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15.04.2016

Toto: “Ferrari setzt uns echt unter Druck – das ist gut. So sollte es im Wettbewerb sein”

Toto, in den kommenden Wochen müssen Entscheidungen über die Zukunft der Formel 1 gefällt werden – für das Chassis-Reglement 2017 und die Motorenregeln 2018. Liegt euch diese Situation, dass es vielleicht ein paar Veränderungen am Reglement geben könnte?

TW: Nun ja, jede Änderung stellt dich vor Herausforderungen und ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind, um diese Herausforderungen anzunehmen. Natürlich ist es interessant, den Autos ein anderes Aussehen zu geben, mehr Aufmerksamkeit auf neue Teile oder Innovationen zu legen. Ob diese Regeln interessantere Rennen bewirken werden, ist eine andere Frage. Wir haben bereits über diese Regeln abgestimmt, jetzt werden wir sehen, ob es funktioniert. Aber ich bin gespannt darauf, es herauszufinden.

Was sagst du über die garantierten Motorenlieferungen, über die ab 2018 gesprochen wird? Ist das etwas, mit dem ihr okay seid? Ist es umsetzbar?

TW: Es ist ein komplexes Abkommen. Uns wurde die Aufgabe übertragen, Lösungen zu finden, damit kein Team ohne Motor dasteht. Ich glaube, dass haben alle Motorenhersteller angenommen. Also werden wir versuchen, es abzudecken. Es gibt einen Aspekt, der eine Preissenkung beinhaltet, was für die meisten Teams wichtig ist. Wir versuchen, das im Rahmenwerk der Vereinbarung unterzubringen. Es ist aber natürlich sehr schwierig, es jedem recht zu machen. Aber wir müssen bis Ende April eine Lösung finden. Wir müssen diese Regeln absegnen und im Moment arbeitet jeder sehr hart daran, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden.

Maurizio Arrivabene hat euer Team als “das Beste der letzten zehn Jahre” genannt. Was sagst du dazu? Nico schlägt sich derzeit sehr gut. Wie hat er sich verändert? Nicht nur über den Winter, sondern wenn du auf 2014/2015 zurückblickst, ging er mit einer anderen Einstellung in die Saison? Ist er ein anderer Fahrer?

TW: Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich die Blumen zurückgeben. Sie [Ferrari] pushen sehr hart. Man hat heute gesehen, dass sie reine Performance haben – und das haben wir auch in den letzten paar Rennen gesehen. Sie haben von 2015 auf 2016 einen großen Schritt gemacht – ähnlich wie von 2014 auf 2015. Es ist nicht einfach, ein gutes und zuverlässiges Paket zu schnüren. Aber bei der reinen Performance pushen sie uns. Das ist gut. So sollte Wettbewerb funktionieren. Was Nico angeht: Er ist in guter Form. Ich sehe ihn nicht viel schwanken. Als Lewis letztes Jahr seine Siegesserie hatte, haben die Leute gefragt: „Geht Nico daran kaputt?“ Und dann, nachdem er nach der WM-Engscheidung anfing, zu siegen, hieß es: „Gibt ihm das einen Schub?“ Diese Jungs bringen ein sehr hohes Niveau und es beeinflusst sie nicht besonders, ob sie ein gutes Wochenende haben oder nicht. Sie üben diesen Beruf seit 20 Jahren aus, seitdem sind sie im Motorsport. Der Nico, den wir heute erleben, entwickelt sich als Persönlichkeit und als Rennfahrer weiter, er lernt dazu. Aber er ist nicht anders, als der Nico, den ich seit Jahren kenne.

Bei den letzten großen Regeländerungen gaben Leute wie Ross Brawn Abtriebszahlen im Meeting vor, um allen einen Weg vorzugeben, wie die Chassisregeln aussehen sollten. Gibt es diese Diskussionen in der Strategiegruppe erneut? Kannst du uns eine ungefähre Zahl nennen, wie die Abtriebswerte der neuen Autos auf Chassisseite aussehen sollen? Sind es ein Drittel oder 20 Punkte oder so etwas?

TW: Interessant! Rund 80 Prozent! Nein, die Zahlen variieren und das liegt an den unterschiedlichen Interessen. Es gibt Teams, die sagen, dass es nicht viel mehr als heute ist und solche, die sagen, dass es 0-35% sind. Es könnte einen recht großen Einfluss auf den Abtrieb haben. Das ist einerseits gut, weil die Autos schwieriger zu fahren sein werden und mehr G-Kräfte auf den Fahrer wirken, so wie es in der Vergangenheit gewesen ist. Aber G-Kräfte sind für die Zuschauer nicht sichtbar. Es könnte das Risiko bestehen, dass Überholmanöver schwieriger werden und wir die Reifen mehr belasten. Darüber wird noch diskutiert. Aber wir haben uns für einen Weg entschieden. Um auf die Frage zurückzukommen: Die Banbreite liegt wahrscheinlich zwischen null und 30 Prozent.

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