Back
Back
  • 1

    INSIDE: Wie wir den Titel gewonnen haben... Was für ein Jahr, was für e...

Was für ein Jahr, was für ein Zweikampf, was für ein Ergebnis! Die Geschichte unseres bislang größten Erfolges...

"Die Grundlage war die harte Arbeit jedes einzelnen Teammitgliedes, in beiden Werken in Brackley und Brixworth sowie an der Rennstrecke."

"Normalerweise stehen nur ein paar Leute immer im Rampenlicht, aber in unserem Team gibt es sehr viele Helden im Verborgenen. Wir haben zusammengehalten und sind bis an die Grenzen des Sports und von uns selbst gegangen - und all das unter immensem Druck."

Diese Worte von Valtteri nach dem Großen Preis von Brasilien fassen die entscheidenden Erfolgszutaten in der Formel 1 zusammen: harte Arbeit, Leidenschaft, Einheit und der Hunger, immer weiter über die Grenzen hinauszugehen - selbst unter dem riesigen Druck eines der spannendsten Titelkämpfe bislang.

Es ist ein Klischee, aber die Saison 2018 verlief definitiv wie eine Achterbahnfahrt. Unglaubliche Höhen, harte Tiefen und jede Menge Entschlossenheit, das Jahr an der Spitze der Tabelle zu beenden. Wir standen außerordentlichen Gegnern gegenüber, aber wir haben den Kampf genossen und sind deshalb umso stolzer auf das Endergebnis.

"Das war die bislang schwierigste Weltmeisterschaft und deshalb ist es auch die größte Erleichterung", gab Toto zu. "In diesem Jahr konnte man erkennen, dass es Phasen gegeben hat, in denen wir die Oberhand hatten, aber dann gab es auch Phasen, in denen Ferrari und gegen Saisonende auch Red Bull mit dabei waren."

"Deshalb ist es die beste Weltmeisterschaft. Wir hatten im Verlauf der Saison einen harten Kampf gegen Ferrari zu bewältigen - ein fantastisches Team und eine fantastische Marke. Den fünften Titel in Folge zu gewinnen ist etwas ganz Besonderes, von dem wir vor sechs Jahren noch nicht einmal zu träumen gewagt hätten."

"Das hätten wir uns selbst in unseren wildesten Träumen nicht vorstellen können. Den Rekord von Ferrari einzustellen, der uneinholbar schien, erfüllt mich mit wahnsinnig viel Dankbarkeit und Glück, Teil dieses Teams zu sein."

Welcher Rekord? Die meisten WM-Doubles in der Formel 1 in Folge. Es ist erst das zweite Mal, dass mehr als vier Konstrukteurstitel hintereinander gewonnen wurden. Hier hält Ferrari noch den Rekord mit sechs Erfolgen in Serie zwischen 1999 und 2004.

Was diesen Traum zur Realität hat werden lassen ist klar zu erkennen: Nicht nur im Rampenlicht an der Rennstrecke, sondern auch in den bescheidenen Umfeldern in Brackley und Brixworth. Vom Reinigungspersonal, das dafür sorgt, dass die Fabriken lupenrein aussehen, bis zu den NDT-Technikern, die die Teile inspizieren, den Design-Ingenieuren, die stetig nach neuen Entwicklungen forschen, und allen dazwischen, jedes einzelne Teammitglied hat die gleichen Werte und Ziele.

Trotzdem bleibt ein gewisser Unglaube darüber, was wir geschafft haben. Es gibt keinen Mann und keine Frau in einer unserer Fabriken, die gedacht hätten, dass wir die Saison 2018 mit jeweils fünf Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaften beenden würden. Es ist schon ein wenig surreal, daran zu denken, und es wird einige Zeit dauern, bis wir es verarbeitet haben.

Das Jahr 2018 bot uns den härtesten und intensivsten Kampf, den wir in der Hybrid-Ära der Formel 1 erlebt haben. Das Kräfteverhältnis schwankte hin und her und veränderte sich von Rennwochenende zu Rennwochenende. Auf jeder Strecke war jemand anderes vorne. Einige lagen unserer silbernen Schönheit, dem W09, andere wiederum dem superschnellen springenden Pferd von Ferrari oder dem angreifenden Red Bull.

Schon das erste Saisonrennen war ein Vorgeschmack auf das Auf und Ab, das in dieser Saison folgen sollte - nicht nur für uns, sondern für die Teams, die um jeden Platz gekämpft haben. Wir waren schnell in Australien, aber unser Umgang mit dem Safety Car verhinderte einen Sieg und das war ein harter Schlag zum Auftakt in die Saison.

Einer der besten Charakterzüge dieses Teams ist die Fähigkeit, einen Schritt zurückzumachen, alles zu analysieren, daraus zu lernen, sich zu verbessern und weiterzumachen. Es ist ein stetiger Zyklus, selbst an guten Wochenenden. Aber in den schwierigen Zeiten lernt man am meisten und davon haben wir in diesem Jahr eine Menge erlebt.

China war erneut ein kniffliges Rennen, bei dem Valtteri einen möglichen Sieg verpasste, genauso wie kurz darauf in Bahrain. Dann kam Baku - ein Wochenende voller gemischter Emotionen für das Team. Es war unglaublich eng an der Spitze und während Lewis seinen ersten Saisonsieg erzielte, spürten wir den Schmerz von Valtteri, dem ein Reifenschaden kurz vor Schluss den Sieg raubte.

Zum Glück lieferte Spanien den nötigen Balsam auf die Wunden. Ein überlegener Doppelsieg auf einer Strecke, die dafür bekannt ist, der beste Prüfstand für ein Auto zu sein... das war ein verdammt süßer Sieg. Monaco und Kanada entpuppten sich danach wieder als schwierige Wochenenden und während der Sieg bei der Frankreich-Rückkehr der Formel 1 fantastisch war, war der Doppelausfall in Österreich erneut ein harter Rückschlag. Ebenso war es beim Ende der Siegesserie von Lewis bei seinem Heimrennen in Silverstone, wo ihn sein Hauptgegner Sebastian Vettel schlagen konnte.

Aber das Blatt wendet sich schnell: Deutschland und Ungarn waren Rennen, bei denen wir keinen Sieg erwartet hatten - und doch ist er uns dort gelungen. Das machte diese Saison so aufregend und spannend. Zwei Teams - manchmal sogar drei - kämpften auf der Strecke gegeneinander und es war nicht klar, wer sich durchsetzen würde.

In Hockenheim, bei einem unserer beiden Heimrennen, blieben unsere Fahrer bei schwierigen, rutschigen Bedingungen auf der Strecke, während andere Schwierigkeiten hatten. Das Resultat: Ein wundervoller Doppelsieg. In Budapest zeigten sie im Regen fantastische Leistungen im Qualifying und Lewis konnte die Verfolger hinter sich halten, um sich den Sieg zu schnappen.

Das war ein perfekter Start in die Sommerpause, in der der Großteil des Teams sich in den Urlaub verabschiedete, während sich die Aufregung von zwei aufeinanderfolgenden Siegen langsam legte.

Es folgte der Auftakt in die zweite Saisonhälfte in Belgien - einer der härtesten Momente der Saison. Gerade als wir vor der Sommerpause etwas Schwung aufgenommen hatten, und nach der Pole Position sah es auch weiter danach aus, mussten wir machtlos mitansehen, wie Vettel in seinem Ferrari zum Sieg fuhr.

Es fühlte sich brutal an, aber diese Niederlage nutzten wir als Sprungbrett für ein Comeback - aus der reinen Entschlossenheit heraus, nicht noch einmal geschlagen werden zu wollen. Wir haben alles genau angesehen und analysiert, wo unsere Schwächen lagen.

In Monza schlug das Team dann mit einem bemerkenswerten Doppelpodium und den Plätzen eins und drei zurück. Es war ein tolles Gefühl, unsere beiden Fahrer auf dem legendären Podium Champagner verspritzen zu sehen... Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, dass es der Beginn einer Serie sein sollte, die uns unserem Ziel näherbringen sollte.

Singapur zählte immer zu unseren "Angststrecken", aber wir waren fest entschlossen, dass in diesem Jahr zu ändern. Durch die Zusammenarbeit des gesamten Teams ist uns das gelungen. Lewis fuhr mit einer der besten Runden in seiner Karriere auf die Pole und ging optimistisch in den Renntag, die Konkurrenz hinter sich halten zu können.

Der kontrollierte Sieg von Lewis unter dem Flutlicht von Singapur vor dem starken Max Verstappen war eines der Highlights in dieser Saison. Auf einer Strecke, auf der wir in der Vergangenheit Schwierigkeiten hatten, konnten wir das Blatt wenden - ein Erfolg, auf den wir sehr stolz sind.

Ein enger Doppelsieg in Russland sorgte für gemischte Gefühle im Team. Valtteri war das ganze Wochenende über in Topform, aber wir fällten die schwierige Entscheidung, die Autos zu tauschen, um Lewis wichtige Zähler im Kampf um die Fahrer-WM zu sichern, da er stark unter Druck von Vettel stand. Keine einfache Entscheidung, aber sie musste gefällt werden.

Aus Sotschi ging es weiter nach Suzuka - eine der Lieblingsstrecken der Fahrer, Teams und Fans. Das Wochenende in Japan war abermals unvergesslich. Lewis erzielte seinen 50. Sieg mit dem Team und kam dem Titelerfolg immer näher - zudem bauten wir unsere Führung in der Konstrukteurs-WM auf 78 Punkte aus.

Es folgte ein kniffliges Rennen in Austin, bei dem wir in der Konstrukteurs-WM Boden auf Ferrari verloren haben. Damit waren in Mexiko beide Weltmeisterschaften noch offen. Es war nicht die Performance, die wir uns vorgestellt hatten, aber trotz der Schwierigkeiten überquerte Lewis die Ziellinie als Fünfter und fünfmaliger Fahrer-Weltmeister. Ein fantastischer Moment für Lewis und das Team, aber auch für den gesamten Sport.

So kamen wir dann nach Brasilien, wo es noch einen Titel zu vergeben gab. Wir hofften auf ein unkompliziertes Wochenende, aber natürlich gab es das in der Formel 1 nicht. Wir brauchten einen Vorsprung von 43 Punkten auf Ferrari, um den Titel in Brasilien zu gewinnen. Ferrari musste 13 Punkte mehr holen als wir, um ihre Chancen am Leben zu erhalten. Wir befanden uns in einer guten Position, aber in der Formel 1 weiß man ja nie...

Das Wochenende begann gut, wir hatten gute Training, Lewis fuhr auf die Pole und Valtteri auf Startplatz drei. Aber im Rennen hatten wir mit Motorproblemen und dem Reifenabbau zu kämpfen. Red Bull sah unglaublich schnell aus und wir konnten die Führung nicht lange halten.

Es sah nach einer klaren Niederlage aus, aber dann kamen Verstappen und Esteban Ocon zusammen und Lewis lag wieder in Führung, die er bis ins Ziel verteidigen konnte. Valtteri hatte ein härteres Rennen, erkämpfte sich aber P5. Damit war uns die Konstrukteurs-Krone ein Rennen vor dem Saisonende nicht mehr zu nehmen.

Das Gefühl, wenn ein Traum Realität wird, ist schwer zu beschreiben. Nach so einer anstrengenden Saison haben wir es endlich geschafft. Und wir könnten nicht stolzer auf unsere gemeinsame Reise sein.

#HiFive an alle!

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome