Back
Back
  • 1

    Wichtige Regeländerungen für die Saison 2019 Ein Blick auf die wichtigst...

Ein Blick auf die wichtigsten Regeländerungen für die neue Formel 1-Saison

Änderungen an der Aerodynamik

Die größten Veränderungen am Reglement für die Saison 2019 betreffen die Aerodynamik.

Das Ziel der Änderungen ist es, die Rennen spannender zu gestalten, indem die Fahrer ihrem Vordermann besser folgen und diese angreifen können.

Die offensichtlichste Änderung betrifft den Frontflügel, was zugleich die zweifelsohne wichtigste Veränderung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Schließlich ist der Frontflügel das erste Fahrzeugteil, auf den der Luftfluss trifft. Einfach ausgedrückt, fallen die Frontflügel 2019 größer und einfacher aus.

Sie sind 200 mm breiter, wodurch sie nun genauso breit sind wie das Fahrzeug selbst, und 20 mm höher, um sie weniger anfällig zu machen. Der Flügel wurde auch 25 mm weiter vorne platziert.

Komplexe Endplattendesigns wurden verboten und die Teams dürfen nur noch zwei Elemente einsetzen.

"Die Wirbelschleppe von den Vorderrädern tendierte dazu, den Abtrieb der Hinterherfahrenden zu stören. Dass nun ein Großteil der Frontflügel fehlt und sie einfacher gestaltet sind, zielt darauf ab, die Dirty Air auf dein eigenes Auto zu führen. Dadurch wird das hintere Auto weniger behindert", erklärte der Technische Direktor James Allison.

"Die Herausforderung für uns war, den Umgang mit dieser Wirbelschleppe von den Reifen besser umzugehen", fügte James hinzu. "Natürlich bedeutet dies, dass wir andere Wege gesucht haben, um die Dirty Air von unserem Auto fernzuhalten."

"Wir haben also innerhalb dieses Regelwerks einen Weg gesucht, um neuere und subtilere Lösungen zu finden, wie wir mit den Verwirbelungen von den Reifen umgehen, um dadurch die Performance des Autos wiederherzustellen."

Am Heck des Autos fallen die Heckflügel 20 mm höher und 100 mm breiter aus. Dadurch entsteht ein großes Luftloch für Windschattenfahrten. Gleichzeitig öffnet sich das DRS jetzt um 20 mm mehr, um dessen Wirkung zu erhöhen und es effektiver zu gestalten.

Auf jeder Seite des Autos fallen die Bargeboards 150 mm niedriger aus, gleichzeitig wurden sie um 100 mm nach vorne geschoben. Das soll den Luftfluss verbessern. Zudem wurden die Aerodynamikelemente rund um die Bremskühlung vereinfacht.

Veränderungen an den Reifen

"Die F1 hat die Abläufe an einem Rennwochenende vereinfacht. Somit gibt es nur noch drei Farben für die Reifenmischungen - rot für Soft, gelb für Medium und weiß für Hart", erklärte unser Chefstratege James Vowles.

"Diese Farben werden die gesamte Saison über beibehalten. Bislang gab es sechs verschiedene Reifenfarben, was für die Zuschauer Zuhause etwas verwirrend sein konnte. Dass wir nun an jedem Wochenende die gleichen Namen und Farben haben, sollte es für alle einfacher machen."

Aber während es nur noch drei Farben für die Reifenmarkierungen geben wird, gibt es nicht nur drei Reifenmischungen. In diesem Jahr gibt es fünf verschiedene Mischungen, die von C1 (die härteste) bis C5 (die weichste) benannt sind.

Pirelli wählt drei dieser fünf Reifenmischungen pro Rennen aus.

Bei den Wintertestfahrten gibt es jedoch mehr Mischungen als Farben. Aus diesem Grund gibt es zwei weiße und zwei rote Reifenmarkierungen.

Um diese trotzdem auseinanderhalten zu können, fehlt beim weichsten (C5) und dem härtesten (C1) Reifen jeweils der Strich zwischen der Schrift.

"Wann immer sich die Reifen verändern, lernen die Teams immer das gesamte Jahr über hinzu, egal wie viel man beim Abu Dhabi Test gelernt hat", fügte James hinzu.

"Es ist ein anderer Reifen, eine andere Konstruktion, das Sortiment hat sich geändert. Alle Teams müssen viel darüber lernen. Wir sollten damit rechnen, dass es beim Verständnis für die Performance Unterschiede geben wird."

Kleinere Änderungen

Es gibt auch eine Reihe kleinerer, weniger offensichtlicher Veränderungen am 2019er Reglement. Am Heckflügel sind nun zusätzliche Leuchten angebracht - jeweils links und rechts an den Endplatten. Sie sollen die Sichtbarkeit erhöhen und die Sicherheit verbessern.

Den Fahrern stehen jetzt 110 kg an Rennsprit zur Verfügung (5 kg mehr als 2018). Die Durchflussrate des Benzins bleibt bei 100 kg/h.

"Wer einen effizienten Motor sowie eine effiziente Aerodynamik besitzt und darauf vorbereitet ist, etwas ‚Lift and Coast' zu betreiben, der erhält die Möglichkeit, mit weniger als 110 kg ins Rennen zu gehen", sagte Andy Cowell, Geschäftsführer von Mercedes AMG High Performance Powertrains.

"Pro fünf Kilogramm Gewichtsersparnis ist man ungefähr zwei Zehntelsekunden pro Runde schneller. Es besteht also ein natürlicher Vorteil bei einem Start mit einem etwas leichteren Auto."

Apropos Gewicht: Das Mindestgewicht des Autos ohne Benzin wurde um 10 kg auf 743 kg angehoben. 80 kg davon entfallen auf den Fahrer, seinen Sitz und seine Ausrüstung. Wenn alles zusammen weniger als 80 kg ausmacht, wird Ballast unter dem Cockpit platziert.

Veränderungen an den Rennen

Bei Regeländerungen liegt der Hauptfokus oftmals auf der technischen Seite, aber es gab auch einige Anpassungen am sportlichen Reglement.

Die Fahrer müssen jetzt biometrische Handschuhe tragen - mit Sensoren im Stoff. Dies sorgt für verbesserte Sicherheit, eine Überwachung des Herzschlags des Fahrers und der Sauerstoffwerte. Diese Daten werden an den FIA-Arzt im Medical Car an der Strecke übermittelt.

Auch die Helme haben sich 2019 verändert. Die Hersteller müssen einen neuen FIA-Standard erfüllen. Dazu gehört ein verbesserter ballistischer Schutz und eine erhöhte Energieaufnahme. Gleichzeitig liegt das Visier jetzt 10 mm tiefer, um die Sicherheit bei einem Einschlag von Trümmerteilen zu erhöhen. Die Helmschale enthält nun fortschrittliche Materialien aus Verbundstoff, um den Widerstand zu verbessern.

Bei Re-Starts im Rennen dürfen die Fahrer jetzt erst überholen, wenn sie die Ziellinie überquert haben. Bislang durften sie das schon nach dem Passieren der Safety-Car-Linie.

Während zum Rennende auch weiterhin die traditionelle schwarz-weiß karierte Flagge geschwenkt wird, ist das offizielle Signal für die Zieldurchfahrt ab sofort eine karierte Einblendung auf der offiziellen Anzeigetafel.

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome