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18.03.2016

Toto: “Du musst immer wachsam bleiben, das ist klar”

Q&A mit Toto Wolff

Toto, ihr habt in den vergangenen Jahren die Rekorde in ungeahnte Höhen getrieben. Aber nichts hält auf ewig. Das kann Ihnen Christian [Horner] sicher bestätigen. Wie nervös sind Sie und glauben Sie, dass Sie stark genug sind, um die Konkurrenz in Schach zu halten?

Toto Wolff: Man muss immer wachsam bleiben, das ist klar. Man kann ganz schnell eiskalt erwischt werden - entweder von den Regeln oder weil man nicht die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Das haben wir in der Vergangenheit schon erlebt. Im Winter herrscht eine stetige Skepsis, ob wir gut genug gearbeitet haben und morgen werden wir mehr wissen.

Mercedes hat einige Nachwuchstalente in der Hinterhand. Pascal Wehrlein fährt hier für Manor, Esteban Ocon ist auf dem Weg nach oben und arbeitet als Ersatzfahrer für Renault. Werden wir in den kommenden Jahr mehr Talentförderung durch Mercedes erleben?

TW: Ich denke, dass dies eine gute Entwicklung ist. In der Vergangenheit hat nur Red Bull junge Fahrer gefördert und aufgrund ihrer Leistung in die Formel 1 gebracht. Jetzt macht Renault mit. Sie haben Esteban Ocon, Kevin Magnussen ist zurück im Auto, Pascal Wehrlein sitzt im Manor und es gibt ein zusätzliches Team, das finanzielle Ressourcen besitzt. Das sind gute Nachrichten für den Sport und hoffentlich werden wir mehr gute Fahrer erleben, die aufgrund ihrer Leistungen in die Formel 1 kommen. Für uns geht es darum, die richtigen Plätze zu finden. Es macht nicht viel Sinn, ein inflationäres System zu beginnen und viele junge Fahrer zu haben, wenn man keinen Platz für sie in der Formel 1 hat. Mit Esteban und Renault haben wir eine gute Lösung für beide Seiten gefunden. Genauso bei Pascal. Er sieht sich einer ganz anderen Herausforderung in diesem Jahr gegenüber und wir werden sehen, wie das ausgeht.

Im letzten Monat hat der kommerzielle Rechteinhaber gesagt: "Dies ist für gewöhnlich als Kartell bekannt und Kartelle sind illegal. Wir haben etwas, das illegal ist. Zudem ist es gegen den Wettbewerb." Wird die Formel 1 angesichts der EU-Gesetze und der kürzlich eingereichten Beschwerde wirklich als Kartell betrieben? Was sagen Sie zu diesem Kommentar?

TW: Es ist schön, wieder von vorne anzufangen. Wenn wir uns die heutige Pressekonferenz ansehen, herrscht viel positive Stimmung um das Geschehen. Red Bull bringt Aston Martin zurück in den Sport, eine absolute Mega-Marke. Renault ist zurück als Werksteam, mit Haas ist ein amerikanisches Team eingestiegen. Aber ich denke nicht, dass es hier irgendeine Art Kartell gibt. Noch wird der Sport als solches betrieben. Bernie ist stets gut für Kontroversen. Wenn wir wie ein Kartell geführt würden, wären wir nicht hier. Einige von uns sind Teil multinationaler weltweiter Unternehmen und wir nehmen Compliance sehr ernst. Es sorgt nur für Schlagzeilen, mehr nicht.

Haben Sie Ratschläge für Gene [Haas]?

TW: Ich denke, Gene benötigt keine Ratschläge. Er ist sehr erfolgreich in der NASCAR und viel erfolgreicher mit seinem eigenen Unternehmen als wir alle. Wenn es in der Formel 1 einen Ratschlag gibt, dann den, die Erwartungen im Griff zu behalten. Denn der Druck wird mit besseren Ergebnissen stetig größer. Beide Beine auf dem Boden zu behalten und ehrlich zu bleiben ist der richtige Weg.

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