Back
Back

BERICHT: Lewis fährt Suzuka-Sieg ein

BERICHT: Lewis fährt Suzuka-Sieg ein

Lewis Hamilton machte mit seinem Sieg beim Japan Grand Prix einen weiteren Schritt in Richtung Gewinn der Formel 1-Weltmeisterschaft 2017. Er schlug Max Verstappen, während sein Gegner Sebastian Vettel ausschied.

Lewis stürmte von der Pole auf und davon. Unterdessen fiel der Zweitplatzierte Sebastian Vettel direkt bis auf Platz acht zurück - bevor er das Rennen in Runde vier aufgab.

Der Brite baute seinen Vorsprung auf Verstappen im ersten Stint aus, kam an die Box, um einen versuchten Undercut abzudecken, und kam hinter seinem länger fahrenden Teamkollegen Valtteri Bottas wieder auf die Strecke zurück. Valtteri gab sich als Teamplayer und ließ Lewis wieder die Führung übernehmen, bevor er selbst an die Box ging.

Verstappen knabberte im zweiten Stint allmählich am Vorsprung von Lewis und kam auf der letzten Runde bis auf eine Sekunde heran, da Lewis im Verkehr steckte. Aber der Niederländer hatte dann selbst Verkehr, was Lewis etwas Raum zum Atmen verschaffte, sodass er seinen 61. GP-Sieg einfahren konnte.

Es war sein dritter in Suzuka, der achte in dieser Saison und sein 40. in einem Silberpfeil. Lewis (306 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft jetzt mit 59 Punkten Vorsprung auf Vettel (247 Punkte) an. In den verbleibenden Saisonrennen sind noch 100 Punkte zu vergeben.

"Der Start war in Ordnung, obwohl ich zunächst nicht besonders gut weggekommen bin, da ich etwas Wheel-Spin hatte", sagte Lewis. "Ab diesem Moment hatte ich aber einen guten Start und hatte alles so ziemlich unter Kontrolle."

"Ich versuchte, die Pace und die Reifen im Griff zu behalten. Denn es war noch ein langer Weg und die Streckentemperaturen waren so hoch wie noch nie zuvor an diesem Wochenende. Deshalb war es wirklich entscheidend. Während der VSC-Phase am Ende verlor ich viel Temperatur in den Reifen und es war nicht so einfach, sie wieder aufzuwärmen. Ich steckte im Verkehr und verlor sehr viel Zeit. Dadurch war das Auto von Max sehr groß in meinem Rückspiegel zu sehen."

"Für einige Runden war es richtig eng, aber ich konnte es schaffen. Das war heute keine Spazierfahrt, es war ein Sieg, für den ich sehr hart arbeiten musste. Max hat ein großartiges Rennen gezeigt und es hat mir gefallen, gegen ihn zu fahren."

"Es ist beinahe unglaublich, dass wir in der Weltmeisterschaft dort stehen, wo wir jetzt sind. Ich hatte mich heute auf das Rennen gegen Sebastian gefreut, aber er hatte sehr viel Pech. Trotzdem ist es noch ein langer Weg und es sind noch 100 Punkte zu vergeben. Ich bleibe weiterhin voll konzentriert und kann meine Form hoffentlich weiter halten."

Valtteri zeigte in den Schlussrunden eine erstaunliche Pace, als er Red-Bull-Fahrer Daniel Ricciardo jagte. Aber der Finne verpasste das Podium hauchdünn und musste sich mit P4 zufrieden geben.

"Das war ein enger Kampf, besonders gegen Ende. Ich kam immer näher an Daniel heran, aber es war nicht mehr genügend Zeit und die VSC-Phase half mir ebenfalls nicht", sagte Valtteri. "Die Pace schien okay zu sein, aber wir wussten von Anfang an, dass das Überholen hier schwierig ist."

"Meine Strategie war heute gut. Sie bescherte mir am Ende eine gute Gelegenheit, ansonsten wäre es wirklich schwierig gewesen, auch nur nah heranzukommen. Das Rennen verlief fast wie geplant, aber es wäre schön gewesen, auf dem Podium zu stehen."

"Wir sind vor dem Rennen alle Szenarien durchgegangen, und als Lewis mich nach seinem Boxenstopp einholte, habe ich natürlich versucht, ihm zum Sieg zu verhelfen. Ich habe an diesem Wochenende definitiv wieder viel gelernt."

"Jetzt möchte ich mich auf die letzten Rennen konzentrieren, das Beste daraus machen und dann sehen wir, wo wir das Jahr beenden. Ich freue mich auf Austin. Ich mag die Strecke sehr - dort habe ich meine ersten Punkte in der Formel 1 eingefahren und ich komme immer wieder gerne dorthin zurück."

Die Silberpfeile haben nach dem Rennwochenende in Japan einen Vorsprung von 145 Punkten in der Konstrukteurs-WM. Mercedes-Teamboss Toto Wolff betont jedoch, dass das Pech von Ferrari als Warnung angesehen werden müsse, dass es noch nicht vorbei ist...

"Das war erneut eine perfekte Leistung von Lewis", sagte Toto. "Er kontrollierte das Rennen vom Start bis ins Ziel und verlangte den Reifen und dem Motor dabei nie mehr ab, als er musste. Zeitweise war es eng gegen Max, besonders in der Schlussphase, als sie auf Verkehr aufliefen und mit der Reifentemperatur kämpften. Aber Lewis blieb cool und brachte den Sieg nach Hause."

"Valtteri kämpfte sich nach der Getriebe-Strafe gut auf Platz vier zurück und kam sogar bis auf wenige Zehntel an das Podium heran. Er hatte heute eine starke Pace und gab niemals auf. Er pushte bis zum Schluss - das war eine echte Aufholjagd."

"Ein Blick auf den Punktestand mag uns kurzfristig beruhigen, aber es sind noch immer vier Rennen zu fahren und dabei noch 100 Punkte in der Fahrer-Weltmeisterschaft zu vergeben. Und wenn uns die zurückliegenden Wochen eines gelehrt haben, dann ist es die Tatsache, dass im Motorsport alles passieren kann."

"Wenn es um Punkte geht, nehmen wir keine Gefangenen, aber uns allen ist bewusst, dass wir in den vergangenen Wochen vom Pech unserer Gegner und deren Zuverlässigkeitsproblemen profitiert haben. Deshalb ändert sich an unserer Herangehensweise nichts: Wir müssen die nächsten Rennen eines nach dem anderen angehen, alles geben, um das Auto besser zu verstehen, und dabei bescheiden bleiben."

"Diese Vorgehensweise hat für uns bislang funktioniert und so werden wir bis zum letzten Rennen in Abu Dhabi weitermachen."

Der Technische Direktor, James Allison, sagte, dass die Performance des Teams in Japan die Belohnung für all den Einsatz war, um die Probleme von Malaysia zu beheben.

"Nach einem schwierigen Wochenende verließen wir Sepang mit einem guten Ergebnis, aber mit schlechter Laune", sagte James. "Entsprechend kamen wir hier mit gewissen Fragezeichen angesichts der Performance unseres Autos an. Deshalb ist es schön, nach diesem Wochenende mit einem noch stärkeren Ergebnis wieder abzureisen. Wir können hier auf eine gute Performance im Qualifying und im Rennen zurückblicken."

"Das war aus mehreren Gründen wichtig: Zunächst für die beiden Weltmeisterschaften, aber auch, weil wir die Fragen zur Entwicklungsrichtung unseres Autos kategorisch beantworten konnten. Und drittens, weil es auch eine Rehabilitierung des Teams war. Selbst nach einem Rückschlag stehen wir direkt wieder auf und nehmen die Herausforderung mit frischem Elan an."

"Wir haben noch nicht alle unsere Dämonen aus Sepang vertrieben, aber jedes Ergebnis wie dieses ist eine Möglichkeit, um zu lernen und sich zu verbessern. Hier in Suzuka haben wir einige dieser Lehren im Einsatz gesehen und so werden wir auch für den Rest des Jahres verfahren."

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome