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Austin – Inside Line

Austin – Inside Line

Paddys Blickwinkel

"Es war fantastisch, beim ersten Großen Preis von Russland Konstrukteurs-Weltmeister zu werden. Für mich war es eine große Ehre, nach dieser unglaublichen Leistung den Pokal bei der Siegerehrung im Namen des Teams entgegennehmen zu dürfen. Dies ist das Resultat vieler Jahre harter Arbeit von allen Beteiligten in Brackley, Brixworth und Stuttgart. Umso schöner war es, den WM-Titel mit einem Doppelsieg einzufahren. Lewis fuhr ein fehlerfreies Rennen und Nico zeigte eine fantastische Aufholjagd vom Ende des Feldes. Es war ein stolzer Tag für alle. Seitdem gab es viele Feierlichkeiten in unseren Werken. Das war schön zu sehen. Denn wenn man sich so sehr auf den WM-Kampf konzentriert, kann es einem manchmal schwer fallen, die gezeigte Leistung auch richtig zu würdigen. Jetzt geht es jedoch direkt weiter – denn es stehen noch drei Rennen aus. Die Entscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft steht an. In der Gesamtwertung geht es eng zu, es ist also noch alles offen. Es besteht die Aussicht auf ein dramatisches Finale mit doppelten Punkten in Abu Dhabi. Eine vorzeitige Entscheidung ist eher unwahrscheinlich. Unser Augenmerk liegt darauf, beide Fahrer mit dem gleichen Material auszustatten. Möge der bessere Fahrer gewinnen. Wir fahren erst zum dritten Mal in Austin. Das gesamte Team freut sich auf dieses Rennwochenende. Die Stadt ist interessant und die Unterstützung durch die amerikanischen Fans ist fantastisch. Auch die Rennstrecke ist großartig. Sie stellt hohe Anforderungen an alle Aspekte des Fahrzeugs. Wie wir in Russland gesehen haben, kann eine neue oder relativ neue Streckenoberfläche unerwartete Ergebnisse bei der Reifenperformance bedeuten. Deshalb werden wir unser Bestes geben, um uns auf alle Eventualitäten vorzubereiten und erneut ein starkes Ergebnis einzufahren."

Austin - Am Kommandostand

Streckenverlauf
Die Strecke in Austin besitzt ein interessantes Layout, das von einigen der berühmtesten Stellen bekannter Rennstrecken aus aller Welt inspiriert wurde. Die Runde beginnt mit einer schnellen Passage durch die „S“-Kurven (Kurven zwei bis sechs). Hier sind viel Abtrieb, eine gute Balance und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten gefragt. Vor der überhöhten ersten Kurve liegt eine Bergauf-Bremszone. Auch hier ist eine gute Fahrzeugbalance gefragt. In den lang gezogenen Rechtskurven 16 bis 18 ist es schwierig, die Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Ebenso knifflig ist es, diesen Kurvenkomplex Runde für Runde richtig hinzubekommen. Die Gegengerade ist eine der längsten des Jahres. Hier bietet sich aufgrund einer DRS-Zone sowie der folgenden, langsamen Haarnadel eine der besten Überholmöglichkeiten des Kurses. Die Start-/Zielgerade ist zwar nicht so lang, bietet dank DRS aber ebenfalls eine gute Überholgelegenheit vor Kurve eins. Diese lässt zudem am Kurven-Eingang sowie am Ausgang verschiedene Linien zu. Der Streckenverlauf an sich ist für keinen bestimmten Aspekt des Fahrzeugs besonders anspruchsvoll. Er bietet eine gute Mischung mit ein paar einzigartigen Charakteristiken. Es gibt zwar eine lange Gerade, aber man kann viel mehr Zeit in den Kurven gutmachen. Somit ist der Abtrieb viel wichtiger. Die Belastung der Bremsen und Reifen liegt im mittleren Bereich.

Weiterentwicklung der Strecke
Der Circuit of the Americas steht erst seit 2012 im Formel 1-Rennkalender. Wie so häufig bei neuen Strecken war die Streckenveränderung auch hier zwischen den ersten beiden Jahren enorm. Bei den ersten zwei Rennen in Austin gab es große Unterschiede bei der Performance der Autos und der Reifen. Dies wird oft so interpretiert, dass manche Fahrer schneller mit der Strecke zurechtkommen als andere. Aber das ist hier nicht der Fall. Formel 1-Fahrer benötigen nur wenige Runden, um sich auf eine neue Strecke einzustellen. Ganz besonders mit der Hilfe moderner Simulatoren. Grundsätzlich ist es weniger eine Frage der Linienwahl. Vielmehr ist es eine Frage dessen, wie gut das Auto abgestimmt ist und wie gut es gefahren wird, um den Eigenschaften dieser Strecke zu entsprechen. Im Verlauf der Jahre wird dieser Unterschied unvermeidlich geringer. Nach drei Jahren erreicht die Strecke eine Art stabilen Zustand. Dann erwarten die Teams, wie jetzt in Austin, keine so radikalen Veränderungen mehr wie zuvor. Mit der Erfahrung von zwei Rennen und genau eingestellten Simulatoren sollten die Teams das Wochenende ohne allzu große Bedenken mit Blick auf die Weiterentwicklung der Strecke angehen können.

Reifen
In der Saison 2013 setzte fast das gesamte Feld auf eine Ein-Stopp-Strategie. In diesem Jahr hat sich Pirelli jedoch für eine weichere Reifenauswahl entschieden. Es kommen die mittlere und die weiche Mischung zum Einsatz. Vor einem Jahr waren es in Austin noch die harte und die mittlere Reifenmischung. Im Verlauf des Jahres fährt eine Reihe an Rennserien auf der Strecke. Dadurch stabilisiert sich der Zustand der Streckenoberfläche. Diese wird deshalb genauso aggressiv, wenn nicht sogar noch aggressiver als im letzten Jahr sein. Dabei ist die weiche Mischung eine relativ unbekannte Größe, die für eine neue Herausforderung sorgen wird. Die mit der mittleren Mischung gesammelten Daten sollten einander entsprechen – und diese Mischung hat in Austin bislang gut funktioniert. Die Performance der weichen Reifen muss unter diesen Bedingungen jedoch erst bestimmt werden. Insgesamt sind die 2014er Reifenmischungen einen halben Schritt härter als die des Vorjahres. Somit könnte die veränderte Reifenwahl weniger ins Gewicht fallen. Diese Annahme ist an sich richtig. Die Charakteristik der neuen V6 Hybrid-Motoren mit mehr Drehmoment und Leistung – gepaart mit weniger Abtrieb an der Hinterachse – gleicht das jedoch wieder aus. Ein Beweis dafür sind die durchschnittlichen Boxenstopps in dieser Saison im Vergleich zum letzten Jahr, die eng zusammenliegen.

Wetter
Zu dieser Jahreszeit kann es in Austin sehr kalt sein. An einigen Rennwochenenden kamen die Teams am Morgen bei gerade einmal fünf Grad an der Strecke an. Im Verlauf des Wochenendes können die Temperaturen zwischen 18 oder 19 bis 27 oder 28 Grad schwanken. Diese Schwankungen scheinen stets auf das Grand Prix-Wochenende zu fallen. Die vorhergehende Woche ist oftmals relativ warm, die folgende oft relativ kalt. Dafür gibt es natürlich keine Garantien. Die Teams müssen sich demnach auf alle Bedingungen einstellen. Dafür sind jedoch keine besonderen Planungen notwendig. Vielmehr kommt es darauf an, sich im Verlauf des Wochenendes bestmöglich an die veränderten Bedingungen anzupassen.

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