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22.02.2016

Lewis & Nico: Fit für den Kampf

Ihr Duell hat in den vergangenen beiden Jahren Formel 1-Fans in aller Welt begeistert. Nun liegt die längste Winterpause ihrer bisherigen Karrieren hinter ihnen. Wie gut in Form sind Lewis Hamilton und Nico Rosberg für ihren Zweikampf in der Saison 2016?

„Das Highlight der Winterpause war die Pause! Kein Racing – nur Familie, Freunde und Snowboarding“, sagt Lewis mit einem Lächeln. „Mein Wintertrainings-Programm fiel in diesem Jahr ein bisschen anders aus. Es ist unterschiedlich. Mal fängt man etwas früher an, mal etwas später. Im vergangenen Jahr hörte ich nach Austin mit dem Training auf und genoss das Leben stattdessen ein bisschen. Während ich normalerweise, nach einer kurzen Pause nach Saisonende, rund um den 22. Dezember wieder anfangen würde zu trainieren, habe ich diesmal am ersten des Monats losgelegt. Ich konnte mich über Weihnachten etwas erholen und dann im Januar direkt weitermachen. Es war hauptsächlich Ausdauertraining, um mein Gewicht niedrig zu halten, da ich bei Krafttraining sehr schnell zulege. Laufen, Wandern und sogar etwas Boxen – das war eine neue und sehr intensive Erfahrung!“

„Ich hatte eine großartige Winterpause und habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht”, sagt Nico. „Die meiste Zeit war ich zuhause bei meiner kleinen Tochter. Das ist für mich der schönste Ort auf der Welt! Natürlich habe ich auch hart trainiert. Für mich begann die Saison 2016 bereits am Tag nach dem Saisonfinale 2015. Darauf habe ich mich eingestellt und mich für die neue Saison in Form gebracht.“

„Du musst deine Fitness im Winter aufbauen, da du während dem Rest der Saison nur noch versuchst, dein Niveau zu halten. Sobald die Saison begonnen hat, bleibt einfach nicht genügend Zeit, um deine Fitness weiter zu verbessern. Dies ist ein entscheidender Zeitpunkt des Jahres und du musst die Zeit so effektiv wie möglich nutzen. Ich habe größtenteils an meiner Ausdauer gearbeitet – Schwimmen und Radfahren, ein wenig Krafttraining für die rennsportspezifischen Muskeln wie den Nacken und dann Reaktionstraining mit sehr viel Ping-Pong!“

Die Vorbereitung ist in diesem Jahr wichtiger denn je. Denn die Fahrer und Teams erwartet ein Rekord-Kalender – mit dabei sind auch einige willkommene Neuzugänge...

„Ich bin sehr froh, dass der Deutschland Grand Prix 2016 wieder im Kalender steht“, sagt Nico. „Eine Formel 1-Weltmeisterschaft ohne den deutschen Grand Prix fühlt sich einfach nicht richtig an. Das Land ist voller Motorsport-Fans und als Deutscher fahre ich selbst sehr gerne dort. Vor zwei Jahren habe ich in Hockenheim gewonnen und ich kann es kaum erwarten, dies vor unseren heimischen Mercedes-Benz Fans erneut zu versuchen. Außerdem gibt es ein neues Rennen in Baku. Das ist für uns alle aufregend. Ich habe viel Gutes über die Stadt und das Land gehört und die Strecke sieht zudem großartig aus. Wie bei allen neuen Austragungsorten wird es eine große Herausforderung, an die wir uns anpassen müssen, da wir nicht genau wissen, was uns dort erwartet.“

„In diesem Jahr gibt es 21 Rennen. Das ist sowohl für die Fans als auch uns Fahrer toll. Aber es gibt für alles eine Grenze und ich denke, dass wir nun mehr oder weniger das Maximum erreicht haben. Wenn ich an alle im Team denke, all die Mechaniker und Ingenieure, die so hart an den Autos arbeiten, wenn wir unterwegs sind, dann sind sie zu lange von zuhause und ihren Familien weg. Im Moment scheint es noch okay zu sein, aber wir müssen sicherstellen, dass es für sie nicht zu viel wird.“

„Ich liebe Racing, deshalb begrüße ich weitere Rennen“, fügt Lewis hinzu. Aber mit 21 Rennen wird es eine harte Saison. „Das ist hart für das Team. Sie arbeiten so viel und sind so lange weg von ihren Familien. Auch die Autos werden härter rangenommen und für die Fahrer gibt es mehr Punkte zu gewinnen und zu verlieren. Dadurch wird die WM eine noch größere Herausforderung und ist noch offener, als sie es in der Vergangenheit schon war. Mit Baku kommen wir auch in eine neue Stadt und wir kehren zu einem unserer Heimrennen in Deutschland zurück – auf beides freue ich mich wirklich sehr. Uns steht eine großartige Saison bevor.“

Die Reise nach Aserbaidschan, Deutschland und weiter beginnt natürlich hier und jetzt in Barcelona. Lewis und Nico steht dafür ein komplett neuer fahrbarer Untersatz zur Verfügung...

„Ich fahre seit vielen Jahren Rennen, aber wenn man ein neues Auto zum ersten Mal fahren darf, ist das jedes Mal aufregend“, sagt Lewis voller Begeisterung. „Es ist, als ob man ein neues Straßenauto kauft und es zum ersten Mal nach Hause fährt.“

„Es ist so eine aufregende Erfahrung, sich zum ersten Mal ans Steuer eines neuen Autos zu setzen“, fügt Nico hinzu. „Ganz besonders jetzt, wenn eine gute Chance besteht, ein Siegerauto in Händen zu halten. Bis zur ersten Ausfahrt hat man so viele Zeichnungen gesehen und so viele Stunden in Meetings verbracht, um über jedes noch so kleine Detail des Autos zu sprechen, dass es einfach unglaublich ist, endlich einzusteigen und loszufahren. Ich freue mich jedes Jahr sehr auf diesen Moment.“

Natürlich hoffen beide Fahrer darauf, dass der neue Silberpfeil die nötigen Eigenschaften besitzt, um sie nach 21 Rennen zum Titel zu tragen. Obwohl sie gemeinsam auf 57 Grand Prix-Siege, 128 Podestplätze, 71 Pole Positions, 130 Startplätze in der ersten Reihe und 42 schnellste Rennrunden zurückblicken können, ist ihre Motivation, diese Statistiken weiter auszubauen, größer denn je.

„Es ist verrückt, dass ich in diesem Jahr in Singapur mein 200. Formel 1-Rennen bestreiten werde“, sagt Nico. „Es war ein tolles Erlebnis bis hierher und ich freue mich auf viele weitere. Vielleicht gibt es auch eine kleine Feier in Singapur. Aber für mich ist das keine wichtige Zahl. Ich spare mir die große Party für einen Titelgewinn auf. Bislang hatte ich zweimal ein Auto, das mir bei der Erfüllung dieses Traums helfen konnte, aber leider habe ich noch nicht ganz alles zusammenbekommen. Aber ich habe gezeigt, dass ich Rennen gewinnen kann. Ich habe gezeigt, dass ich kämpfen kann und ich habe gezeigt, dass ich zurückschlagen kann. Ich bin vollkonzentriert und fest entschlossen, dass dies mein Jahr werden kann.“

„Ich denke nicht viel über Statistiken nach. Aber es ist definitiv ein großartiges Gefühl, wenn jemand diese Zahlen nennt und mich daran erinnert, was ich schon alles erreicht habe“, denkt Lewis zurück. „Es ist verrückt, darüber nachzudenken, wo in meinem Leben ich mich gerade befinde. Erst kürzlich habe ich einen Clip von mir als Kind beim Kartfahren irgendwo in Großbritannien angesehen. Ich sprach über all die Dinge, die ich tun würde, falls ich es jemals in die Formel 1 schaffen würde. Ich lebe meinen Traum. Nicht nur für mich selbst, sondern hoffentlich auch für all jene Menschen unterschiedlicher Herkunft und Alters, die ebenfalls dieses Ziel erreichen wollten.“

„Für verschiedene Dinge schöpfe ich auf unterschiedliche Art und Weise Motivation. Beim Rennfahren ist es ganz einfach: ich bin einfach super wettbewerbsorientiert. Aber wenn ich zum Beispiel alleine trainiere, kann es hart sein, der Versuchung zu wiederstehen, die Dinge ein wenig schleifen zu lassen. Jedes Jahr muss man neue Inspirationsquellen finden, um sich selbst zu motivieren. Ich befinde mich in der glücklichen Lage, dass ich die Gelegenheit in meinem Leben habe, diese Inspiration in vielen verschiedenen Menschen, Orten und Erfahrungen zu finden – egal ob ich Fans und Vorbilder treffe, ein unglaubliches Wahrzeichen besuche oder einen großartigen Film ansehe. Ich bin so heiß wie noch nie auf diese Saison.“

In der Endphase der vergangenen Saison schien das Pendel auf der Strecke umzuschlagen. Aber kann einer der beiden Fahrer in der Anfangsphase dieser Saison das Steuer in die Hand nehmen?

„Was in den letzten Rennen 2015 passiert ist, macht mich nicht besonders nervös, da es meine Meisterschaft nicht beeinträchtig hat“, sagt Lewis. „Natürlich liebe ich es, zu gewinnen und das ist stets mein Ziel. Aber ehrlich gesagt lag mein Augenmerk zu diesem Zeitpunkt woanders. Es war eine sehr erfolgreiche Saison und du kannst nicht immer gewinnen. Das war mein Gefühl gegen Ende des Jahres. Wenn überhaupt, hat es mich noch mehr motiviert. Es hat dafür gesorgt, dass ich dachte: „Okay, im nächsten Jahr wird Nico super schnell und super stark sein. Also muss ich sicherstellen, dass ich die Messlatte weiter anhebe.“ Die große Frage ist: Wie gelingt mir das? In den vergangenen beiden Jahren habe ich es geschafft. Es zum dritten Mal hintereinander zu schaffen, wird hart, keine Frage. Das ist die Unbekannte. Aber ich war kürzlich im Simulator und glücklicherweise kann ich noch immer fahren. Das ist schon mal ein Anfang!“

„Das Saisonende war für mich im letzten Jahr großartig“, fügt Nico hinzu. „Ich passe mich stetig an und verändere meine Herangehensweise. An den letzten paar Rennwochenenden habe ich einen etwas besseren Weg gefunden. Natürlich ist es mein Ziel, dies 2016 fortzusetzen. Jetzt haben wir ein neues Jahr und ein neues Auto und damit haben sich leider viele Dinge verändert. Somit ist es schwierig, zu sagen, ob ich die Dinge, die ich vorher gemacht habe, weiterhin so machen kann. Aber warten wir ab, was passiert. Ich bin optimistisch und suche ständig nach dem Schlüssel, um den letzten Schritt in Richtung Titel zu machen. Dafür werde ich in diesem Jahr erneut kämpfen. Natürlich werden meine Gegner stark sein. Lewis leistet großartige Arbeit und wir müssen auch ein Auge auf Ferrari haben. Aber mit unserem Team und den Autos, von denen ich weiß, dass sie sie bauen können, habe ich immer eine Chance.“

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