsprechend hat das Team mehr Zeit, um Antworten zu finden.

Dabei kommen Leute zusammen, die an der Strecke waren, in der Fabrik geblieben sind und die Leiter aller Abteilungen. So können sie ihren Input kombinieren und eine komplette Übersicht darüber geben, was passiert ist. Egal, ob das Rennen gut oder schlecht verlaufen ist, es gibt immer etwas zu besprechen.

Das Debriefing bespricht eine Vielzahl an Themen. Von den Rennstatistiken bis zu den Lehren für das Chassis und die Power Unit für das nächste F1-Rennen. Es gibt viel zu besprechen und weniger als eine Stunde Zeit dafür.

Es gibt eine Gruppe an Sprechern, aber jeder darf sich äußern und seine Gedanken mit den anderen teilen. Es geht darum, zusammen zu arbeiten und bietet eine wichtige Chance, alle Lehren, das gesamte Feedback und alle Sichtweisen eines hektischen Rennwochenendes zusammenzubringen. Es ist selten, dass sich alle in einem Raum befinden, entsprechend müssen sie das Beste aus dieser Gelegenheit herausholen.

Am Donnerstag folgt ein Performance-Debriefing, in dem die Leistung des Teams detailliert analysiert wird. Dabei geht es noch mehr in die Tiefe als das Briefing am Montag. Diesmal trifft sich eine kleinere Gruppe an Personen mit ungefähr Leuten.

Danach halten die einzelnen Abteilungen ihre eigenen Besprechungen und Analysen der Ereignisse des Wochenendes ab. Dabei konzentrieren sie sich auf ihre eigenen Bereiche und blicken nach vorne. Vom Marketing über die digitalen Technologien und Verbundwerkstoffe bis zur Aerodynamik - es gibt viele verschiedene Bereiche des Teams und alle müssen harmonisch zusammenarbeiten und ihre Fähigkeiten bestmöglich einsetzen, damit ein Rennwochenende nach Plan verläuft.

Für einen hochtechnisierten und sich schnell entwickelnden Sport wie die Formel 1 ist es einfach, sich nur auf das zu konzentrieren, was voraus liegt. Die nächste Kurve, das nächste Rennen, die nächste Herausforderung und die nächste Chance. Aber wie heißt es so schön? Man weiß erst, wohin man geht, wenn man weiß, woher man kommt...

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