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19.04.2015

Lewis: “Ich sah sie im Spiegel und dachte mir: Oh mein Gott. Das wird eng!”

Auf dem Podium mit Sir Jackie Stewart

SIR JYS: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Bahrain zu diesem fantastischen Grand Prix, dem elften in dieser Region. Die Zuschauer waren fantastisch, das Rennen war wundervoll und der Sieger heißt Lewis Hamilton.

LH: Wie geht es dir?

SIR JYS: Großartig.

LH: Wie geht es euch, Leute? Was für fantastische Zuschauer wir heute hier haben.

SIR JYS: Fantastisch und was für ein großartiges Rennen es war. Du hast jetzt drei Siege in dieser Saison geholt. Am Ende der Saison könnte es dann heißen: dreimaliger Weltmeister...

LH: Ja, das ist mein Ziel. Aber zunächst einmal möchte ich meinem Team ein dickes Dankeschön aussprechen. Sie haben an diesem Wochenende großartig gearbeitet. Die Ferrari haben uns hart für unser Geld arbeiten lassen. Es war wirklich schwierig, bei diesen Bedingungen auf die Reifen zu achten - gerade hinter den Überrundeten. Zum Glück hielt das Auto, die Reifen waren noch gut und ich kam durch. Aber wir müssen als Team weiter Gas geben und genau das werden wir natürlich tun. Ein großes Dankeschön an jeden Einzelnen und all die Leute, die mich an diesem Wochenende hier unterstützt haben. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

SIR JYS: Was waren das für Bremsprobleme gegen Ende? Im Funk hörte es sich so an, als ob du etwas zurückstecken müsstest?

LH: Ja, ich glaube, dass meine Bremsen etwas zu heiß geworden sind hinter einigen Überrundeten. Wenn man dahinter fährt, fehlt die kühlende Luft für die Bremsen. Sie werden warm, aber es war kein echtes Problem.

Pressekonferenz

F: Herzlichen Glückwunsch, Lewis. Das war dein 36. GP-Sieg und der zweite in Folge hier in Bahrain. Es war auch der neunte Sieg in den vergangenen elf Rennen. Ihr hattet mit Ferrari das gesamte Wochenende über einen harten Gegner. Bedeutet es dir mehr, Ferrari in einem engen Kampf zu schlagen als ein internes Teamduell bei Mercedes zu gewinnen?

LH: Ein Sieg ist ein Sieg. Es spielt keine Rolle gegen wen. Du versucht, jeden zu schlagen. Natürlich ist es toll, einen Kampf gegen Ferrari zu haben. Ich denke aber immer noch, dass Mercedes die Besten sind. Wir arbeiten so hart wir können, um diesen Schwung aufrechtzuerhalten. Aber sie greifen uns sehr hart an. Vielen Dank an die Jungs in der Fabrik und hier an der Strecke. Das Auto war an diesem Wochenende super zu fahren. Ich bin wirklich sehr, sehr, sehr stolz auf jeden für die ganze harte Arbeit, die er hineinsteckt.

F: Einer der dramatischsten Momente des Rennens war, als du die Box verlassen hast und hinter dir Nico und Sebastian gegeneinander kämpften. Konntest du sie in deinen Rückspiegeln sehen? Warst du dir dessen bewusst?

LH: Ich habe sie definitive gesehen, aber ich hatte es nicht erwartet. Ich dachte, dass ich einen ordentlichen Vorsprung hätte und dann auf einmal kam ich aus der Box und sie waren direkt hinter mir. Ich hatte wohl einen etwas langsameren Stopp und deswegen schmolz der Abstand wohl dahin. Ich kam aus der Box, bremste die erste Kurve an, sah in meinen linken Rückspiegel und dachte mir: "Oh mein Gott, das wird eng!" Aber es hat viel Spaß gemacht. Wirklich viel Spaß.

F: Gab es zu irgendeinem Zeitpunkt des Rennens eine Gefahr, dass Ferrari dir den Sieg hätte streitig machen können?

LH: Ich konnte meistens nur Nico sehen. Zu Beginn des Rennens war es nicht so einfach, die Jungs hinter mir zu lassen. Aber gegen Ende des Stints wurde es besser. Später war dann Nico hinter mir. Mir wurde gesagt, dass Kimi länger fahren und im letzten Stint schnell sein würde. Aber ich glaube, dass ich es recht gut unter Kontrolle hatte. Meine Situation mit den Bremsen war recht ähnlich zu jener von Nico. Klar hat es mich noch nicht mal annähernd so viel gekostet wie ihn, aber die Bremsen wurden recht warm, besonders im Verkehr. Deshalb musste ich auf den letzten Runden etwas langsamer machen. Ansonsten hätten wir aber kein Problem gehabt.

F: Lewis, bist du froh, dass Kimi Nico Punkte weggenommen hat?

LH: Am Ende wollen wir beide Weltmeisterschaften gewinnen. Das Team wird also nicht 100 Prozent zufrieden sein, weil wir einen Doppelsieg anstrebten. Kimi hat uns als Team Punkte weggenommen. Das ist nicht so toll. Aber auf der positiven Seite habe ich heute gute Punkte geholt. Also nehme ich das mit. Aber wir werden so hart wie eh und je weiterarbeiten, um das zurechtzurücken und zu versuchen, ob wir weitere Doppelsiege einfahren können.

F: Ist der WM-Kampf gegen ein anderes Team schwieriger als gegen deinen Teamkollegen? Denn du weißt nicht, was er macht oder vorhat, zum Beispiel bei der Strategie.

LH: Es ist alles schwierig. Es ist schwer zu sagen, was härter ist. Wenn man jemanden im eigenen Team zum Gegner hat, hat er das gleiche Auto und die gleichen Daten zur Verfügung. Klar ist es mehr am Limit, wenn man gegen ein anderes Team fährt. Es gibt Vor- und Nachteile, Pro & Contra auf jeder Seite. Du versuchst nur, dein Bestes zu geben. Darum geht es im Rennsport. Du kämpfst gegen andere Teams. Genau das Machen wir hier.

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