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    Was passiert bei den Formel 1-Testfahrten während der Saison? In der Formel 1 sind nur se...

In der Formel 1 sind nur sehr wenige Testfahrten erlaubt; umso wichtiger ist es, die Zeit auf der Strecke bestmöglich zu nutzen!

Die aktuelle Fahrzeuggeneration der Formel 1 sieht man abseits der Rennwochenenden nur relativ selten auf der Rennstrecke. Der Grund dafür ist einfach: die Teams unterliegen Beschränkungen, wann und wie oft sie ihre neuesten Boliden testen dürfen.

Die Anzahl der Testfahrten und der Testtage ist für alle Teams gleich. Hinzukommen pro Saison zwei Filmtage, an denen jeweils maximal 100 km zurückgelegt werden dürfen, sowie Demonstrationsfahrten (mit max. 15 km).

In dieser Saison gibt es zwei Testfahrten während der Saison, bei denen die Teams jeweils ein Auto einsetzen dürfen. Dieses Auto ist normalerweise ein anderes Chassis als jene, die an den Rennwochenenden zum Einsatz kommen. Manchmal werden aber auch die Rennfahrzeuge bei den Tests genutzt. Der Motor und die Getriebe sind speziell für die Testfahrten und gehören nicht zum Pool für die restliche Saison.

Der erste zweitägige Test fand nach dem Großen Preis von Bahrain auf dem Wüstenkurs in Sakhir statt. Der zweite folgt in dieser Woche am Dienstag und Mittwoch nach dem Großen Preis von Spanien.

Die Tests laufen von 9:00 bis 18:00 Uhr mit einer einstündigen Mittagspause um 13:00 Uhr. Diese Zeiten können sich je nach Streckenbedingungen aber auch einmal ändern. Sollte es in Folge der Wetterverhältnisse oder von Zwischenfällen nötig sein, können die Tests auch verkürzt oder verlängert werden.

Das Hauptziel der Testfahrten ist es, mehr Performance zu finden. Eines der wichtigsten Elemente ist dabei, Informationen zu sammeln. Deshalb sind die Fahrzeuge oft mit einer Vielzahl an Sensoren, Aero-Messgeräten und anderen Sonden ausgestattet. Bei jeder Ausfahrt sammelt das Team eine enorme Menge an Daten, die es nach dem Test genau analysiert, um zu erfahren, wie sich die neuen Teile, Setupveränderungen oder die Reifen verhalten haben.

Es geht nicht darum, das Auto auf diese spezielle Strecke abzustimmen. Die Tests bieten die Gelegenheit, um grundlegende Fragen für den Rest der Saison zu beantworten und die Richtung festzulegen, in die man sich weiterentwickeln möchte. Bei den Ausfahrten kann es darum gehen, den Reifenabbau auf einem Stint zu überwachen oder den Luftfluss um das Auto mit neuen Aero-Teilen zu kontrollieren.

Wie auch am Rennwochenende haben die Teams detaillierte Pläne für die Testfahrten ausgearbeitet, um so das Beste aus der Zeit auf der Strecke herauszuholen und die Performance des Autos in jeder Hinsicht zu überprüfen. An einem Formel 1-Auto kann man nicht alles auf einmal verändern, da es sonst schwer ist, die Ergebnisse und Daten richtig zu analysieren.

Stattdessen benötigen die Teams ein strukturiertes Programm, damit jedes neue Teil oder jede Veränderung genau verglichen werden kann. Auf diese Weise sehen die Teams, ob der Vergleich besser, schlechter oder gleich ist. Danach können sie entscheiden, ob sie diesen Weg weiterbeschreiten wollen oder nicht.

Die Testfahrten bieten den Teams die Möglichkeit, größere, weitreichender Veränderungen am Auto vorzunehmen. An einem Rennwochenende steht ihnen so wenig Zeit zur Verfügung, dass sie sich im Training hauptsächlich auf die Details konzentrieren - die Balance für das Qualifying, die Energieabgabe, die Pace auf einer Runde, das Rennsetup, die Kühlung des Motors, das Reifenfenster, um nur ein paar Beispiele zu nennen...

Am Rennwochenende gibt es kaum Gelegenheiten, um tiefer in die Materie einzudringen und genau deshalb sind Testfahrten wichtig. Diese bieten zudem die Chance, die Daten und Informationen von den Tests mit den Simulationen zu vergleichen. Solche Gelegenheiten gibt es während einer Saison nicht oft.

Der Circuit de Barcelona-Catalunya ist genau die Sorte von Strecke, auf der man testen möchte. Deshalb finden dort auch in jedem Jahr die Wintertestfahrten statt. Der Kurs bietet alle denkbaren Kurventypen, von schnellen Abschnitten bis zu langsamen Haarnadeln. Dadurch ist die Strecke sehr fordernd für ein Formel 1-Auto und stellt es perfekt auf die Probe.

Das F1-Reglement verpflichtet die Teams dazu, ihre Tests während der Saison aufzuteilen. Zwei Tage sind für junge Fahrer reserviert, um dadurch aufstrebenden Talenten eine Chance zu geben, Erfahrung am Steuer eines F1-Boliden zu sammeln und ihr Können unter Beweis zu stellen.

Als junger Fahrer gelten Piloten, die an weniger als zwei Grand Prix teilgenommen haben. Für die Stars der Zukunft ist das eine wichtige Regel, aber sie bedeutet auch, dass die Einsatzfahrer weniger Zeit hinter dem Steuer verbringen können - und sie kennen die Autos am besten und geben das genaueste Feedback.

Schlechtes Wetter kann Einfluss auf die Testzeit der Teams nehmen, aber das ist für alle gleich. Probleme mit der Zuverlässigkeit oder ein defektes Teil beeinträchtigen hingegen nur das betroffene Team und das kann einen großen Einfluss auf den Test sowie den Rest der Saison haben.

Der Grund dafür ist, dass die Tests stark limitiert sind und es nur wenige Gelegenheiten gibt, die Autos abseits eines Rennwochenendes einzusetzen. Das Entwicklungsrennen in der Formel 1 ist extrem schnelllebig und es verändert sich ständig. Jedes Team geht bei jeder Gelegenheit bis an die Limits.

Wer bei einem Test Zeit verliert, könnte plötzlich stillstehen, während die anderen Fortschritte erzielen. Die Arbeit während der Testfahrten gilt für die ganze Lebensdauer der Autos und möglicherweise sogar für die Zukunft. Entsprechend ist es entscheidend, so viele Kilometer wie möglich zu absolvieren.

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