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24.08.2015

Lewis: “Ich fühlte mich das gesamte Wochenende 100% wohl”

F: Lewis, das war dein 39. GP-Sieg, dein 80. Podium in der Formel 1. Damit ziehst du mit deinem großen Helden Ayrton Senna gleich. Insgesamt also ein ziemlich guter Tag, oder?
LH: Wow. Die Zuschauer waren an diesem Wochenende unglaublich. Es ist fantastisch, die gesamte Strecke ist voller Fans, vielen Dank, dass ihr alle gekommen seid. Für mich war es erneut ein unglaubliches Wochenende. Das Team hat bei den Boxenstopps fantastisch gearbeitet, aber auch das ganze Wochenende davor. Die Jungs hier und in der Fabrik sind klasse. Das war wie im Traum heute. Das Auto war das ganze Wochenende über fantastisch, vielen Dank dafür, Jungs.

F: Deine einzige Sorge nach dem Start schien zu sein, als Nico nach dem Virtual Safety Car ein paar Sekunden näher herankam. Gab es sonst Sorgen während des Rennens?
LH: Nein. Nico hatte eine gute Pace, aber ich konnte meistens darauf antworten. Deshalb war ich recht entspannt an der Spitze. Das Auto fühlte sich großartig an und es ging darum, auf die Reifen zu achten, besonders am Ende. Nachdem ich gesehen hatte, dass an einem anderen Auto ein Reifen geplatzt war, fuhr ich sehr vorsichtig. So konnte Nico den Abstand in den letzten zwei Runden verkürzen. Aber ich hatte stets alles unter Kontrolle. Wie gesagt, mit der guten Unterstützung durch das Team fühlte ich mich das ganze Wochenende über 100 Prozent wohl.

F: Zu Beginn der zweiten Saisonhälfte geht es immer noch sehr eng gegen deinen Teamkollegen zu. Aber hast du langsam das Gefühl, dass du näher an einen weiteren WM-Titel rückst?
LH:
Es ist definitive noch viel zu früh dafür. Aber wie ich vor dem Wochenende gesagt habe: du möchtest die Pole Positions holen und sie in Siege umsetzen. Hoffentlich geht das heute erst richtig los. Ich freue mich auf die nächsten Rennen. Hoffentlich sehe ich viele der Fans auch bei den kommenden Rennen.

F: Haben dir das Virtuelle Safety Car und die Wolkendecke geholfen, die Medium-Reifen einzufahren? Denn nach dem ersten Sprint von Nico auf den ersten ein, zwei Runden nach dem Virtual Safety Car konntest du ihm davonfahren. Wie lief es in dieser Phase des Rennens und wie hast du seine Angriffe empfunden?
LH: Es ging einfach nur darum, die Reifen zu nutzen und nicht zu pushen. Ich griff nicht sehr hart an auf den Out-Laps und ging es auf den ersten drei, vier Runden recht locker an. In diesem Bereich konnte Nico aufholen. Danach pushte ich wieder, aber ich war niemals nervös oder ähnliches. Ich hatte eine großartige Pace im Auto und die Balance fühlte sich fantastisch an. Sie wurde im Verlauf des Rennens sogar immer besser. Es gab keinen Grund, mehr zu pushen, als ich es bereits tat. Ich hatte einen komfortablen Vorsprung und am Ende des Tages zählt es nicht, ob man mit einem Zehntel Vorsprung oder zehn Sekunden Vorsprung gewinnt.

F: Du hast am Donnerstag gesagt, dass dies keines deiner Lieblingsrennen ist. Wird sich das jetzt ändern?
LH: Ich meinte nicht, dass es keine meiner Lieblingsstrecken sei. Monaco ist definitiv ein Favorit, aber diese Strecke ist großartig. Sie ist eine unglaubliche Herausforderung. Das Wetter war an diesem Wochenende toll und dadurch war das Wochenende erst recht super. Auch waren unglaublich viele Fans hier. Es ist klasse, so viele britische Flaggen zu sehen, das weiß ich wirklich zu schätzen. Die Strecke macht richtig viel Spaß. Es ist eine Traditionsstrecke. Es wird einem niemals langweilig, durch Eau Rouge zu fahren. Es wird immer eine ganz besondere Strecke bleiben.

F: Nico meinte, dass ihn die zweite Einführungsrunde vielleicht kalt erwischt hätte. Du hattest ein ähnliches Drama in Budapest. Hat dir diese Erfahrung dabei geholfen, diesmal besser zu sein?
LH: Das denke ich nicht. Natürlich waren wir uns dessen bewusst, aber zu Beginn des Wochenendes wussten wir, dass dies ein Szenario sein könnte und wir bereiteten uns darauf vor. Als dann der Start anstand, war ich sehr gut vorbereitet darauf. Die Ingenieure haben mich für den Fall eines Restarts vorbereitet. Vielleicht war das ein kleiner Vorteil. Ich bin zufrieden. Mein Start war richtig gut.

F: Gestern hast du gesagt, dass du dir als Erster Sorgen machen würdest, dass vielleicht jemand bergauf an dir vorbeigehen könnte. Perez kam dann tatsächlich vor dich. Das haben die Zeitenmonitore am Ende des ersten Sektors gezeigt. Wie hast du zurückgeschlagen und die Führung zurückerobert?
LH: Es war ziemlich ähnlich zum letzten Jahr. Ich denke, Sebastian war in meinem Windschatten und so gut wie vorbei, aber da ich innen fuhr und später bremste, konnte ich die Position halten. Genauso war es mit Perez. Er bremste früher als ich, also habe ich ihn ausgebremst und bin so wieder vorbei und in Führung gegangen. Er schien es für eine Sekunde gehabt zu haben. Es war sehr fair.

F: Du hast gestern die Pole Trophy für 2015 gewonnen. Bedeutet dir das irgendetwas?
LH: Die Pole Trophy ist nicht so spannend, aber die Poles zu holen ist es definitiv. Natürlich ist es mein Ziel, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Dafür würde ich alles andere aufgeben. Aber ich bin mit meinen Qualifyings bislang sehr zufrieden. Es ist ein riesiger Schritt und heute wollte ich die Pole Position und meinen Speed aus dem Qualifying im Rennen umsetzen. Ich denke, das ist mir gelungen. Ich bin mir sicher, dass ich mich noch auf einigen Gebieten verbessern kann. Daran werde ich weiter arbeiten.

F: Im letzten Jahr hast du in der Schlussphase ab Monza viele Rennen gewonnen. Hast du das gleiche Gefühl wie im letzten Jahr?
LH: Es ist ganz anders als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Vergangene Saison reiste ich hier nach einer sehr schwierigen Zeit ab. Aber danach hatte ich eine großartige Pace und tolle Ergebnisse. In diesem Jahr lief es schon viel, viel besser als 2014 und ich habe vor, so weiterzumachen. Ich glaube, dass ich mich immer noch verbessern kann, besonders in den Rennen. Daran werde ich arbeiten.

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