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18.12.2015

PETRONAS – Antrieb für den Hybrid-Fortschritt

2014 machte die Formel 1 einen großen technischen Fortschritt. Die V8-Saugmotoren wurden von den Power Units abgelöst. "Die Entwicklungsrate über die letzten zwei Jahre war sehr eindrucksvoll. Viele Leute dachten, es gibt nicht mehr viele Möglichkeiten, die Dinge voranzubringen, aber das war nicht der Fall. Es gab signifikante Entwicklungssprünge", sagt Mercedes AMG High Performance Powertrains Geschäftsführer Andy Cowell. "Ein Hauptfokus, um die Power Unit zu verbessern, lag auf den Schmiermittel und dem Benzin."

Durch die erhöhte Laufleistung unter dem aktuellen Reglement nimmt die Zuverlässigkeit eine noch wichtigere Rolle ein. 2014 mussten die Piloten mit fünf Power Units durch die gesamte Saison kommen, seit 2015 müssen sogar nur je vier Elemente von Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-H, MGU-K, Batterie und den diversen Steuergeräten ausreichen. Werden zu viele Einheiten benötigt, gibt es empfindliche Startplatz-Strafen. Zum Vergleich: In der Saison 2014 betrug Laufleistung der fünf erlaubten Power Units jeweils rund 2.800 km. In der Saison 2015 waren es für die vier Power Units 3.400 km. Mit anderen Worten: Ein Anstieg um 20%.

In den ersten beiden Jahren haben weder die Silberpfeile, noch eines der Kundenteams von Mercedes-Benz das angedachte Kontingent überschritten - kein anderer Power Unit Hersteller kann das von sich behaupten. Ein riesen Erfolg für die Mannschaft in Brixworth, zu dem PETRONAS seit Beginn der Zusammenarbeit 2010 einen großen Beitrag geleistet hat.

"Die ganze Partnerschaft war von Beginn an sehr aufregend für uns", erinnert sich Andrea Dolfi, Motorsport Manager bei PETRONAS LUBRICANTS INTERNATIONAL zurück. "Wir müssen nicht nur garantieren, dass die Leistung stimmt, wir müssen auch die Zuverlässigkeit garantieren."

PETRONAS versorgt das MERCEDES AMG PETRONAS Formel 1-Team nicht nur mit Rennbenzin und Motoröl, sondern allen Flüssigkeiten, die sich im Fahrzeug bewegen - abgesehen vom Inhalt der Trinkflasche... Das Getriebeöl sorgt für die richtige Schmierung des Achtgang-Getriebes, die Hydraulikflüssigkeit für die Betätigung. Seit 2015 ist auch der ERS-Kühler mit PETRONAS-Kühlmittel befüllt.

Schmiermittel sind nicht nur wichtig, um die Lebensdauer der Komponenten zu garantieren. Sie sind auch in weitem Maße leistungsrelevant. "Reibung am V6-Motor und an seinen Nebenaggregaten macht die Leistung, die erzeugt wird, wieder zunichte", erklärt Andy Cowell. Am Anfang des Prozesses, um überhaupt Bewegung entstehen lassen zu können, steht aber die Verbrennung. Ziel ist es, möglichst viel chemisch gebundene Energie in kinetische Energie umzuwandeln. "Es gibt eine Synergie zwischen Benzin und Motor", weiß Dolfi. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Mercedes-Benz und PETRONAS von elementarer Bedeutung.

"Unser Verhältnis zu PETRONAS geht über reines Branding auf dem Auto hinaus, es ist eine tiefgehende technologische Partnerschaft“, betont Cowell. "Deshalb sehen wir es als Co-Engineering", fügt Dolfi an. "Es funktioniert nicht so, dass sie uns den Motor hinstellen und wir ihnen das Benzin oder das Öl dazu entwickeln. Wir haben zusammengearbeitet: Jede Änderung, die es an der Hardware gibt, wird in der Zusammensetzung der Flüssigkeiten reflektiert."

Obwohl das Reglement die Zusammensetzung des Benzins relativ stark einschränkt, können in diesem Bereich große Performance-Gewinne erzielt werden. "Man hat eine Basis an Zutaten", formuliert es Dolfi bildlich. "Abhängig vom Können kann man mit den gleichen Zutaten Fastfood machen oder auch ein Sternegericht. Und wir wissen, wie man die Komponenten zusammenmischt."

Trotz der bisherigen Erfolgsgeschichte der Mercedes-Benz Power Unit ist das Ende der Fahnenstange noch lägst nicht erreicht. Theoretisch werden dem Motor in Form von potentieller chemischer Energie 1.240 Kilowatt (rund 1.650 PS) zugeführt. "Wenn wir diese Leistung auf die Kurbelwelle bringen, sind wir zufrieden. Dann können wir aufhören", sagt Cowell scherzhaft.

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