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06.06.2015

Paddy: “Das Großartige an der Formel 1 ist das Spektrum an Zuschauern, das wir haben”

F: Beginnen wir mit dem heutigen Nachmittag. Bestzeit für Lewis Hamilton, aber dann zur Mitte der Session ein heftiger Sprung über die Kerbs und er beendete das Training in der Streckenbegrenzung. Es sah so aus, als ob er Aquaplaning gehabt hätte. Können Sie uns etwas über den Nachmittag verraten und warum er rausfuhr und wie viel Schaden das Auto davongetragen hat?

PL: Der heutige Tag endete nicht wie gewünscht. Der einfache Grund dafür, warum wir rausgefahren sind, ist, dass wir einige Startübungen machen wollten. Das gehört zum normalen Programm im zweiten Training. Weil das Programm in der kurzen Zeit im Trockenen arg gestrafft war, entschieden wir uns dazu, diese Übungsstarts nicht im Trockenen zu absolvieren. Wir wollten rausfahren, bevor es richtig nass wurde. Unser Ziel war es, zwei oder drei Rennstarts hinzulegen. Leider wurden die Bedingungen schneller schlechter als wir erwartet hatten. Das erwischte Lewis unerwartet und mit viel Pech. Bis morgen bekommen wir das aber hin. Es sollte alles okay sein.

F: Das Auto pendelte am Kran hin und her. Hatten Sie Sorgen, als sie das gesehen haben und wurde dabei Schaden verursacht?

PL: Wir waren tatsächlich besorgt, als wir es gesehen haben. Ich glaube, es gibt kleinere Schäden am Heck, die von der Bergung her rühren, aber nichts Dramatisches.

F: Blicken wir zurück auf das vergangene Rennen. Mussten Sie Abläufe oder die Entscheidungsfindung am Kommandostand verändern, nachdem was am Ende des Monaco GP geschehen ist?

PL: Es gab einen Fehler und wir sehen uns alle Fehler an. Dann entscheiden wir, was wir daraus lernen und wie wir dies auf andere Aspekte übertragen können. Es gab einige Probleme mit der Software, die wir behoben haben. Das waren kleinere Bugs. Wir haben auch unsere Kommunikation verändert und einige der beteiligten Leute freigeschaufelt, damit sie mehr Kapazitäten haben. Es gibt also Veränderungen. Aber wenn ich schon die Gelegenheit habe, möchte ich mich zu der Geschichte äußern, dass ich diesen Vorfall nicht als besonders schwerwiegend ansehen würde. Natürlich ist er schwerwiegend. Was ich sagen wollte, ist, dass es ein Fehler war, ein kleiner Fehler, der jedoch schwere Folgen hatte. Ich muss mich jedoch vor mein Team stellen. Die Jungs haben in den vergangenen Jahren sehr wenige Fehler gemacht. Die Formel 1 ist ein komplexes Geschäft mit vielen Dingen, die man richtig machen muss, und das gelingt uns meistens.

F: Möglicherweise gibt es zukünftig einen neuen Reifenhersteller in der Formel 1. Allgemein scheint es in Richtung größerer Räder zu gehen. Wie früh müssten Sie über diese Designentscheidung Bescheid wissen und ob sie die größeren Räder auch mit größeren Bremsen oder Belüftungen ausfüllen können?

PL: Ab 2017 gibt es einen neuen Reifenvertrag und das Thema größerer Reifen wurde in den vergangenen fünf bis acht Jahren immer wieder besprochen. Allerdings muss ich das korrigieren: Ich glaube, dass die allgemeine Ansicht ist, dass größere Räder kein guter Weg sind. Mit Blick auf den Grip ist es definitiv nicht positiv. Solche Reifen werden weniger Grip haben und das Gewicht wird deutlich ansteigen. Aus Sicht der Performance ist das keine attraktive Entscheidung. Ich denke, dass wir im Allgemeinen bei den 13-Zoll-Rädern bleiben wollen.

F: Die GPDA hat in den letzten Wochen eine Fanumfrage gestartet und mittlerweile gibt es die ersten Reaktionen von mehr als 200.000 Menschen aus fast 200 Ländern. Gab es Gespräche darüber, wie man diese weltweite Fanbasis langfristig mobilisieren kann, in einer Zeit, in der der Zugang zur Formel 1 immer schwieriger und teurer wird? Haben Sie Interesse an den Ergebnissen?

PL: Das Großartige an der Formel 1 ist das Spektrum an Zuschauern, das wir haben - vom Gelegenheitszuschauer bis zum Enthusiasten, der die gesamte Technik verstehen möchte. Ich glaube, dass dies unseren Sport unglaublich anreichert und er deswegen schon so lange so beliebt ist. Was wir sicherstellen müssen, ist, dass wir diesen Menschen, die die Technik verstehen möchten, diese Informationen auch geben. Damit fühlen sie sich eingebunden. Daran können wir sicherlich härter arbeiten.

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