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31.03.2016

Nico: “Wir fahren für die Fans”

F: Nico, du feierst hier den zehnten Jahrestag deines Formel 1-Debüts hier im Jahr 2006. Nach Melbourne hast du vier Siege in Folge geholt. Wie groß ist der psychologische Schub nach so einem tollen Start?

NR: Natürlich war es ein großartiger Auftakt, aber es war nur eines von 21 Rennen. Es ist noch früh in der Saison. Ich bin aber zufrieden mit unserem Auto. Das Team hat unglaubliche Arbeit geleistet, um uns in diesem Jahr so ein Auto zu geben. Die kommenden Rennen werden sicher klasse. Aber wir haben natürlich auch immer ein genaues Auge auf Ferrari.

F: Eine mögliche Schwäche scheinen die Rennstarts zu sein. Es gab erneut Schwierigkeiten bei beiden Mercedes und so kamen die Ferraris vorbei. Welche Schritte habt ihr und das Team unternommen, um das zu beheben?

NR: Natürlich haben wir daran gearbeitet. In diesem Jahr ist das aber eine Herausforderung, denn aufgrund der Regeländerungen dürfen wir nur noch einen Kupplungshebel nutzen. Dadurch ist es schwieriger geworden, aber auf diesen Bereich haben wir uns natürlich stark konzentriert. Es ist eine gute Aufgabe. Es wird dadurch schwieriger und das sorgt für mehr Abwechslung bei den Starts.

F: Nach dem Australien Grand Prix hat die GPDA einen recht harten Brief veröffentlicht. Bist du Mitglied der GPDA und stimmst du dem Inhalt zu? Und wenn ja: Was würdest du gerne geändert sehen?

NR: Ja, wir stimmen diesbezüglich alle überein, denn wir lieben den Sport und sehen, dass die Fans einige Aspekte kritisieren, die wir besser machen könnten. Der Sport könnte sogar noch spannender sein und wir wollen die Frage stellen, ob die Führung der F1 den Entscheidungsfindungsprozess überarbeiten kann, damit einige Entscheidungen besser getroffen werden und der Sport spannender wird. Es gibt Beispiele wie das Qualifying, mit dem die Fans nicht zufrieden waren. Wir fahren für die Fans. Größtenteils für die Fans. Das sind die Beispiele, die es kürzlich gegeben hat. Aber es betrifft auch die Regeln für nächstes Jahr. Wir bekommen mehr Abtrieb, obwohl wir versuchen sollten, Überholmanöver zu stärken. Mehr Downforce sorgt normalerweise dafür, dass das Überholen und das Folgen anderer Autos schwieriger wird. Das ist nicht unbedingt der richtige Weg. Bei all diesen Dingen würden wir gerne mehr einbezogen werden. Wir Fahrer hätten gerne eine Stimme. Warten wir ab, was dabei herauskommt.

F: Du hast über den Prozess und die Führungsstruktur gesprochen. Wie sieht es bei den Personen an der Spitze aus? Natürlich gibt es eine Struktur, aber es gibt auch die Menschen, die versuchen, neue Regeln zu schaffen. Hast du volles Vertrauen in Bernie und Jean, dass sie den Sport in die richtige Richtung bringen?

NR: Es wäre unangemessen, jetzt Namen zu nennen oder einzelne Personen zu kritisieren oder sie zu loben. Wir wissen, dass die Situation nicht perfekt ist. Sie könnte besser sein und deshalb müssen wir sie uns ansehen - und genau das versuchen wir anzuregen.

F: Sollten alle Fahrer GPDA-Mitglieder sein? Gäbe es eine größere Solidarität, wenn alle Mitglieder wären?

NR: Dieser Brief wurde von der GPDA unterschrieben, aber es sind alle Fahrer, das gesamte Starterfeld, nur das zählt.

F: Normalerweise erwartet man bei einem Brief eine Reaktion. Was macht ihr, wenn es gar keine Reaktion gibt?

NR: Warten wir es ab. Es ist ein Prozess. Wir wollen versuchen, uns etwas mehr einzubringen. Warten wir ab, Schritt für Schritt.

F: Du hast in deinen früheren Antworten angesprochen, dass du den Entscheidungsfindungsprozess für fehlerhaft hältst. Ist dieser Brief der erste Schritt, um die Meinung der Fahrer einzubringen und ihnen mehr Einfluss in der Formel 1 zu geben?

NR: Zunächst: Ich habe nicht diese Worte benutzt. Ich denke, ich habe nur gesagt: "es kann sicherlich besser gemacht werden". Wir fahren die Autos, wir wissen, dass wir eine gute Ahnung davon haben, wie wir die Rennen spannender machen können. Es macht also aus unserer Sicht Sinn, in den ganzen Prozess mehr integriert zu werden.

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