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    INSIDE: Wie fährt sich der andere F1-Mercedes? Wenn ein Rennen in Folge de...

Wenn ein Rennen in Folge des Wetters, eines Zwischenfalls oder Trümmerteilen neutralisiert werden muss, führt das offizielle Formel 1 Safety Car das Feld an - der Mercedes AMG GT R.

Am Steuer des Safety Cars sitzt Bernd Mayländer, der in dieser Rolle seit dem Jahr 2000 weit über 700 Runden absolviert hat - damit würde er in den Top-30 Fahrern mit Führungsrunden in der Formel 1-Geschichte liegen, wenn er denn nur in der Startaufstellung stehen würde!

Was ist nun für ihn nach all den Jahren im Cockpit des Safety Cars die größte Herausforderung?

"Ich muss wissen, wo sich ein Unfall ereignet hat, wo ich im Feld herauskomme, wo sich die anderen Autos befinden und ob es Autos gibt, die mich überholen müssen", erklärt Bernd.

"Außerdem muss ich wissen, wo sie mich am besten überholen können, ohne dass es riskant für die anderen Autos oder die Streckenposten ist. Zudem stehe ich in ständigem Kontakt mit der Rennleitung. Jeder Safety-Car-Einsatz ist anders, aber das gefällt mir daran."

Der Mercedes-AMG GT R ist neu in dieser Saison. Wie hat sich Bernd damit vertraut gemacht?

"Im Winter hatte ich fünf Testtage mit dem neuen Auto auf einer High-Speed-Teststrecke im italienischen Nardo", sagt er. "Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich darin wohl gefühlt habe, da ich vorher schon den GT S gefahren war."

"Das neue Auto ist insgesamt schneller, etwa eine Sekunde pro Kilometer auf einer Rennstrecke. Das Auto ist mit einem speziellen Kommunikations- und GPS-System sowie den deutlich sichtbaren Sicherheitslichtern ausgestattet, aber ein Großteil des Autos - der Motor, das Getriebe und die Aufhängung - sind Standard."

Und wie sehen die Abläufe für Bernd aus, wenn das Safety Car auf die Strecke geschickt wird?

"Ich verfolge das Rennen in meinem Auto", verrät er. "Zudem habe ich ein GPS-System im Auto, sodass ich jeder Zeit weiß, wo sich alle Autos befinden."

"Sobald es einen Unfall gibt, erhalte ich von der Rennleitung per Funk die Anweisung: "Safety Car on standby" ("Safety Car bereithalten"). Zu diesem Zeitpunkt habe ich den Gang bereits eingelegt und bin sofort bereit, um loszufahren."

"Sobald ich die Anweisung "Deploy Safety Car" ("Safety Car Einsatz") erhalte, verlasse ich die Box. Wenn die Situation bereinigt ist, erhalte ich die Anweisung: "Safety Car in this lap" ("Safety Car kommt in dieser Runde herein"). Selbst wenn ich das Feld bis zum Rennende anführe, muss ich auf der letzten Runde hereinkommen. Dadurch darf ich leider nie die schwarz-weiß karierte Flagge sehen."

Beim Großen Preis von Kanada kommt das Safety Car normalerweise recht häufig zum Einsatz, immerhin sind die Mauern sehr nah an der Strecke und tendiert das Wetter zu schnellen Umschwüngen.

Eines der denkwürdigsten Kanada-Rennen der jüngeren Vergangenheit sah in der Saison 2011 einen wahren Safety Car-Marathon. Welche Erinnerungen verbindet Bernd damit?

"Das war ein verrücktes Rennen", sagt er. "Ich habe es für 46,9 Prozent der Renndistanz angeführt. Schlussendlich war es der längste Grand Prix in der Geschichte der Formel 1."

"Die Wetterbedingungen waren so schlecht, dass sie das Rennen für eine Weile unterbrechen mussten. Die Verhältnisse waren so schlimm, dass ich während der Unterbrechung sogar Zeit hatte, um mir einen Kaffee und einen Snack zu holen. Die Pause habe ich im Rennleitungsraum verbracht, so konnte ich sicherstellen, dass ich keine wichtige Information verpasse."

Die Rolles des Safety-Car-Fahrers in der Formel 1 ist ebenso einzigartig wie entscheidend. Der Einsatz des Mercedes-AMG GT R kann den Rennverlauf dramatisch verändern.

Nur wenige Fahrer erhalten die Gelegenheit, ein Formel 1-Rennen anzuführen, ganz zu schweigen für mehrere hundert Runden. Aber nur ein Fahrer hat das geschafft, ohne am Steuer eines F1-Autos zu setzen - und das ist Bernd.

Du willst noch mehr über Safety-Car-Phasen erfahren? Von der Verringerung der Pace bis zu den Herausforderungen für die Fahrer und Teams? Dann haben wir hier genau den richtigen Artikel für Dich.

Und wenn Du eher an der technischen Seite des neuen Mercedes-AMG GT R Safety Cars interessiert bist, solltest Du am besten hier einmal vorbeischauen.

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