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22.10.2015

Lewis: “Ich möchte engere Rennen sehen”

Lewis, du hast drei Mal in den USA gewonnen, zweimal hier auf dem Circuit of the Americas. Du, Nico und Sebastian habt in dieser Saison viermal die Plätze eins bis drei belegt - genau in dieser Reihenfolge. Wenn das am Sonntag erneut der Fall sein sollte, bist du Weltmeister. Was sagst du dazu?

LH: Zunächst einmal bin ich froh, hier zu sein. Ich habe immer viel Spaß in den Staaten. Die Strecke ist fantastisch und die Rennen hier waren seit 2012 großartig. Ich freue mich einfach auf jedes weitere Rennwochenende. Ich habe es in den letzten beiden Wochen vermisst, das Auto zu fahren.

Deine Social Media Posts verraten, dass du viel Zeit in diesem Land verbringst. Warum magst du die USA so sehr?

LH: Ich mag es, überall auf der Welt hin zu reisen - nicht nur in die USA. Aber ich habe hier viele Freunde. Es gibt viel zu tun. Amerika hat viel zu bieten, es ist so groß. Ich mache hier viel Musik, dies ist quasi der musische Mittelpunkt. Deshalb verbringe ich hier wahrscheinlich mehr Zeit als woanders.

Wie kann man die Begeisterung für die Formel 1 im städtischen, farbigen Amerika? Ich weiß, dass gegen Football und Basketball antreten, aber wie machen wir die Formel 1 für die städtischen Kids in Amerika spannender?

LH: Für die Leute in Amerika ist es schwierig, den Sport zu entdecken. Sie sind verrückt nach NFL und NBA - das sind Sportarten, für die man einfach losgehen und die Ausrüstung kaufen kann. Man kauft einen Ball oder einen Schläger und spielt auf der Straße. Mit dem Kartsport geht das nicht so einfach. Ich hatte sehr viel Glück. Mein Dad kaufte mir ein Go-Kart und wir fuhren damit eine Weile auf einem Parkplatz. Aber es ist nicht so einfach für Kids, die sagen: "Hey, ich möchte Kart fahren." Man muss es Wochen vorher planen und sparen. Ich weiß es also nicht genau. Vielleicht kann sich die Formel 1 mehr in der NFL oder anderen Sportarten engagieren, vielleicht über die Marken, die sie hier in den USA haben. Ich weiß nicht, ob ich je einen NBA-Spieler bei einem Rennen gesehen habe. Tatsächlich kam einmal ein Freund. Aber ansonsten war nie jemand von diesen Sportarten da, anderen Sportarten, um zu sehen, worum es in der Formel 1 geht und um die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Wie ihr sehen könnt, tue ich so viel ich kann. Aber ich bin nur ein Einzelner. Gestern war ich mit einigen Kids Go-Kart fahren. Da waren auch zwei farbige Jungs dabei. Einer hat mich überholt, das erste Mal, dass ich auf der Strecke von einem farbigen Jungen überholt wurde. Als er an mir vorbeifuhr, war es für mich, als ob ich mich selbst sehen würde. Es war recht lustig. Es war gut.

Es wurde viel über Regeländerungen diskutiert oder eine Herangehensweise der alten Schule. Wie denkst du darüber? Es besteht die Angst, dass die Autos vielleicht etwas zu technisch werden. Dass es wie bei David Hasselhoff und Knight Rider wird - du sprichst mit dem Auto, das von alleine fährt.

LH: Ich denke, es muss sich etwas ändern. Ich habe mir die Vorschläge nicht genau angesehen, aber es muss sich etwas verändern. Das DRS fühlt sich zum Beispiel nicht natürlich an. Aber egal welche Änderungen eingeführt werden, ich möchte engeres Racing sehen. Es muss wie beim Kartfahren sein - Rad an Rad Racing. Die Fahrer fahren im Zug hintereinander her und überholen sich gegenseitig. Die Formel 1 muss wieder ein bisschen mehr wie das werden. Ich weiß nicht, wie sie das schaffen sollen. Es muss sich aber sehr viel im Vergleich zu den vergangenen 20 Jahren ändern.

Es wurde auch viel über die Power Units gesprochen und die Tatsache, dass sie bei der Performance derzeit etwas unterschiedlich sind. Aber wie sieht es mit Änderungen bei der Aerodynamik aus? Du sprichst über das Kart fahren und enge Wettkämpfe. Das scheint heutzutage nicht möglich zu sein, weil man nicht nah genug auffahren kann. Wie wäre es also, die Aerodynamik der Autos zu verändern, um die Front weniger sensibel zu machen, damit man auch wieder dem Vordermann folgen kann - etwa in der letzten Kurve in Monza. Man sollte wieder direkt hinter ihm liegen können und sich nicht nur auf die Power Units konzentrieren. Das sollte das Racing verbessern, oder?

LH: Es scheint so, aber ich denke nicht, dass das möglich ist. Hinter einem Flugzeug gibt es Turbulenzen und genauso ist es bei einem Auto. Die ganzen Wirbel rund um das Auto sind da, egal welche Regeln sie einführen. Es wird immer so bleiben. Sie müssen es schaffen, dass die Autos den gleichen Abtrieb behalten, auch wenn sie näher an ein anderes Auto heranfahren. Egal wie nah sie herankommen. Ich weiß nicht, wie sie das erreichen wollen, aber es wäre klasse.

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